Greenpeace fordert sofortiges E10-Verbot in Deutschland

18. August 2012, 09:29

Umweltverbände unterstützen deutschen Entwicklungsminister bei seiner Forderung nach einer Abschaffung des Biosprits

Berlin - Die Umweltorganisation Greenpeace fordert wegen der hohen Getreidepreise ein sofortiges Aus für den Biosprit E10 in Deutschland. "Angesichts der weltweiten Getreideknappheit macht so ein Schritt Sinn", sagte Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist für einen E10-Stopp.

Hofstetter betonte, in Deutschland werde jährlich aus etwa 1,5 Millionen Tonnen Getreide Ethanol hergestellt. Zusätzlich importiere Deutschland rund die Hälfte des eingesetzten Ethanols aus dem Ausland. "Insofern entlastet tatsächlich ein E10-Verbot den Getreidemarkt", sagte Hofstetter. Die Diskussion über einen E10-Stopp war von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ausgelöst worden.

Hofstetter betonte, ein E10-Stopp könne richtungsweisend auch für andere Länder mit Ethanolerzeugung sein, allein in den USA würden 40 Prozent der Maisproduktion im Tank landen. "Wir haben es beim Getreide mit einem vollständig globalisierten Markt zu tun."

Vorräte werden weniger

Die Vorräte an Getreide seien laut Weltgetreiderat in den vergangenen Jahren drastisch geschmolzen, von 175 Millionen Tonnen 2010 auf aktuell nur noch etwa 100 Millionen Tonnen. "Weltweit aber werden inzwischen 150 Millionen Tonnen Getreide jährlich zu Ethanol verarbeitet." Gäbe es also die Ethanolerzeugung nicht, wären die Getreidelager sehr gut gefüllt und es gäbe keine Knappheit.

Das Hauptproblem in Deutschland sei die Beimischungsregelung. "Die Kraftstoffproduzenten müssen hohe Strafabgaben zahlen, wenn sie die staatlich vorgegebenen Biokraftstoffquoten nicht erreichen und machen daher sogar an den Tankstellen E10 billiger als Normalbenzin, obwohl sie Agrosprit beim Einkauf viel mehr kostet als fossiler Kraftstoff", sagte der Greenpeace-Experte. "Das ist ein Irrsinn, den die Autofahrer über insgesamt höhere Preise zahlen müssen."

Greenpeace nennt Alternativen

Als Alternative zum Biosprit fordert Greenpeace strengere CO2-Grenzwerte und sparsamere Autos. "Technisch ist es heute doch längst möglich, den Spritverbrauch drastisch zu senken. Allein es fehlt an der Umsetzung bei der Autoindustrie", kritisierte Hofstetter. Gerade deutsche Autobauer setzten immer noch auf viel zu schwere, übermotorisierte Modelle.

"Daher muss jetzt die EU endlich scharfe Grenzwerte für den Flottenverbrauch vorschreiben. Und dass es in Deutschland immer noch kein vernünftiges Tempolimit gibt, ist natürlich auch ein Ding aus dem Tollhaus und der Lobbyarbeit der Autoindustrie zu verdanken", betonte der Greenpeace-Experte. (APA, 18.8.2012)

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15 Postings
Weck mit dem E10 ...

... schließlich wollen wir ja mit billigen Getreide verhindern, dass die Entwicklungsländern eine eigene konkurenzfähige Landwirtschaft aufbauen.

Zum Wecken hätte ich lieber einen Wecker, sogar ein Kübel Wasser ist sicher angenhmer als E10...

Deutschland hat ein vernünftiges Tempolimit!

Es ist einfach vernünftig, auf gut ausgebauten Autobahnen KEIN Limit zu haben.

Hey Leute, lasst uns Lebensmittel tanken!

Beste Idee oder besteste Idee?

Ist ja alles schön und gut mit dem Biodiesel aber irgendwie haben die vergessen aus welchem Zeug das gemacht wird...

Danke ...

... und E5 auch gleich mit einstampfen.

Na ob das Geld in die Kassen des Spenden-Mulitis spült ?

Schon ungewöhnlich.

Greenpeace springt auf den fahrenden Zug auf. Und der Lokführer heißt seltsamerweise FDP.

Ungewöhnlich ist auch der Verursacher des Problems.

http://tinyurl.com/cdvhyp6

Na ja!

Seit 2005 ist einige Zeit vergangen und die CDU hat diese Idee bereitwillig aufgegriffen um ihre Klientel zu bedienen!

Also wer hat jetzt das Problem verursacht?

In Deutschland haben Rot-Grün die Beimischungspflicht eingeführt, nicht die CDU.

Im Übrigen ist es billig, als Opposition etwas zu fordern, und wenn die Regierung es dann umsetzt und die Sache schiefgeht der Regierung die Schuld zu geben.

Als unsere Grünen noch ganz begeistert waren, vom Rapsöldiesel, vom "Energiekorn" (Weizen, gezüchtet um ihn zu verheizen) haben Menschenrechtsorganisiationen, die Kirche, die Caritas und viele andere davor gewarnt, welch katastrophale Folgen es haben wird, wenn beginnen, Lebensmittel in den Tank zu füllen, um einer prognostizierten Klimaerwärmung zu entgehen.

"Oba hoazn damma Woazn und de Ruabn und den Gugaruz und waun ma laung so weiterhoazn brennt da Huat!" singt Hubert von Goisern.

Jetzt brennt er, "da Huat"!
Ein bisserl "Mea culpa" der Grünen wäre durchaus angebracht.

Rot Grün soll die Beimischungspflicht in Deutschland eingeführt haben?

Das ist schlicht und einfach falsch!

Rot schwarz hat diesen Unfug eingeführt!

Schauen Sie einmal wann rot grün regiert hat!

http://de.wikipedia.org/wiki/Rot-... eutschland

"Oba hoazn damma Woazn und de Ruabn und den Gugaruz

Ich mochte den Hubert von Goisern mal...aber mit seinen neuen Hits da singt er als wäre er besoffen.
Duad ma leid, aber dees geprummel muas ma need versthe oder...das schreibt einer aus dem LK TS

Tja, klassischer Schuß nach hinten.

Aus für den Biosprit E10 in Deutschland.

der Sprit hätte nie eingeführt werden dürfen. Aber was die meisten nicht erwähnen...nicht allein wegen dem Benzi werden Lebensmittel teurer..Bei uns in Bayern sind es hauptsächlich die BIOGAß Anlagen, die so dramatische ausmase annimmt. Nahrungmittelproduzenten können nicht mehr die pacht zahlen was besitzter für Biogaß anlagen zahlen....Das kommt alles von der depperten Energiewende. Die habe doch alle nen Vogel. Wenn ich mehr Geld bekomme wenn ich Strom Produziere als wenn ich Kartoffeln anbaue...Unglaublich sowas und im vereinten Europa das die Solidarität fordert von uns deutschen, werden dafür dann 10 neue AKW S gebaut rund herum um deutschland.

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