Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Julian Assange auf dem Balkon der Botschaft Ecuadors.

Demonstranten vor der Botschaft Ecuadors in London fordern freies Geleit für Julian Assange.
London - Wikileaks-Gründer Julian Assange hat bei seinem mit Spannung erwarteten ersten öffentlichen Auftritt seit seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London der Regierung in Quito gedankt. Er danke allen, die ihm geholfen hätten, vor allem Ecuador, sagte Assange am Sonntag auf einem Balkon der Botschaft. Vor dem Gebäude standen mehrere hundert Sympathisanten, Medienvertreter und Neugierige. Auch eine Hundertschaft der britischen Polizei war dort. Ecuador hatte dem Australier, der vor zwei Monaten in die Botschaft geflohen war, am Donnerstag diplomatisches Asyl gewährt.
Zudem forderte Assange US-Präsident Barack Obama auf, die "Hexenjagd" auf die Enthüllungsplattform Wikileaks und ihre Informanten zu beenden. Unter anderem müssten der Wikileaks-Informant Bradley Manning sowie andere aus dem Gefängnis entlassen werden und Entschädigung für ihre Haft bekommen. "Während Wikileaks bedroht wird, wird auch die Meinungsfreiheit und die Gesundheit unserer ganzen Gesellschaft bedroht", sagte Assange am Sonntag.
Rede von Botschaftsbalkon
Assange äußerte sich von dem Balkon - und damit diplomatisch unverletzlichem Gebiet - aus, um eine drohende Festnahme durch britische Polizisten zu verhindern. Laut der Wiener Konvention ist die Hoheitsgewalt der Behörden des Gastgeberlandes in der Botschaft außer Kraft gesetzt. Andernfalls hätte Assange eine Festnahme durch die britische Polizei riskiert. Diese bewachen die Botschaft, um den 41-jährigen Australier festzunehmen, sobald er das Gebäude verlassen sollte.
Assange soll wegen mutmaßlich dort begangener Sexualdelikte nach Schweden ausgeliefert werden, hat aber von Ecuador politisches Asyl bekommen. Er fürchtet, letztlich an die USA ausgeliefert zu werden. Wikileaks hat mit der Veröffentlichung vertraulicher US-Diplomatendepeschen und brisanter Dokumente aus den Kriegen in Irak und Afghanistan den Zorn der USA auf sich gezogen. Nach übereinstimmenden Angaben aus den USA, Schweden und Großbritannien hat Washington jedoch bisher keine Schritte unternommen, um seine Auslieferung zu erreichen.
Kurz vor dem Auftritt hatte Assanges Anwalt gesagt, ein weiterer juristischer Schritt sei geplant. Details dazu gab es nicht. Assange ist nach Angaben seines rechtlichen Beraters Baltasar Garzon in "Kampfstimmung" und hat sein Anwälteteam mit weiteren juristischen Schritten beauftragt. "Assange hat seine Anwälte beauftragt, einen juristischen Schritt zu vollziehen, um die Rechte von Wikileaks, von Julian selber und allen, gegen die derzeit ermittelt wird, zu schützen", so der frühere spanische Star-Ermittlungsrichter Garzon. (red/APA, 19.8.2012)
Dokumente aus den Jahren 1973 bis 1976 sind allerdings nicht geheim, sondern stammen aus US-Archiven
Sollte im März beginnen, Start nun frühestens am 3. Juni
Wollte "öffentliche Debatte" über Krieg im Irak anstoßen - Lebenslange Haftstrafe wegen Geheimnisverrats droht
Gerichtsakten zum mutmaßlichen Wikileaks-Informanten freigegeben
Erste Details über Untersuchungshaft des mutmaßlichen Wikileaks-Informanten: Soldat wegen Selbstmordgefahr unter Dauerbeobachtung
Wikileaks-Gründer laut Regierung von Ecuador in gesundheitlich schlechtem Zustand
Pläne für Kandidatur nehmen Form an - Assanges Vater übernimmt Organisation
Dissident sitzt weiter in Ecuadors Botschaft in London fest
Militärrichterin will bis März Zeit für Vorbereitung - 24-Jähriger soll Wikileaks als Informant gedient haben
Auch frühes Handbuch für Gefangenenlager Guantanamo darunter
US-Soldat äußerte sich erstmals vor Gericht - zu den Haftbedingungen
Bitte an Großbritannien, freies Geleit in ein Krankenhaus zu gewähren
Wikileaks-Gründer sitzt weiterhin in ecuadorianischer Botschaft in London fest
Prozess gegen mutmaßlichen Wikileaks-Informanten im Februar
Wikileaks-Mitbegründer bezüglich Ausreise zuversichtlich
Hacker-Kollektiv Anonymous hatte sich von Wikileaks losgesagt
Correa begrüßt Einlenken Londons im Streit um Assange - OAS erklärt "Solidarität und Unterstützung" für Ecuador
Videobotschaft an Teilnehmer der UNO-Vollversammlung in New York
Aufzeichnungen bei britischem Polizisten in London fotografiert
Bisher keine Reaktion auf Außenminister Patinos Vorschlag
Rechtswissenschafter sieht nicht genügend Beweise für Anklage gegen Wikileaks-Gründer in Vergewaltigungsfall
Außenminister Patino will britischen Amtskollegen treffen - Befragung in Stockholmer Botschaft des südamerikanischen Staates denkbar
Spanischer Ex-Richter will über neue Informationen verfügen
in einer luxuriös ausgestatteten botschaft im fitnessstudio herumhängen nennen Sie "genug zu tun"? ;o)
aber ist schon klar:
sich gegen Russland, China, Kasachstan, Tadschikistan oder den Iran zu stellen, dafür hat er natürlich einfach "keine zeit" ;o)
in wirklichkeit hat er dazu nicht die eier (ich hätte sie ehrlich gestanden auch nicht - aber ich bin auch kein selbsternannter superaufdecker und mediengeiler weltstar)
.
na gottseidank stellt er sich nicht den faschistischen regimen in Russland, China, Kasachstan, Tadschikistan oder dem Iran entgegen.
dann bräuchten'S ihm Ihr zimmer (und Ihre untertänigste verehrung) gar nicht mehr anzubieten, weil dann säße er nicht mehr in irgendeiner luxuriösen botschaft ....
ich seh ihn nicht so als held, eher als inszenör seiner selbst
wikileaks ist sicher eine wichtige sache, und damit werden vertreter der plattform sicher unangenehm
macht A aber nicht charakterlich interessanter als es selbstverliebte *charsmatiker* so sein können.
Wenn sie das Aufdecken von Menschenrechtsverletzungen meinen, dann bin ich bei ihnen. Institutionalisierte Aufdeckung wie Wikileaks ist in sich widersprüchlich. Leicht angreifbar, lenkbar und eliminierbar. Eine pubertäre Idee.
Genau so könnte ich ein öffentliches Institut für Spione eröffnen.
Untaten aufzudecken, das benötigt Anonymität, Individualität und nicht Öffentlichkeit. Und keine Selbstdarsteller a la Assange.
ein stückerl weit ist das auch eine sache der menthalität. dieses *whistelblower* system ist und Öern mit selbstverständlichem basenatalk etwas fremd.
aber anomyme abgabe von infos an eine bekannte stelle und recherchierte aufarbeitung davon ausgehend macht meiner meinung nach sinn.
selbstdarsteller haben da definitiv keinen platz. leider wenn ich mir den 2. haudegen (wie heisst der deutsche openleaks heini noch?) so anschau, scheint es trotzdem diese art von menschen auch anzuziehen.
dabei war das vor 1,5 jahren noch so aufregend :D aber bedrphungsszenarien kann man halt nicht ewig haten...
Sie sprechen einen Knackpunkt an. In dem Moment, wo so etwas über eine Schaltstelle läuft, erfolgt - bewusst oder unbewusst - eine Selektion. Eine 'Filterung' Erinnern sie sich noch an das Theater mit den tausenden Mails? Die wurden vorselektiert mit Hilfe zweier Zeitungsredaktionen. Zugespitzt hieße das, was Assange und irgendwelche Redakteure für 'richtig' (ev. auch wichtig) erachten wird veröffentlicht. Erinnern sie sich an die Aussagen seiner Mitarbeiter? Es steckt anscheinend eine Portion Größenwahn in Assange. Und - natürlich ist das zugleich ein Spiel mit der Macht.
So sehr mir auch nach Transparenz ist - in dieser Form möchte ich sie nicht haben.
ich glaub, die agieren aus einem anderen verständnis heraus.
und diewahl ist ja:
keine information vs relativ ungefilterte reaktion (denn auch das was 2 redaktionen da rausfiltern kann in dieser eile nicht recherchiert werden)
vielleicht wird das bleibende die erkenntnis sein, *wieviel* auch in demokratien an uns vorbeientschieden und gemauschelt wird.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.