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Salzburg - Es gehe ihn natürlich nichts an, wofür österreichische Steuerzahler ihr Geld ausgeben, sagt Alvis Hermanis, der die vermutlich spannendste Opernpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele inszeniert (Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten", Montag, 18 Uhr, in der Felsenreitschule). Aber: "Diese Obsession für Multikulti-Theater aus exotischen Ländern mit postimmigrantischem Pathos erinnert mich an die Sowjet-Ära in kommunistischen Ländern, wo Politiker nur proletarische Ideologie unterstützten, der Kunst und Professionalität geopfert wurden."
Kritische Worte, mit denen Hermanis die Bestellung der belgischen Festivalmacherin Frie Leysen (62) zur Schauspielchefin der Wiener Festwochen kommentiert. Der lettische Regisseur war seinerzeit selbst als Festwochen-Intendant im Gespräch, deren Präsident Rudolf Scholten habe ihn mehrmals zu Gesprächen eingeladen. Aber nach anfänglichem Interesse habe er abgesagt: "Ich wollte meine künstlerische nicht einer Manager-Karriere opfern."
Befragt zu Leysens Vorliebe für postdramatische Konzepte, sagt Hermanis: "Es besteht eine globale Tendenz bei internationalen Theaterfestivals, sich zunehmend vom Theater selbst abzulösen. Offensichtlich bleiben auch die Wiener Festwochen von diesem Trend nicht unbelastet. Man kann nur hoffen, dass die Profanierung des Theaters nicht lange anhält. Auf lange Sicht bedeutet Theater vor allem Theaterspiel und hohe Darstellkunst." (asch/DER STANDARD, 20. 8. 2012)
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Anscheinend herrscht hier Zensur, nochmal: die Aussagen von Alvis Hermanis sind rassistisch, siehe Wikipedia: "Rassismus ist eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet" Wieso sollten Schauspieler aus "exotischen" ländern nicht gut Theater machen ?Was ist ein exotisches Land ? Was bitte ist "postimmigrantischer Pathos" ? Wieso werden Qualität und Herkunft hier vermischt ?
hermanis kritik ist nicht rassistisch.
sie wendet sich auch nicht gegen das theater "exotischer" länder, sondern die westliche mode 'world theatre' zu zeigen - wodurch eben (positiver rassismus!) allzu viel mittlemäßiges theater aus möglichst originellen regionen einem wohlwollend berührtem publikum vorgesetzt wird..
haben sie auch konkrete argumente oder bsp. was ist für sie pathetisches postimmigrantentheater ? dieser diskurs ist doch vor allem im deutschspachigen theater zugegen. was hat das nun mit exotischen ländern zu tun ? gehört lettland auch zu diesen ländern ? wer wurde wann wohlwollend berührt ? können menschen aus exotischen ländern oder postimmigranten kein professionelles theater leisten ? was hat gutes theater mit der herkunft zu tun ? bitte um beispiele. außer reaktionärem gehupe ist noch nichts konkretes von ihnen gekommen.
das problem ist eben GANZ GENAU, dass die herkunft beim theater (und übrigens auch bei filmfestivals und kunstausstellungen) sehr wohl eine rolle spielt. (früher hat das bedeutet, dass gewisse länder und regionen völlig ignoriert wurden. heute bedeutet es, dass genau diese (verglichen mit der gebotenen qualität) deutlich überrepärsentiert sind)
aber gegen ihre p.c.-fascho argumentation kommt natürlich niemand an!
Da hätte einer wohl gerne einen Job gehabt und diesen nicht bekommen.....
Diese gänzlich unnötigen Post-ismen passen besser in das hierorts übliche Politikergebrabbel.
Ein Theater,ein Festival soll ein spannendes, packendes Programm liefern und das war's dann auch schon.
Manchmal mutete das Theater von Alvis Hermanis
sehr wohl exotisch an,manchmal toll manchmal fad.
Man muß aber froh sein daß er nicht auch noch Intendant spielt.
Nein, das sind sie nicht. Es sind sachbezogene Innensichten von theatralen Grundfragen.
Nur völlig theater- und kunstfremde Menschen können so etwas an Hand Hermanis' Analysen behaupten.
Zudem will man mit Totschlagnichtargumenten auf den klug und sensibel analysierenden Theatermann eindreschen. Ich halte das für Missbrauch eines vorgeschobenen Nichtkampfs gegen eine der schrecklichsten Abirrungen von Unmenschen, des Rassismus.
Multikulti für sich ist eine Form des Zusammenlebens und des Respekts vor anderen Ethnien, Religionen etc.
Das ist anzustreben, anständig, human.
NUR, das allein hat mit Kunst/Kunstwerken/Künstlertum nichts zu tun, auch wenn man Festerln feiert. Kunst ist nirgendwo in Knechtschaft. Darum geht es, wenn von "Profanierung" der Kunst die Rede ist.
ein typisches Theaterfestivalpublikum.
Was Hermanis meint, ist das andere, das auf regulären Bühnen Gezeigte, das nicht festivalmäßig gehypt und bejubelt, sondern eben genossen oder nicht genossen wird. Da kommt man tatsächlich mit dem, was Theaterfestivals bieten, nicht weiter.
Ähnlich ist es bei Filmfestivals - nur nicht so krass, weil Film nach wie vor größere Relevanz behalten hat (daher die vielen Film- und Drehbuchadaptionen für Theaterbühnen). Es gibt Filme, die durch sämtliche internationalen Filmfestivals touren - und sonst nirgendwo länger Eindruck machen, nicht einmal bei Preisen. Hochgestimmt durch die Festivalatmosphäre findet man da gelegentlich etwas supercool, was nicht wirklich so cool ist. Festivalmacher wissen das.
Wahre Worte, gesprochen von einem modernen und erfolgreichen Regisseur sowie Weltenbürger. Nicht so ein Austrozombie, wie man es aufheulen hörte, sagte das ein Hiesiger.
Das fundamentale Missverständnis vieler Kunst-Femen ist es, dort ein Festl, da ein Festerl, hier ein Sozialprojekterl, zu veranstalten, dazu ein Ethno-Hallelujah , alles mit großem moralistischem Impetus und höchst ehrenwert gedacht.
Das tut den sich eitel-selbstbespiegelnden Mutts und Mammis gar so gut, die Welt voller zu heilender Problemkinderlein zu heilen und in einen weltumspannenden Kindergarten der liebe zu verwandeln.
Gut, schön, lieb gemeint, nur mit Kunst und Vision hat das alles nichts zu tun.
Dank an Hermanis, dass er sich klar ausgedrückt hat.
Zur Bestimmung von Manipulation hat Schopenhauer gesagt, dass man nur zu jeder Position ein, zwei Definitionsfragen stellen müsse.
Und dann bei der Antwort wieder und wieder und wieder. Darauf lasse ich mich nicht ein, es ist gar zu läppisch.
Kunst ist Shakespeare, Bernhard, Schiele, Mozart, Schönberg, Otto Wagner und-oder-etc-pp. Alle hatten sie eine Vision dessen, was und wie sie sich ausdrücken wollten.
Und schöpferische Kunst ist revolutionär, insofern sie Althergebrachtes überwindet und Neues formuliert.
Das ist das Gegenteil der typischen Mutts und Mammis, die liebevoll hegen und pflegen wollen, meist auch ihre Eitelkeit. Wie schon Michelet über die Adeligen in Frankreich schrieb, die sich selbst beweinten und den Hunger höhnten
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