ATX am Montag mit schwachem Wochenbeginn

20. August 2012, 17:46

Negatives Umfeld, Bankenwerte und Voestalpine mit klaren Abschlägen

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 24,35 Punkte oder 1,16 Prozent auf 2.081,73 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 33 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.115 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,22 Prozent, DAX/Frankfurt -0,10 Prozent, FTSE/London -0,45 Prozent und CAC-40/Paris -0,30 Prozent.

Der ATX startete so wie die meisten anderen europäischen Indizes mit Kursverlusten in die neue Handelswoche. Nach volatilem Beginn drehten die Kurse am frühen Nachmittag etwas deutlicher ins Minus ab und weiteten dann ihre Abschläge sukzessive aus.

Die EZB hat einen Medienbericht über eine mögliche Deckelung von Risikoprämien für Staatsanleihen zurückgewiesen. Das Thema sei im EZB-Rat noch nicht diskutiert worden, eine Entscheidung gebe es nicht, sagte ein Sprecher der Notenbank. Der "Spiegel" hatte berichtet, die EZB erwäge, Papiere von Euro-Ländern ab einem gewissen Risikoaufschlag zu kaufen, um damit die Zinskosten des Staates zu dämpfen.

In einem europaweit schwachen Branchenumfeld gerieten auch die heimischen Bankaktien unter Druck. So mussten Erste Group einen Abschlag in Höhe von 3,61 Prozent auf 16,00 Euro verbuchen und Raiffeisen schwächten sich um 4,56 Prozent auf 27,40 Euro ab.

Klar im Minus tendierten auch die Anteilsscheine der voestalpine mit einem Abschlag von 1,99 Prozent auf 23,91 Euro. Telekom Austria büßten 2,95 Prozent auf 6,71 Euro ein und Immofinanz gaben um 1,85 Prozent auf 2,66 Euro nach.

Wienerberger verloren im Vorfeld der anstehenden Ergebnisveröffentlichung 1,66 Prozent auf 6,75 Euro. Die Analysten von Kepler haben ihr Kursziel für die Titel auf 7,00 Euro und das Anlagevotum von "buy" auf "hold" heruntergesetzt.

Verbund gewannen um 0,54 Prozent auf 16,90 Euro. OMV verbesserten sich um 0,13 Prozent auf 26,82 Euro. Schoeller-Bleckmann schwächten sich nach festerem Verlauf noch um 0,28 Prozent auf 74,00 Euro ab.

Die zehn größten Kursgewinner


      1. FRAUENTHAL HOLDING AG             +4,41 Prozent
      2. ZUMTOBEL AG                       +2,22 Prozent
      3. OESTERR. POST AG                  +1,72 Prozent
      4. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     +1,66 Prozent
      5. BWT AG                            +1,64 Prozent
      6. FLUGHAFEN WIEN AG                 +0,95 Prozent
      7. VIENNA INSURANCE GROUP AG         +0,91 Prozent
      8. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           +0,57 Prozent
      9. MAYR-MELNHOF KARTON AG            +0,56 Prozent
     10. VERBUND AG  KAT. A                +0,54 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. KAPSCH TRAFFICCOM AG              -9,59 Prozent
      2. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG      -4,56 Prozent
      3. ROSENBAUER INTERNATIONAL AG       -4,23 Prozent
      4. ERSTE GROUP BANK AG               -3,61 Prozent
      5. INTERCELL AG                      -3,52 Prozent
      6. TELEKOM AUSTRIA AG                -2,95 Prozent
      7. VOESTALPINE AG                    -1,99 Prozent
      8. IMMOFINANZ AG                     -1,85 Prozent
      9. WIENERBERGER AG                   -1,66 Prozent
     10. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD         -1,56 Prozent (APA, 20.8.2012)
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