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Für ein Baby verschriebene Medikamente sind oft nur für Erwachsene zugelassen. Eine dem Körpergewicht entsprechend reduzierte Dosis schließt unerwünschte Nebenwirkungen nicht aus.
Alpbach/Wien - Dass Kindern Arzneimittel verabreicht werden, die tatsächlich für sie zugelassen sind, ist in Österreich die Ausnahme. "Bis zu 90 Prozent der Medikamente wurden nicht auf Kindertauglichkeit geprüft", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) am Montag bei einer Pressekonferenz am Rande der Alpbacher Gesundheitsgespräche. Daran soll die Einrichtung eines Forschungsnetzwerks raschestmöglich etwas ändern.
Die Anschubfinanzierung für dessen Aufbau kommt gleichermaßen von Gesundheitsministerium und Pharmaindustrie: Sie stellen für die nächsten fünf Jahre je 150.000 Euro bereit. Damit kommt Stöger einer Forderung nach, die von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde bereits vor fünf Jahren erhoben wurde. Man habe aber erst unter Stöger Gehör dafür gefunden, sagte Präsident Reinhold Kerbl dem Standard.
Schon im Jahr 2006 ist eine EU-Verordnung in Kraft getreten, die bei der Neuzulassung eines Medikaments auch zu einer Testung bei Kindern verpflichtet. Allerdings habe man dem in Österreich nicht nachkommen können, da die Möglichkeiten fehlten. Die Studienkoordinationszentren an den Unis in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz und am Wiener St. Anna Kinderspital müssten zentral koordiniert werden, um auf mehr Fallzahlen zu kommen, erläuterte Kerbl.
Die Zentrale soll in Wien eingerichtet werden, wo die Durchführbarkeit von Arzneimittelstudien mit Null- bis 18-Jährigen untersucht und - im positiven Fall - die Realisierung angestoßen werden soll. Nach fünf Jahren soll sich das Netzwerk finanziell selbst tragen. Koordiniert wird es von der Wiener Onkologin Ruth Ladenstein (St. Anna Kinderspital).
Eltern sollen darüber informiert werden und selbst entscheiden, wenn sich bei ihrem Kind die Teilnahme an einer Studie anböte, sagt Kerbl. Geld sollen sie dafür nicht erhalten; höchstens Aufwandsentschädigungen - zum Beispiel Fahrtgeld.
Derzeit ist es üblich, Medikamente bei Kindern off-label - also in Form einer nicht zugelassenen Indikation - anzuwenden. Dabei wird in der Regel je nach Körpergewicht des Kindes ein Bruchteil der Erwachsenendosis verabreicht. Das könne aber zu unerwarteten und deutlich stärkeren Nebenwirkungen führen - die noch dazu nicht dokumentiert würden, sagt Kerbl.
Neben der für die jungen Patienten bestehenden Gefahr von Nebenwirkungen kann eine solche Verabreichung - wenn etwas schiefgeht - auch für den Arzt rechtliche Konsequenzen haben. Arzneimittelstudien an Kindern waren bis 2004 in Österreich fast unmöglich und galten nach Arzneimittelgesetz (AMG) als unethisch. Dann wurden sie aber unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen erlaubt.
Starke Defizite in der Forschung ortet Kerbl zum Beispiel bei Medikamenten für Frühgeborene, wie etwa Schmerz- oder Narkosemittel oder Antibiotika - aber auch bei Diabetesarzneien und Psychopharmaka für Jugendliche. Die "Etablierung eines 'Kinderforschungsnetzwerkes' für sichere Arzneimittel" war eine der Forderungen einer Arbeitsgruppe für die Alpbacher Gesundheitsgespräche gewesen. (Gudrun Springer, STANDARD, 21.8.2012)
Lagerungshinweise auf dem Beipackzettel beachten - Angebrochene Medikamente sind trotz Kühlschranklagerung nur begrenzt haltbar
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Hmm, was ist ihre tiefere Absicht?
Wollen Sie, dass Medikamente für Kinder nicht getestet werden, sondern weiterhin pi mal Daumen abgeschätzt werden muss, welche Dosis angemessen ist? Oder wollen Sie, dass Kinder gar keine Medikamente mehr bekommen dürfen?
Haben Sie verstanden, dass durch diese Studien die Sicherheit der bereits tagtäglich verordneten Medikamente erhöht wird?
mich persönlich würde ja interessieren, ob sie dazu die Einwilligung der informierten Eltern brauchen werden, oder ob das einfach so gehen wird?
Oftmals ist nämlich nicht nur das Medikament unbekannt, sondern auch die Krankheit, die damit behandelt werden soll, was einem aber gerne verschwiegen wird, um den Einsatz des Medikaments nicht zu gefähren.
Wüssten die Eltern das, würden sie wohl seltener in eine Studie einwilligen.
1.: "Eltern sollen darüber informiert werden und selbst entscheiden, wenn sich bei ihrem Kind die Teilnahme an einer Studie anböte"
2. "Derzeit ist es üblich, Medikamente bei Kindern off-label - also in Form einer nicht zugelassenen Indikation - anzuwenden. Dabei wird in der Regel je nach Körpergewicht des Kindes ein Bruchteil der Erwachsenendosis verabreicht. Das könne aber zu unerwarteten und deutlich stärkeren Nebenwirkungen führen - die noch dazu nicht dokumentiert würden"
Sind Sie jetzt schon so weit, Infektionen und Diabetes zu leugnen?
Bin ja gespannt, ob sich Soll.- und Istzustand auch decken werden?
In meinem Fall war das damals nämlich anders, aber vielleicht hat sich seither ja einiges geändert? Sie wollten mich damals nämlich gegen den Willen meiner Mutter (mit Androhung der Psychiatrie) falsch behandeln, wie sich später herausgestellt hat (aber nicht mutwillig). Meine Mutter hatte damals mit mir das Spital gewechselt! Soviel zur Mündigkeit der volljährigen Patienten, und das mit der Aufklärung ist auch so eine Sache, wenn der Aufklärende nicht unbefagen ist, sondern persönliches Interesse an der Sache hat, bitteschön! Da wird dann einiges in das Medikament oder auch in die Krankheit hineingesungen, was eigentlich gar nicht da ist, nur um die Leute zu überzeugen!
bei jeder klinischen studie muss der proband (bzw. die eltern) die zustimmung dazu geben.
ausnahmen waren bisher nur anwendungsbeobachtungen (nicht-interventionell-studien), weil dabei die normale, routinemäßige verwendung von bereits zugelassenen arzneimitteln dokumentiert wird.
kann ich ihnen versichern, dass das mit "opfern" nichts zu tun hat.
1. müssen sie kerngesund sein, um an einem test teilnehmen zu können
2. werden sie 24/7 medizinisch überwacht - eine bessere ärztliche versorgung kriegen sie nie wieder
Und was diese Studien selbst angeht:
Offenbar haben hier viele das Bild von Säuglingen, an denen furchtbare Experimente gemacht werden, im Kopf. So laufen aber klinische Studien nicht ab. Der einzige Unterschied zu einer normales Behandlung ist, dass viel mehr kontrolliert, überprüft und gemessen wird (z.B. durch Blutabnahme). Daher ist das viel sicherer als eine normale Behandlung. Vor allem wenn es um Medikamente geht, die ja schon länger (z.B. für Erwachsene) am Markt sind, aber dennoch auch bereits für Kinder verwendet wurden, weil es nichts anderes gab.
einziges Medikament vom Markt genommen wird wenn sich herausstellt dass es nicht ganz OK ist.
Jemandem der vor seinem 13. LJ einmal Ritalin nahm wird die Aufnahme in die US Army schlichtweg verweigert - weil sich herausgestellt hat dass die Leute dann leicht gern zu unkontrollierbaren Mördern werden. Denken Sie nicht dass hinter dieser Sache lediglich nur Marketing steckt (die (Regierungen) wissen eigentlich ganz gut Bescheid) und Versuche anderswo nicht schon längst stattfanden ? So deppert.
Mittels Google kommt man binnen 2 Sekunden auf die Seite der US Army, die sich mit ADHD beschäftigt:
http://usmilitary.about.com/od/joinin... asthma.htm
Und da heißt es:
"Under the new standards, ADD/ADHD is disqualifying only if the applicant has been treated with ADD/ADHD medication within the previous year and/or they display signs of ADD/ADHD. For applicants with a previous history of ADD/ADHD who have been off medication for more than one year, and they do no demonstrate significant impulsivity or inattention during MEPS processing, the MEPS examining official may find them qualified for military service without submission of a waiver."
updated in 2004- also schon vor 8 Jahren das letzte Update - : Asthma usw. sind die Themen.
Von Ritalin steht da kein Wort - empfehle Ihnen auch das Internet: Suchen sie mal nach den Daten die besagen dass die Medikamentengaben in Ö. an Kinder in den letzten Jahren um das Fünffache anstiegen - ohne aber eine verpflichtende Therapie dazu. Wenn sie nicht fündig werden posten Sie bitte ein Hilfe Posting.
ritalin macht unkontrollierte mörder? Dazu hätt ich bitte gern eine quellenangabe - wo haben sie das denn her?!
Und: es geht nicht darum, medikamente vom markt zu nehmen sondern sie soweit zu testen um sagen zu können: gebe ich einem kind oder gebe ich einem kind nicht.
Ich halte diese studien für sehr wichtig und begrüßenswert!
http://www.seite3.ch/Ritalin+D... etail.html
Rufen Sie doch auch bei der US ARMY an und fragen nach! P.S.: Welches Medikament nahmen wohl die Schulattentäter durchwegs ein ? Mörder heisst auch Selbstmörder. Bei Prozacgaben war ja schon lang bekannt dass ein steiler Anstieg an Selbstmorden zu beobachten ist.
Übrigens: Wozu in jedem Land diese Tests ? Reicht nicht ein Land ? Also ist es Marketing !
das Sie recht hätten und es wirklich einen Zusammenhang zwischen Ritalingaben und Straftätern gäbe - was ich übrigens nicht glaube.
dann stellt sich doch die "Henne-Ei" Frage:
Kriegen gute und in Wahrheit gesunde Kinder Ritalin und werden daraufhin zu Straftätern oder gibt man verhaltensauffälligen Kindern (vielleicht durch verkorkste Kindheit, vielleicht auch ohne Grund) Ritalin und die verüben Straftaten (was sie dann auch ohne Ritalin gemacht hätten)???
Dazu noch eine Frage:
Ist die Straftat auch eines der Krankheitssymptome? Interessant und praktisch. -Damit ließe sich dann ja wohl alles entschuldigen?
Blödsinn, denn wenn dem so wäre, dann würde es dem Ritalin ja die Wirkungslosigkeit bescheinigen. Oder wie?
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