Wie Manager ihren Leuten das Engagement abgewöhnen

Karin Bauer, 17. August 2012, 17:13

Wie ein Kriminalbeamter, der mehr Morde begeht als aufklärt: Managementdenker Gary Hamel ist in seinem neuen Buch dramatisch und empfiehlt, dass wir endlich zornig werden sollen mit Managern und Managementsystemen, die das Feuer des Engagements der Mitarbeiter mehr dämpften als entfachen. ("What Matters Now. How to Win in a World of Rentless Change, Ferocious Competition and Unstoppable Innovation", John Wiley & Sons 2012). Er bezieht sich auf globale Umfragen mit deckungsgleichen Ergebnissen: Nur ein Fünftel der Belegschaften sind wirklich engagiert, wobei aber fast 90 Prozent ihren Job ganz okay finden oder ihn sogar mögen.

Kein Zweifel für Hamel, dass Manager ihren Leuten das Engagement abgewöhnen (durch Ignoranz, Gleichgültigkeit oder Impotenz). Das, obwohl bewiesen ist, dass engagierte Teams wirtschaftlich nachhaltig viel besser abschneiden - so weit auch das handfeste betriebswirtschaftliche Argument. Dort, wo die Leute nicht wirklich wollen, seien nicht die miesen Jobs schuld, sondern das Management. Weil es persönliches Wachstum verhindere, Werte nicht lebe und die Mission des Unternehmens nicht klar sei. (Karin Bauer, STANDARD, 18./19.8.2012)

Kommentar posten
24 Postings
"Großer blinder Fleck" wie bezeichnend für diesen Artikel ...

durch impotenz?
ich finde, das ist privatsache von managerInnen.

Das Wort Impotenz kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Unfähigkeit.

eine frage,

was ist los mit diesem standard online?
hat ein einfaches post, das zum artikel stellung nimmt , weder ausfallend noch gemein ist , soviel sprengkraft , dass es nicht gebracht wird? oder gehts da um was anderes?

ich mein , wenn sie es öffentlich machen , dass von bestimmten postern stellungnahmen unerwünscht sind und dies begründen , hab ich kein problem damit.
aber was hier unter der hand so verschwindet is irgendwie nicht normal

ich glaube an das prinzip der zufälligen bestrafung, das hier angewendet wird.
so erhält man als medium emotionsgeladene user.

ich glaube eher an das selektive system

das hier angewendet wird , so erhält man ein "unabhängiges" medium

dass wir endlich zornig werden sollen mit Managern und Managementsystemen

jetzt nicht wirklich eine neue erkenntniss,
aber die realität läßt sich schon , was ja auch die schreiberin bestätigt , mit: "wenn sich 2 streiten freut sich der dritte" , umschreiben.

also arschbacken zusammen kneifen , weiter machen und auf den burnout warten , alles für die firma? , für meine zukunft? , für die kinder? keine ahnung , aber tatsache is des system wird von "oben" gesteuert und dort sitzen nicht nur manager mit mehr oder weniger einfluß

es herrscht halt immer noch vielfach das prinzip:

so lange einer in seinem job gut ist, wird er befördert.

man steigt also so lange die karriereleiter hoch, bis man in seinem job eben nicht mehr gut ist.

die logische konsequenz ist dann die überforderte führungskraft.

natürlich wissen intelligente und kompetente Manager das

und verhalten sich auch dem entsprechend, allerdings wird die Mehrzahl der Manager diesen Kriterien leider nicht gerecht, das sind dann diejenigen, die ihre Untergebenen schlecht behandeln aus persönlichen Motiven, um ihren aus Unintelligenz und Inkompetenz geschwächten Selbstwert dadurch aufzubauen, bzw es immer wieder vergeblich zu versuchen

"Kein Zweifel für Hamel, dass Manager ihren Leuten das Engagement abgewöhnen (durch Ignoranz, Gleichgültigkeit oder Impotenz)."

Vor allem durch Impotenz, dass ist das Schlimmste Mittel.

Wenn das Mitarbeiter mitbekommen sind diese vollkommen demotiviert und zu kaum etwas mehr zu gebrauchen ;-)

Ein netter kleiner "Freud'scher" anstelle von Inkompetenz? ;-)

@slo...

ja, aber lustig :-)

Keine Frage!!!! ;-)

ich denke nicht...

impotenz im sinne von "unvermögen/energielos" wäre vielleicht durchaus zutreffend. inkompetenz sehe ich dazu eher im sinne von "unwissen/unfähig".

beides zusammen ist vermutlich dann sogar das schlimmste. aber ob SO jemand in IRGEND einem unternehmen überleben kann?

fü mich persönlich das schlimmste ist wenn vorgesetzte keine vision und keine ziele vermitteln. die belegschaft fängt an nur noch das zu machen was eben auf sie zugetragen wird (chaos-management)
es möchte ja niemand gesagt bekommen in die falsche richtung energie investiert zu haben.
gleichzeitig kündigen deswegen auch viele innerlich weil ihre kreative energie ungenützt brach liegt.

ja. der fisch fängt IMMER von oben zu stinken an.

nur inkontinenz wäre schlimmer.

Die Nummer 1 ..

.. im Engagement-abgewöhen.

Einsatz und Überstunden durch ein "ja eh" vergüten.

Moneten, weil wer braucht das.

durch Ignoranz, Gleichgültigkeit oder Impotenz

Rofl wohl ehrt Inkompetenz ^^

Wer ist dieser Rofl?

Die Impotenz des Chefs soll schon so manche Sekretärin in die innere Immigration getrieben haben ....

Darf die Frau nur eine begrenzte Zahl an Zeichen liefern, oder warum hat der Artikel so einen geringen Umfang bzw. so wenig Substanz?

Zeilenhonorar, ist wahrscheinlich nimmer mehr drin

für eine Qualitätszeitung

zeilenhonorar ?

ja, aber das bezahlt der autor an die zeitung.

und was ist neu dran?

nix

darf's ein bissl mehr (substanz) sein?

ja, es darf!

Unnuetzer Artikel

Jetzt schau ich mir den Link an und was lese ich dann. Eine Werbeeinschaltung aber keinen Hinweis darauf was denn nun falsch gemacht wird und wie es besser geht.

Na ja selber Schuld was soll da auch drinn stehen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.