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Das schwer verschuldete Unternehmen OnLive wurde Ende vergangene Woche vor dem Bankrott gerettet. Der Videospiel-Streaming-Dienst wird laut einer offiziellen Stellungnahme unter einer neuen Firma weitergeführt. Die neuen Investoren rund um Lauder Partners kommen für die Rückstände auf und sollen die Weiterführung der Angebote für Games- und Desktop-Streaming garantieren.
Entlassungen
Aus Mitarbeiter-Berichten geht hervor, dass rund die Hälfte aller Angestellten ihren Job verlieren. In Zukunft plane man laut Pressemitteilung jedoch einen kontinuierlichen Ausbau des Personalstandes. Die neuen Finanzgeber würden über ausreichend Kapital für die Erhaltung des kostspieligen Cloud-Dienstes verfügen. US-Medien zufolge belaufen sich die monatlichen Kosten auf fünf Millionen Dollar. 1,5 Millionen aktive Nutzer zählt der kostenpflichtige Dienst.
Aufbruchstimmung
Cloud-Gaming gilt als großer Hoffungsträger in der Videospielindustrie. Hierbei werden die Inhalte sowie alle Informationen zur Steuerung und Interaktion eines Spiels von einem Server über das Internet an eine Konsole, einen PC, einen Fernseher oder ein mobiles Endgerät übermittelt. Der große Vorteil: Das Angebot ist weitgehend plattformunabhängig, auf Anwenderseite wird keine starke Hardware benötigt. Herstellern wird eine hohe Sicherheit vor Piraterie geboten.
Konkurrenzkampf
OnLive steht insbesondere in Konkurrenz zum Anbieter Gaikai, der im Juli erst für 380 Millionen Dollar von Sony übernommen wurde. Künftig sollen so PlayStation-Spiele an Konsolen, PC und mobile Endgeräte gestreamt werden. (zw, derStandard.at, 20.8.2012)
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Ich kann mir aus technischen Gründen nicht vorstellen, dass das Streamen von Action-Spielen über ein paketvermitteltes Netz zufriedenstellend (ohne Lags, Bild- & Tonfehler) funktioniert. Dem, der es sich leisten kann, eine dedizierte Leitung direkt zum Server zu verlegen, glaube ich, dass er ein brauchbares Spielerlebnis bekommt. Wer aber *Zufallszahl* Router mit *Zufallszahl* Kilobyte FIFO dazwischen hat, die irgendwo in *Weit entfernte Stadt* stehen, weil die kürzeste Verbindung gerade überlastet ist, braucht sich nicht wundern, wenn manche Pakete zu spät ankommen -> Darstellungsfehler.
Für Spiele, wo es nicht auf schnelle Reaktion ankommt, kann die Sache natürlich ganz gut funktionieren.
aber du kannst es ja testen.. mit einem gratis onlive account kannst du alle spiele 30 min lang testen..
in einem test von einem spielemagazin hat sich herausgestellt das der lag bzw die inputverzögerung mit maus+tastatur genau so hoch ist wie wenn man einen wireless controller auf einer console verwendet.
Habe 8Megabit/s Leitung und habe the darkness ii angespielt und es hat erstaunlich gut funktioniert. Zwar nur 1024x800 glaube ich, aber keine Lags, die mich gestört hätten. Ich bin jetzt auch nicht der Hardcoregames. Aber auf meinem Rechner würde zB the darkness selbst in 1024x800 nicht fein laufen. OnLive ist da sehr brauchbar, neue Games auf alter hardware, bzw. in meinem Fall auf Mac OS X überhaupt, ohne Probleme zum Laufen zu bringen. Also für einen Everyday-Gamer ist der Dienst recht brauchbar.
Das erklärt wohl die lauen Umsätze.
Ich dachte ich kenn' mich etwas aus in dieser Szene. Aber wenn mir dieser Dienst bis vor wenigen Minuten gänzlich unbekannt war, dann kann ich mir schwer vorstellen, dass es bei der Mehrheit der Gamer groß anders sein wird.
Spricht nicht für die Werbekraft dieses Unternehmens und erklärt wohl den Untergang.
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