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Es ist unmöglich, in diesem Rahmen alle Ämter und Würden aufzuzählen, die Lakhdar Brahimi - für den sich kein besserer Begriff als Troubleshooter in internationalen Angelegenheiten finden lässt - im Laufe seines langen Lebens angehäuft hat. Nun wird der 78-jährige Algerier, der in Paris lebt, noch einmal aktiviert und soll dem glücklosen Kofi Annan als Uno-Emissär für Syrien nachfolgen.
Allerdings wird sein Mandat und vielleicht auch sein Titel neu formuliert; und welches Verhältnis er zur Arabischen Liga hat, die Annan - theoretisch - auch vertrat, ist noch unklar. Brahimi legt nicht nur Wert auf Nähe zum Uno-Generalsekretariat, sondern auch darauf, dass der Sicherheitsrat wirklich hinter ihm steht. Zweifel gibt es nicht nur daran, was Russland und China wirklich wollen. Brahimi weiß, dass er bei einigen Leuten in Washington nicht sonderlich beliebt ist.
Das traf auf alle Fälle auf die von den Demokraten Anfang 2009 abgelöste republikanische US-Regierung zu. Brahimi, der nach 2001 hintereinander sowohl in Afghanistan als auch im Irak Uno-Sondergesandter war, hat nach seiner Pensionierung im Jahr 2005 nie mit seiner Meinung über die US-Interventionen hinterm Berg gehalten, so auch nicht in einem Standard-Interview im Vorjahr anlässlich des zehnten Jahrestags von 9/11: Afghanistan sei ein bloßer Rachefeldzug der Amerikaner gewesen, und Irak - das wisse er bis heute nicht genau, was die USA da angetrieben habe.
Auch an der Nahost-Politik von Barack Obama hat sich Brahimi schon gerieben: Als Mitglied der "Elders" - nur einer der zahlreichen Räte und Thinktanks, denen er angehört - kritisierte er die US-Blockade einer Aufnahme Palästinas in die Uno. Vielleicht hat er durch seine starken Positionen zu Palästina ja einen besseren Zugang zum syrischen Regime.
Der Jurist und Politikwissenschafter begann seine Karriere im diplomatischen Dienst Algeriens, während des heraufziehenden Bürgerkriegs 1991 bis 1993 war er Außenminister. Danach ging er im Dienst der Uno in die multilaterale Diplomatie, wo er zahlreiche Konflikte bearbeitete. Sein Name ist im "Brahimi-Report" über die Zukunft der Uno-Friedensoperationen von 2001 verewigt.
Brahimi ist Vater von vier Kindern - und mittlerweile Großvater, auch von zwei kleinen Prinzenkindern: Tochter Rym, eine ehemalige CNN-Reporterin, heiratete 2004 ins jordanische Königshaus ein. (Gudrun Harrer, DER STANDARD, 18.8.2012)
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ALs im Dezember 2007 mindestens 10 UN Angestellte in Algier vonTerroristen in die Luft gesprengte wurden, war Brahimi der Leiter der Untersuchungskommission. Nur er fand die Zustimmung der Algerische Regierung. Aus gutem Grund. Es gelang him zu vertuschen, dass die Regierung in Algier jahrelang die Bedrohung der UNO durch Terroristen heruntergespielt und Bitten der UN auf bessere Bewachung ignoriert hatte.
Was für ein Troubleshooter, der sich der schmutzigen Politik fügt? Und was für ein UN Generalsekretär, der hier nicht nur zusieht, sondern mitspielt?
Ignoriert hatte,
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