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Während sich Anonymous und viele andere im Netz agierende Gruppierungen ganz offen hinter Wikileaks gestellt haben, gibt es durchaus auch andere Positionen zur Whistleblower-Seite. So hat in den letzten Tagen eine Gruppierung namens AntiLeaks für einige Aufregung gesorgt, die die Verantwortung für großangelegte Angriffe gegen den Webauftritt von Wikileaks übernommen hat.
Vorgeschichte
Über Distributed Denial of Service (DDoS)-Angriffe wurden die Server des Projekts immer wieder in die Knie gezwungen. Die Angriffe starteten nachdem Wikileaks damit begonnen hatte, neue interne Dokumente des US-Analyseunternehmens Stratfor zu veröffentlichen. In diesen unter anderem enthalten: Informationen zu einem neuen, massiven Überwachungssystem namens "Trapwire", das "auffälliges Verhalten" in der Öffentlichkeit ausmachen soll - und damit dystopische Bilder von Filmen wie Minority Report geradezu heraufbeschwört.
RT.com
Nun hat AntiLeaks offenbar ein neues Ziel gefunden: So brüstet sich die Organisation auf ihrem Twitter-Account mit einer DDoS-Attacke gegen die russische Nachrichten-Webseite RT.com. Diese war am Freitag tatsächlich für mehrere Stunden offline, wie auch deren BetreiberInnen in einem Artikel selbst bestätigen.
Pussy Riot
Der Angriff soll offenbar als Solidaritätsaktion mit den drei Aktivistinnen der feministischen Punk-Band Pussy Riot, die am Freitag jeweils zu zwei Jahren Haft verurteilt wurden, gelten, darauf lässt zumindest die Verwendung des Hashtags #FreePussyRiot schließen. Eine weitere Erklärung zur Aktion gibt es nicht, in einem späteren Tweet bezeichnet man RT.com allerdings als "regierungsfinanzierte Propagandamaschinerie".
Offene Fragen
Ob dies tatsächlich die Motivation für den Angriff war, darf allerdings durchaus in Frage gestellt werden, immerhin verbreitet RT.com auch die TV-Show von Wikileaks-Gründer Julian Assange - und ist somit AntiLeaks schon so ein Dorn im Auge. Von Seiten Wikileaks hat man sich übrigens mittlerweile bereits zu der aktuellen Attacke geäußert, verurteilt diese wenig überraschend, da RT.com "eine wichtige alternative Stimme im Westen" sei. (red, derStandard.at, 19.08.12)
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