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Fabius zu Besuch ium Flüchtlingslager.
Zu den besten Feinden der türkischen Regierung in der EU zählte bis vor wenigen Monaten noch Frankreich. Das hat sich mit der Niederlage von Nicolas Sarkozy geändert, oder so hoffen zumindest die Türken. Doch der Neue im Elysée-Palast ist nun auch nicht eben ein glühender Streiter für den EU-Beitritt der Türkei. In seiner Amtszeit passiert der nicht, meinte François Hollande. Die Verhandlungen liefen ja nun schon seit Jahren, erklärte der Kandidat Hollande wenige Tage vor der Präsidentenwahl im Mai, doch „keine der wichtigeren Bedingungen ist erfüllt, und deshalb wird es in der nächsten fünfjährigen Amtszeit keinen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union geben“. Aber die barsche Selbstsicherheit eines Sarkozy ("Die Türkei hat keinen Platz in Europa. Und zwar aus einem einfachen Grund: Sie befindet sich in Kleinasien.") mit dessen Hang zu Schnellschüssen fehlt Hollande. Frankreichs neuer Präsident hat sich in der Türkei-Frage noch nicht wirklich festgelegt, so scheint es der Führung in Ankara. Unentschlossenheit bedeutet auch Beweglichkeit, denkt sie sich also, und packt deshalb ihren ganzen neo-osmanischen Charme aus.
Der Besuch des französischen Außenministers Laurent Fabius in einem der syrischen Flüchtlingslager im türkischen Grenzgebiet am vergangenen Freitag war ein Ergebnis der neuen türkischen Freundlichkeit. Kein Außenminister hatte bisher Zutritt zu diesen Lagern erhalten – das Verhältnis der türkischen Behörden zu den Flüchtlingen ist vermurkst: Ankara wollte die Lager unbedingt im Alleingang aufbauen und lehnte die Hilfe des UNHCR ab; dann waren die Flüchtlinge erst einmal keinesfalls Flüchtlinge, sondern „Gäste“, die so wenig Medienaufmerksamkeit wie möglich bekommen sollten, um das Regime von Bashar al-Assad nicht über Gebühr vor den Kopf zu stoßen; als die Insassen begannen, sich zu beklagen – über die Stromausfälle, das Essen oder die strengen Kontrollen, über Regierungschef Tayyip Erdogan und den Unwillen der Türkei wie des Westens, militärisch in Syrien zu intervenieren, schien ein Politikerbesuch nicht angeraten. Doch für Fabius machten die Türken die Tür auf.
Der französische Außenminister revanchierte sich mit noch stärkerer Rhetorik gegen Syrien, als sie mittlerweile von türkischer Seite gewohnt ist. Das Regime müsse zerschlagen werden, erklärte Fabius, „Bashar al-Assad verdient es nicht, auf der Welt zu sein“. Für einen Chef der französischen Diplomatie sind das außerordentlich undiplomatische Worte. Nicht einmal Nicolas Sarkozy ließ sich während des Libyen-Kriegs zu einer solchen Aufforderung zur Liquidierung hinreißen. Fabius, ein gewiefter, nichts dem Zufall überlassender Politiker, mag den Krieg in Syrien auch benutzen, um seinen Chef und langjährigen Parteirivalen Hollande anzutreiben (die „Waldhimbeere“ nannte er ihn einmal wegen Hollandes angeblicher Unbedarftheit). Doch als Ergebnis seines Besuchs in der Türkei lässt sich festhalten: Paris und Ankara sehen mit einem Mal die Möglichkeit eines Tandems, um den Regimewechsel in Syrien zu organisieren. Das ist nicht ohne Ironie, denn Frankreich war es, dass dem zerfallenden Osmanischen Reich zwei Provinzen abgeknöpft hatte und sich 1920 vom Völkerbund als Protektoratsmacht für Syrien und den Libanon einsetzen ließ.
Fabius' Vorgänger Alain Juppé war noch in den Bannstrahl der Türken geraten. Als das französische Parlament im Dezember 2011 ein Gesetz annahm, das die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellte, verhängte Ankara bilaterale „Sanktionen“ gegen Frankreich. Aber auch über das internationale Syrien-Problem wollte die türkische Regierung nicht mehr mit den Franzosen reden. Das war mit der Wahl des neuen französischen Staatspräsidenten vorbei. Das französische Verfassungsgericht hatte zuvor schon das Genozid-Gesetz verworfen und damit „den Fehler korrigiert“, wie es in der türkischen Großmachtssprache heißt. Erdogan hob die Sanktionen nach einem ersten Treffen mit Hollande am Rand des G20-Treffens in Rio im vergangenen Juni auf. Seither dürfen französische Militärmaschinen auf dem Weg nach Afghanistan wieder durch türkischen Luftraum, und französische Energieunternehmen werden bei öffentlichen Ausschreibungen in der Türkei nicht mehr „übersehen“ - was ohnehin illegal war.
Der Horizont der französisch-türkischen Beziehungen ist 2015. Wenn sich der Völkermord an den Armeniern zum 100. Mal jährt, wird auch das Genozid-Gesetz auf dem Tisch liegen. François Hollande hat bekräftigt, dass er an seinem Wahlkampfversprechen festhalten werde - und korrigierte damit seinen Außenminister Fabius, der das Gegenteil behauptet hatte. Spätestens in zweieinhalb Jahren ist das Verhältnis zwischen beiden Ländern also wieder auf dem Nullpunkt, mit neuen "Strafmaßnahmen" des EU-Beitrittskandidaten gegen einen der wichtigsten EU-Mitgliedsstaaten. Ahmet Davutoglu, der türkische Außenminister, sieht das kommen. Das "Wegsanktionieren" der Völkermordfrage hat schon bisher nicht funktioniert. Er wolle auf die armenische Diaspora in Frankreich und anderswo auf der Welt zugehen, kündigte Davutoglu an und spricht von einem "gerechten Erinnern", einer Art kollektiver Besinnung aller Nachfahren von religiösen und ethnischen Gemeinschaften im Osmanischen Reich auf gemeinsam erfahrene Gewalttaten und Vertreibungen. Das wäre zumindest ein Versuch der Türkei, mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen, den Frankreichs Präsident unterstützen könnte.
"Ich bin das Haar in seinem Hintern", bekannte eine Anhängerin des türkischen Premiers. Eine verblüffende Parallele zu Helmut Qualtinger
Parkbesetzer raus, Touristen raus, freie Bahn für die Polizei. Rechtzeitig zur Massenkundgebung für seine Parteianhänger hat der türkische Regierungschef Erdogan den Gezi-Park räumen lassen. Istanbuls Ausgehviertel wurden zur Kriegszone.
Parkbesetzer raus, Touristen raus, freie Bahn für die Polizei: Rechtzeitig zur Massenkundgebung für seine Parteianhänger hat der türkische Regierungschef Erdogan den Gezi-Park räumen lassen. Istanbuls Ausgehviertel wurden zur Kriegszone
Die Protestbewegung im Istanbuler Park wollte bleiben. Ihre Forderungen sind nicht erfüllt worden, argumentiert sie. Doch Samstagabend greift die Polizei an. Am Tag 18 endet die Besetzung.
Das war dann auch dem türkischen Europaminister zu viel: Egemen Bagis intervenierte bei der Polizei und holte zwei Erasmus-Studenten aus dem Gefängnis. Die saßen dort seit Tagen als "ausländische Agitatoren" der Taksim-Protestbewegung
Demonstrationen gibt es in jeder großen Stadt, sagt der türkische Europaminister. Polizeieinsätze auch. Die landesweite Protestbewegung gegen den autoritären Stil von Regierungschef Erdogan einmal aus der Normalisierungsperspektive.
Die Nachrichtensender in der Türkei berichten nur eingeschränkt über die Protestbewegung in Istanbul und anderen Städten. Die offensichtliche Hörigkeit gegenüber der Regierung finden auch AKP-Wähler befremdlich
Der neue Alkoholbann der frommen türkischen Regierungspartei AKP ist eher Kosmetik für die Wähler. Wer will, kann bis 21.59 Uhr immer noch Bier und Raki im Laden kaufen
Wolen Siderow, der Führer der Rechtsextremen in Bulgarien, schwingt sich zum Schiedsrichter über die kommende Koalition von Sozialisten und der Partei der türkischstämmigen Bulgaren im Parlament auf. Dort regiert das politische Patt.
Dubiose Unternehmergruppen, eine Selbstverbrennung und ein Rücktritt. Der bulgarische Politiologen und Umweltaktivisten Nikolai Marinow zeichnet vor den Wahlen ein düsteres Bild seiner Heimatstadt Varna.
Was sagt eigentlich der "große" Atatürk zum Armenierthema?
"These left-overs from the former Young Turk Party, who should have been made to account for the millions of our Christian subjects who were ruthlessly driven en masse, from their homes and massacred, have been restive under the Republican rule ... They have hitherto lived on plunder, robbery and bribery and become inimical to any idea, or suggestion to enlist in useful labor and earn their living by the honest sweat of their brow ... "
1926 im Interview mit dem L.A. Examiner.
Bei der Auseinandersetzung zwischen Frankreich und Algerien handelt es sich um einen Kolonialkrieg, wobei auf der Seite Frankreichs zahlreiche algerische Soldaten kämpften.
Laut Standard vom 13.03.2012 hätten die Algerier 400.000 und die Franzosen 35.000 Opfer gehabt.
In der Völkermordforschung zB. Goldhagen wird der Völkermord an den Armeniern schlüssig als Genocid dargestellt.
Daher auch zwei paar Schuhe......capito!
Im Gegensatz zu der unbewiesenen These von einem Völkermord an den Armeniern folgt der französiche dem Muster des Völkermordes an den Juden. Konzentrationslager für die Massenhinrichtungen und Kalköfen für die Spurenverwischung. Die Franzosen haben Raum für die französischen Siedler schaffen wollen. Auch da folgen sie einem altbekannten typischem Muster. Die Absicht und die Beweiskette ist schlüssig.
Goldhagen oder Grünkragen können im Gegensatz dazu erzählen was sie wollen. Was schlüssiges werden sie dabei nicht erzählen können. Besonders, da sie beim ersten Beweisantritt ihrer Behauptungen die Grundpfeiler ihrer Argumentation nicht vertreten könnten. Die Meisten sind faktisch schon anerkannt als Fälschung enttarnt....
Gelten tun in der Regel immer nur die Verbrechen der Anderen, dies ist auch aus ihrer Argumentation erkennbar.
Schon einmal von Wolfgang Gust gehört.....dort sind die angeblich erfundenen Dokumente der europäischen Diplomaten über den Völkermord an den Armeniern schlüssig angeführt!
So weit polemisch will ich zwar fast nie werden aber anders ist euch dass was ihr manchmal erzählt kaum zu vermitteln....
Sie vertreten die offizielle Staatsmeinung der Türkei als "braver" Türke!
Orhan Pamuk hat sich dazu eben anders geäußert und musste das Weite suchen, weil er Todesdrohungen erhalten hat.
Es ist daher nicht nötig sich auf "Außerirdische" zu beziehen oder auch den von ihnen noch nie gehörten Namen des Goldhagen mit "Grünkragen" anzuführen. Sie zeigen mit dieser Argumentation auf, dass sie auf wackeligen Beinen stehen!
Also sollten sie Ihre Armenische Propaganda Literatur einfach kritisch lesen. Hinterfragen sie alles und lassen sie sich die Beweise vorlegen....dann können sie mir diese Beweise vorlegen.
Oder sie legen irgendein Gerichtsurteil vor, wo beide Seiten die Möglichkeit hatten Ihre Beweise und Gegenbeweise vorzulegen und überprüfen zu lassen.
Sehen sie wenigstens jetzt die Problematik.
Dagegen liegen die Beweise gegen Frankreich eindeutig vor. Wollen sie dass ich jetzt Youtube Verlinkungen für sie suchen. Können doch mal selber suchen und anschauen was da abgelaufen ist...schrecklich und dass in der Nachkriegszeit.
Immerhin wurde in Österreich noch die Kurve gekratzt. Die Türkei hat eben keine Vergangenheit, weil die Verbrechen unter dem jungtürkischen Regime im osmanischen Reich tot geschwiegen werden.
Deshalb musste auch Hrant Dink sterben und wurde dafür die Türkei vom Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg verurteilt. In diesem Politsystem ist irgendwo der Wurm drinnen. Verwiesen wird auf das unbewältigte Kurdenproblem.
Die unbewältigte Vergangenheit wiederholt sich in der Regel!
Russland und die Türkei sind jene Länder die am häufigsten vom Menschenrechtsgerichtshof verurteilt werden.........
Ich glaube die einzigen, die die Vergangenheit noch nicht bewältigen können sind diejenigen, die versuchen einen französichen Völkermord zu leugnen und einen türkischen konstruieren wollen.
Es ist einfach nicht mehr möglich die Türken auch nur im geringsten von irgendetwas zu überzeugen was schon als Lüge aufgeflogen ist.
Früher konnte ich noch sagen," ich kann nicht sagen was damals passiert ist. Nur nach dem heutigem Kenntnisstand ist es ein gegenseitiges massakrieren von Türken und Armeniern gewesen. "
Nur nach den ganzen Propagandaversuchen der armenischen Diaspora mit zum Teil grotesken Beweisen kann ich wohl sagen es war wohl eher ein völkermordversuch der Armenier an den Türken, das nach hinten losgegangen ist...
Wichtig sollte für einen Türken dabei vor allem eins sein.
Bosnien Herzogowina: Die Mörder haben beim Morden die Opfer als Türken bezeichnet.
Armenier an Aserbajanern: Es sollten wieder am liebsten Türken sein die sterben sollten.
In beiden Fällen war die EU rege beteiligt. Insbesondere hat Frankreich sowohl Serbien als auch Armenien oder Armenier unterstützt beim Völkermorden.
Und da die EU dabei Ihren Völkermordkandidaten in Schutz genomme hat ist sie Mittäter durch Unterlassen.
Die Türken brauchen für Ihr überleben definitiv eine Nukleare Option. Denn so langsam dürfte jedem Türken aufgefallen sein was gespielt wird...siehe auch Pkk Unterstützung in der Eu in dem Rahmen....
In ersten weltkrieg unterstützte man die armenier gegen die Türkei u. heute ist es nicht anders,also ein zusammen kommen mit wiederwillen der beiden staaten.
Da ändert auch nicht die politik von Hollande.
Denn die Beziehungen waren auch im 17. Jhd. nicht "für immer" Eitel Freude und Sonnenschein obwohl man in Frankreich damals die Belagerung von Wien bejubelte (Erzfeind Habsburg) und alles mögliche tat, damit Sobieski kein Entsatzheer kommandierte.
Später bewunderte die Hohe Pforte die frz. Revolution, da sie annahm, dass jetzt den Ungläubigen endgültig der Garaus gemacht wurde. Erst später kam man in Istanbul dahinter, dass die Revolutionäre gegen jede Religion waren, nicht nur gegen die Katholische.
Das war nicht gegen die Türkei, sondern das Osmanische Reich. Bis zum Ersten Weltkrieg waren die Franzosen mit dem jahrhundertelang verbündet, ab dem 19. Jahrhundert sogar eines seiner Stützpfeiler gegen die Russen.
Übrigens hat der Sultan 1914 in seiner Eigenschaft als Kalif die muslimischen Untertanen der Entente-Mächte zum Jihad aufgerufen.....aber ich nehme an, der durfte das?
Und genau darauf wollte ich hinaus: Aufhetzung der Untertanen des Feindes - dasselbe hatte der User Halbmond den Franzosen gegen die Armenier vorgeworfen, die als deren "Beschützer" aber erst nach dem 1.WK auftraten (vorher war es das zaristische Russland, die Bolschewiken liessen dann die Armenier aufgrund dieser guten Beziehung sofort fallen).
@Halbmond: Die Armeniergräuel gehören noch zum Osmanischen Reich - die Türken werden sich deswegen dafür rechtfertigen müssen, weil sie das OR so gerne glorifizieren und sich dazu bekennen. Und man kann sich eben nicht nur einfach die Zuckerl rauspicken.
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