Stronach kündigt Offenlegung seiner Finanzen an

18. August 2012, 19:47

Vorwurf der Steuerflucht zurückgewiesen - "Um die zwei Millionen" Steuer in Österreich

Wien - Frank Stronach kündigt eine Offenlegung seiner Finanzen an und weist den Vorwurf der Steuerflucht zurück. In einem Interview für die Sonntag-Ausgabe der "Kronen-Zeitung" stellt der Milliardär in Aussicht, dass er im Wahlkampf seine Finanzen auf den Tisch legen werde, "weil ich in ein ruhiges Gewissen habe". Gleichzeitig fordert er auch alle anderen Politiker dazu auf. Es müsse "für alle gelten".

Zu seinem Wohnsitz in der Schweiz und dass er dort nicht einmal sieben Prozent Steuern zahlt stellt Stronach fest: "Ich zahle Steuern in Österreich, vielleicht mehr als Raiffeisen. Die Hauptsteuer zahle ich in Kanada. In der Schweiz habe ich ein Büro, weil ich nicht sicher war, von wo aus ich arbeiten werde, als ich wieder nach Europa zurückgekommen bin. Ich habe auch eine Wohnung genommen, ich bin ganz selten dort, fast nie, zahle deshalb nur wenig Steuer. Ich habe dort aber kein Geld gelagert." Steuertechnisch sei sein Hauptwohnsitz in Österreich. Einkommenssteuer zahle er in Österreich "um die zwei Millionen" Euro. "Genau wissen das meine Leute im Finanzbereich."

Obwohl er erst Ende September den Namen seiner geplanten Partei bekannt geben will hat er schon Ideen dafür: "Team Stronach" vielleicht oder "Stronach für Österreich". "Ich will mich nicht profilieren, ich brauche das nicht. Aber die Bewegung braucht es vielleicht."

Nach einer in der Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung "Österreich" veröffentlichten Gallup-Umfrage (Sample 400) könnte Stronach mit seiner Partei derzeit mit acht Prozent der Stimmen rechnen. (APA, 18.8.2012)

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mehr steuern als die raiffeisen zahlt in österreich bald einer

(Steuer)flucht nach vorn!

Wenn der F.S. schlau wäre, würde er das Thema gleich für seinen Wahlkampf nützen: "Da in Österreich die Steuern so hoch sind, bin ich gezwungen, quasi aus Notwehr mein Geld in der Schweiz zu parken. Wenn ich gewählt werde, so werde ich die Steuern senken, damit so etwas in Zukunft nicht mehr notwendig sein wird!"
Klingt doch nicht schlecht - oder? Ob er's dann wirklich umsetzt, ist dabei nicht so wichtig. Mit der Lügerei wäre er ja in bester (Wahlkampf)-Gesellschaft.

wenn er sein Vermögen offen legen will

...das man auch als glaubhaft benennen kann, dann müsste er zuvor einmal das Bankgeheimnis anschaffen!!

Mit diesem "Geheimnis" fangen alle Betrügereien an - dienst nur Spekulanten und Bankstern um Geld von der Steuer vorbei zu schwindeln!

..kündigt offenlegung seiner finanzen an und lässt der jugend den vortritt,die er wertfrei unterstützt.

in seiner polit-akademie werden freie geister in politik geschult,kreatives denken wird besonders gefördert.
geschichte ist ab sofort ein hauptfach,denn die soll ja geschrieben werden...

danke frank.franzi.vorsicht stufe..

Ich zahle Steuern in Österreich, vielleicht mehr als Raiffeisen

soll heißen: vielleicht aber auch nicht. und das wird's wohl sein. frank, bis jetzt war's noch ein bisserl lustig, aber das jetzt?

"vielleicht mehr als Raiffeisen" - heißt eigentlich nur, dass er nicht viel zahlt, da Raiffeisen ja bekanntlich die satten Gewinne ausgezeichnet steuerschonend kaschiert.

da Raiffeisen ja bekanntlich die satten Gewinne ausgezeichnet steuerschonend kaschiert.

sie schreiben "bekanntlich" - ich bin etwas überrascht, ich habe davon noch nicht gehört und ich glaubte, halbwegs informiert zu sein. können sie eine quelle nennen?

bitte sehr für sie zum nachlesen

http://www.zeit.de/2010/35/A... chwarzbuch

danke. erschreckend und über die dimension bauernschläue weit hinaus gehend. aber andererseits lieferte die rzb zumindest in absoluten zahlen durchaus etwas ab. vermutlich auch alles eine frage der betrachtungsweise, was bei der verschachtelung des sektors nicht ganz einfach ist.

aber alleine an dienstgeberabgaben zahlen die weit mehr, als frank jemals an vermögen in österreich hatte, geschweige denn steuern zahlte - ich meine, keine allzu kühne behauptung?

hat voriges jahr mal im kurier einen artikel darüber gegeben

"Im Vorkrisenjahr 2007 lieferten die Großbanken durchschnittlich lediglich sieben Prozent ihrer Gewinne an den Fiskus ab. Der Geldsektor von Raiffeisen (Raiffeisenzentralbank und Raiffeisen Landesbanken) musste überhaupt nur ein Prozent der Gewinne an den Staat abliefern. Die Sonderstellung der Banken wird durch die Gruppenbesteuerung ermöglicht; sie erlaubt es, Abschreibungen (Investitionen und Verluste), die aus dem Ausland stammen, im Inland geltend zu machen. " In anderen Worten haben die ehrlichen Steuerzahler die Ostexpansion von Raiffeisen, Erste & Co. finanziert

Die RZB hat laut Geschäftsbericht 2011 einen Ertragssteueraufwand von 364 Mio EUR (ohne latente Steuern).

also wir reden hier von der gruppenbesteuerung (erfindung schüssel/grasser, danke noch einmal) und die gibt's für alle, nicht nur den raiffeisensektor oder nru für banken. da wird nichts kaschiert, sondern rahmenbedingungen ausgenützt, das ist ja legitim, oder?

auch im kurier finden sie einen artikel, dass die rzb alleine 2011 520 millionen an steuern abgeführt hat.

Frank, jetzt bist du dran.

das banken im schnitt geringere steuern zahlen

als normale firmen ist erwiesen (gibt auch eine ak-studie darüber)... kein normaler unternehmer, der nur in österreich tätig ist, kann von derartigen steuerquoten auch nur träumen... und letztes jahr war ein sonderfall, ein jahr davor zahlte die rzb nur 200 mio. euro steuern...

200 mio. reichen aber auch, um onkel frank zu toppen, und darum geht's zumindest mir.

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Unser Austrokanadier Franz Strohsack.
Die Zukunft scheint mittelfristig-) gesichert.

Gründet endlich eine Bewegung links der SPÖ

Grundsätzlich gefällt mir das Engagement von Stronach als kritischer Staatsbürger. Würden alle Bürger nach den jüngst bekannt gewordenen Ereignissen rund um die ÖVP auf Bundesebene mit zahlreichen verdächtigten Nehmern, Korruptionisten der Schüssel-Ära sowie den Freiheitlichen in Kärnten, nur ansatzweise ebenso kritisch agieren, müsste jede Woche der Ballhausplatz voll Demonstarnten sein. Doch nichts rührt sich, nicht einmal auf das fragwürdige, jüngst beschlossene Anti-Korruptionsgesetz der Parteien, das Kontrolle zur Farce verkommen lässt.
Wenn ich auch dieser Stronach-Bewegung wenig Chancen einräume, so gefällt mir der kritische Geist der dahinter steckt. Ich würde mir endlich eine Partei links der SPÖ wünschen, rechte gibts genug.

der würde auch nackt über die kärntner strasse laufen nur damit er in der öffentlichkeit steht

Sie meinen den Lugner, oder?

ich bin auch für eine offenlegung der finanzierung aller parteien und deren "spitzenköpfe"...

Geplanter Name "Team Stronach" vielleicht oder "Stronach für Österreich". "Ich will mich nicht profilieren, ich brauche das nicht. Aber die Bewegung braucht es vielleicht."

Ich liebe seine Bescheidenheit.
Da wird er sich hier sichtlich wohlfühlen :)

bin gespannt

suf die 183-tage-regelung wenn es um erfüllung der teilnahme an plenarsitzungen geht

Das schweizer Steuersystem

muß ein ausgeklügeltes sein, dort zahlt man Steuern abhängig davon wieviel Zeit man im Land verbringt.

So auf die Art: In der Zeit in der ich ein Land nicht abnutze, brauche ich nicht zahlen...

Also waren die bisherigen, ständig wiederholten, Dreckwerfereien

nichts als verleumderische Panikreaktionen diverser
Parteianhänger.
Wenns stimmt.
js

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