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Das Urteil im Fall Pussy Riot ist gefallen. Wie erwartet, hat das Gericht die Angeklagten für schuldig befunden. Sicherheitskräfte hatten das Gebäude schon Stunden zuvor weiträumig abgesperrt. Die Proteste gegen das Urteil konnten sie nicht verhindern. Hunderte Menschen demonstrierten im Moskauer Zentrum gegen den Schuldspruch. Dabei sind viele Demonstranten nicht aus Sympathie mit den Angeklagten gekommen, deren Aktion in einer Kirche bei den Russen nicht auf Gegenliebe stieß.
Eigentliches Motiv ist der Protest gegen fehlende Rechtsstaatlichkeit, zu deren Symbol der Prozess in Russland geworden ist. Und das ist eine Niederlage für Präsident Wladimir Putin. Einst hatte er die "Diktatur des Gesetzes" versprochen, nun gilt er als derjenige, der persönlich das Urteil im Pussy-Riot-Prozess gesprochen hat. Dass er hinter der strafrechtlichen Verfolgung der Gruppe steht, wurde spätestens klar, als er kurz vor den Plädoyers eine "nicht zu harte Strafe" forderte und erklärte, die Frauen hätten "ihre Lektion gelernt". Der Staatsanwalt sah daraufhin pflichtbewusst von der Höchststrafe ab.
Der Protest gegen das diktierte Urteil geht vor allem von gebildeten und jungen Menschen aus, also den Menschen, die Putin für die Modernisierung des Landes braucht. Diese Schicht verliert Putin mehr und mehr. Es ist kein Zufall, dass der Kremlchef zum Prozessausgang in Umfragen erstmals weniger als die Hälfte der Russen hinter sich hat. (André Ballin, DER STANDARD, 18.8.2012)
Die Kremlpartei versucht sich mit Macht von ihrem schlechten Image als Ansammlung von "Gaunern und Dieben" zu befreien
Was in all dem Trubel untergeht: Wer,was und wofür steht eigentlich Pussy riot? Allen Anschein nach eine der üblichen Politclown Truppen, die halt nur effekthaschende Performances abliefern um in die Presse zu kommen.Man stelle sich eine solche Gruppe bei uns vor; "Mösen Aufruhr" in der Kirche.Oder "Fut Streit" am Stephansplatz.Würde bei uns auch jeder/jede auslachen und nicht ernst nehmen.
Ich kann ihnen weiterhelfen
http://www.faz.net/aktuell/p... 67761.html
Auslachen oder nicht ernst nehmen ist halt grundlegend was anderes als Politjustiz mit 2 Jahren Arbeitslager.
Also sind solche Aktionen, die bei uns lächerlich wirken würden, wichtig für die Demokratie. Eine Justiz die politische Urteile fällt, gibt es ja sonst eher nur in so Bananenstaaten wie Somalia, Aserbeidschan oder Österreich. Und diese Zustände wünsche ich wirklich niemandem!
Wie im Bericht korrekt beschrieben, es geht um die fehlende Rechtsstaatlichkeit. Mag sein, dass man die "Mösen Aufruhr" auslachen würde, es hätte auch keiner ein Problem damit, wenn Herr Putin über Pussy Riot lacht. Das Problem ist das EMRK-widrige Rechtsverfahren.
wieso eigentlich fehlender Rechtsstaat? Die Damen wußten, worauf sie sich einlassen und haben gezielt provoziert und müssen nun die entsprechende Konsequenz tragen. Pinkeln sie einmal in Amrika auf die US-Fahne und schreien sie scheiß Obama und Scheiß Amerika - sie werden auch Probleme bekommen. Bei uns ist das Recht eben anders und das weiß jeder.
soll Polizist gebissen haben, packs nicht
schaut ja eher wie eine Entführung aus wie ihn die Polizei da in den Bus zerrt
Der Mann soll einen IQ von 185 - 190 haben
Der beißt wenn dann mit seiner Intelligenz
Die Machthaber in Russland sind schon @ngrennt
Putin versteht das sehr wohl.
Sein Problem ist: Er kann sich nicht umstellen. Sein ganzes System ist ein Macht und Polizeistaat, so tief in ihm und allen die ihn umgeben verwurzelt, dass es anders nicht mehr geht. Er hatte gar keine andere Wahl als so zu handeln, er hätte es nicht anders gekonnt ohne sich selbst die Beine unterm Leib wegzutreten.
Ich will Putin wahrlich nicht in Schutz nehmen, er ist nicht besser als seine Diktatorenfreunde im mittleren und nahen Osten...ich will nur erklären, warum ein so intelligenter Mann so offensichtlich unintelligent handelt.
Putin ist Kapitän des sinkenden Schiffes das sein System darstellt, und er hat sich selbst am Steuerrad festgekettet.
wer allerdings das russische tempo der veränderung kennt, weiss auch, dass das sinkende schiff wohl noch ein paar jahrzehnte braucht, bis es unter der wasseroberfläche verschwunden ist. ich schätze, das weiss putin auch und darauf setzt er.
wenn wir irgendwann mal russland objektiv betrachten wollen, müssen wir lernen, tendenzen nicht von unserer wahrnehmung sondern von der russischen abzuleiten.
dass Menschen die nach rechtsstaatlichkeit in Russland rufen , dann verlangen dass die Exekutive der Judikative vorschreiben soll,was zu tun sei.
Mag ja schon sein,dass das in Russland vorkommt - nur sollte man derartiges nicht forder,wenn man nach Rechtsstaatlichkeit ruft.- oder man hat den Begriff Rechtsstaatlichkeit nicht verstanden ??
Alt aber gut (und leicht aktualisiert):
Treffen sich ein Ami und ein Russe.
Der Ami: Ich bin ein freier Bürger in einem freien Land. Ich kann überall in Washington singen: "Zur Hölle mit Barack Obama". ohne von Polizei und Justiz in ein Straflager gesteckt zu werden.
Der Russe: Auch ich bin ein freier Bürger in einem freien Land. Ich kann überall in Moskau singen: "Zur Hölle mit Barack Obama" ohne von Polizei und Justiz in ein Straflager gesteckt zu werden.
die Staatsanwaltschaft hat 3 von 7 Jahren gefordert.7 Jahre hat die Staatsanwaltschaft nie gefordert.
Putin wird so Gewäsch nie kümmern, auch wenn sich Ashton die Häkelhaube aufsetzt, die eigenartigerweise keine Worte über die Verschleppungs Assanges über die Lippen brachte.
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