OnLive: Notverkauf des Cloud-Gaming-Anbieters

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    foto: onlive

Rund 50 Prozent der Mitarbeiter entlassen - Weiterführung der Streaming-Dienste

Das schwer verschuldete Unternehmen OnLive wurde Ende vergangene Woche vor dem Bankrott gerettet. Der Videospiel-Streaming-Dienst wird laut einer offiziellen Stellungnahme unter einer neuen Firma weitergeführt. Die neuen Investoren rund um Lauder Partners kommen für die Rückstände auf und sollen die Weiterführung der Angebote für Games- und Desktop-Streaming garantieren.

Entlassungen

Aus Mitarbeiter-Berichten geht hervor, dass rund die Hälfte aller Angestellten ihren Job verlieren. In Zukunft plane man laut Pressemitteilung jedoch einen kontinuierlichen Ausbau des Personalstandes. Die neuen Finanzgeber würden über ausreichend Kapital für die Erhaltung des kostspieligen Cloud-Dienstes verfügen. US-Medien zufolge belaufen sich die monatlichen Kosten auf fünf Millionen Dollar. 1,5 Millionen aktive Nutzer zählt der kostenpflichtige Dienst.

Aufbruchstimmung

Cloud-Gaming gilt als großer Hoffungsträger in der Videospielindustrie. Hierbei werden die Inhalte sowie alle Informationen zur Steuerung und Interaktion eines Spiels von einem Server über das Internet an eine Konsole, einen PC, einen Fernseher oder ein mobiles Endgerät übermittelt. Der große Vorteil: Das Angebot ist weitgehend plattformunabhängig, auf Anwenderseite wird keine starke Hardware benötigt. Herstellern wird eine hohe Sicherheit vor Piraterie geboten.

Konkurrenzkampf

OnLive steht insbesondere in Konkurrenz zum Anbieter Gaikai, der im Juli erst für 380 Millionen Dollar von Sony übernommen wurde. Künftig sollen so PlayStation-Spiele an Konsolen, PC und mobile Endgeräte gestreamt werden. (zw, derStandard.at, 20.8.2012)

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