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In deutschen Großstädten (Bild: Hamburg) könnte es schon bald zu gravierender Wohnungsknappheit kommen. Insbesondere an Sozialwohnungen herrscht bereits jetzt Mangel.
In Deutschland wird mehr gebaut, billige Wohnungen werden dennoch immer knapper. Insbesondere die Bezieher niedriger Einkommen hätten zunehmend Probleme, bezahlbare Wohnungen zu finden, erklärte der Präsident des Deutschen Städtetages, der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am Freitag. "Die steigenden Mieten bringen vor allem Geringverdiener und einkommensschwache Familien in Schwierigkeiten".
Die deutschen Behörden erteilten im ersten Halbjahr 114.000 Genehmigungen für den Bau von Wohnungen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit. Mehr Zusagen gab es zuletzt in der ersten Jahreshälfte 2006. Das entspricht einem Plus von 5.400 oder 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. "Die positive Entwicklung bei den Genehmigungen im Wohnungsbau blieb damit erhalten, schwächte sich aber gegenüber dem Vorjahr ab", erklärte die Statistikbehörde. 2011 lag das Plus von Jänner bis Juni noch bei 27,9 Prozent.
Grund für den Boom ist billiges Baugeld. Auch die Angst vor Inflation und den Folgen der Euro-Krise treibt viele Deutsche dazu, ihr Geld in "Betongold" zu investieren. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) rechnet deshalb mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. "Die Rahmenbedingungen stimmen", sagte ZDB-Chefvolkswirt Andreas Geyer. "Nach einer langen Durststrecke wird der Wohnungsbau weiter wachsen, aber nicht mehr so stark wie 2011."
In einigen Bundesländern - darunter Bayern und die neuen Bundesländer mit Ausnahme von Berlin - sei die Zahl der Genehmigungen überdies schon wieder zurückgegangen.
Gerade in den unteren Mietpreissegmenten, wo vor allem in Ballungsgebieten ein hoher Bedarf bestehe, passiere derzeit zu wenig, kritisierte deshalb der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Der Bund müsse die Wohnraumförderung auch ab 2013 fortsetzen - in mindestens gleicher Höhe von 518 Mio. Euro pro Jahr, forderte GdW-Präsident Axel Gedaschko.
"In Zukunft wird es mehr und mehr Single-Haushalte geben, und die Altersarmut wird durch das sinkende Rentenniveau und fehlende Altersvorsorge zu einem immer größeren Problem", erklärte Gedaschko. Günstige Wohnungen würden daher immer wichtiger.
Ude zufolge steigen die Mieten insbesondere in den Großstädten. 2011 legten sie im Vergleich zum Vorjahr teilweise um 5 bis 10 Prozent zu. In diesem Jahr sei mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. In den fünf teuersten Städten müssen Mieter den Angaben zufolge inzwischen durchschnittlich 9 bis 12 Euro je Quadratmeter zahlen.
Der Bestand an Sozialwohnungen ist Ude zufolge seit 2002 dagegen um rund ein Drittel gesunken, obwohl die Zahl der Anspruchsberechtigten steigt. Die Städte seien jedoch nur mit Hilfe finanziell angemessener Wohnraumförderprogramme der Länder in der Lage, das Wohnen bezahlbar zu halten, erklärte Ude.
Zu einem ähnlichen Fazit kommen auch die Immobilienforscher der BulwienGesa AG, auf deren Daten sich auch die Bundesbank stützt. "Besonders die deutschen Großstädte brauchen mit ihrem starken Bevölkerungs- und Beschäftigtenzuwachs ganz dringend neue Wohnungen", sagte Andreas Schulten von BulwienGesa. Rund 40 Prozent der genehmigten Wohnungen lägen in den zehn größten Städten. Die gestiegenen Mieten und Preise für Eigentum machten es für Bauträger wieder attraktiv zu investieren.
Es gebe aber auch Risiken. "Was passiert, wenn einerseits ein Überangebot entsteht und andererseits eine schwächelnde Konjunktur die Nachfrage dämpft?", fragte Schulten. "Dann werden möglicherweise nicht alle jetzt geplanten Wohnungen verkauft oder vermietet." Darunter würden vor allem die vielen teuren Projekte und die an schlechteren Standorten leiden.
Bundesweit stiegen die Preise für Eigentumswohnungen zwischen 2003 und 2011 einer Studie des arbeitgebernahen IW-Instituts zufolge um rund 10,5 Prozent. Eine Überhitzung gebe es aber nicht. Die höheren Kosten seien vielmehr Ausdruck großer Nachfrage und ein Zeichen für die Attraktivität von Ballungsgebieten. "Bedenken, es könnte sich wie in den USA, Irland oder Spanien eine Preisblase bilden, sind unberechtigt", resümiert das IW. (Reuters/APA, 17.8.2012)
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und auch hier ist in den letzten 10 Jahren zu wenig getan worden.
Aber dass sie es geschafft haben, eine halbwegs breite Basis an gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften aufzustellen, die (zumindest angeblich) nicht gewinnorientiert gute Häuser aufstellen, das ist einfach eine super Sozialleistung. Das ist tiefrot und genau das, wofür die Sozialdemokratie erfunden wurde.
Daher: Wer in Wien blau wählt, ist verrückt und gefährlich für das Gemeinwohl.
Natürlich kann ich die Situation in Wien nicht beurteilen, dazu wohn ich zu weit entfernt.
Aber das mit den Genossenschaften ist absolut die richtige Vorgehensweise.
In unserer Stadt sind die Mieten in den Genossenschaftswohnungen wesentlich günstiger bei deutlich besserer Qualität
"Die durchschnittliche Quadratmetermiete liegt mit 5,75 Euro deutlich unter dem Mietspiegel von 7,29 Euro."
http://www.bauverein-breisgau.de/
während die Wohnungen hier zwar super sind, sind 90% aller Webseiten der Genossenschaften "unter aller ***".
Hier finden Sie übrigens die Wiener gemeinnützigen Bauvereinigungen:
http://www.gbv.at/Mitglied/... ndesland/W
Ja, genau so organisiert man eine Immo-Blase.
Schritt 1: Zuerst mit frei erfundenem Geld aus der Druckerpresse den Wert bestehender Immos in schwindelerregende Hoehen treiben.
Schritt 2: Dann damit den endlosen Bau neuer Immos anregen.
Schritt 3: Danach die Zinsen wieder erhoehen, um der "Blasenbildung" entgegen zu wirken. Bankrotte Bauunternehmen, zahlungsunfaehige Privatschuldner sorgen dann schon fuer zahlungsunfaehige Banken.
Schritt 4: Bauruinen bewundern und als neuerlichen Beweis fuer die Unfaehigkeit "des freien Marktes" bejammern.
Schritt 5 --> Schritt 1, die "Notenbanken" wiederum als Retter der Welt, bereit zu neuerlichem Gelddrucken, um den Markt wieder zu destabilisieren.
Bravo!
diese mechanismen sind aber nicht nur auf die politik der notenbanken zurückzuführen. das geld wird durch den bankensektor geschöpft - wenn sich ein investor einen kredit nimmt, um damit etwa ein zinshaus zu erwerben, schöpft die bank geld.
die zentralbanken können nur bedingt darauf einfluss nehmen - über leitzins, offenmarktoperationen, eigenkapitalvorschriften.
hätte die amerikanische fed nicht über zehn jahre auf niedrigzinspolitik gesetzt, wäre es wohl nicht so schnell zur immo-blase gekommen. aber dann würde die amerikanische wirtschaft seit 10 jahren in einer rezession stecken. das hauptproblem liegt darin, dass die kredite nicht für sinnvolle reale investitionen, sondern spekulation verwendet werden.
Denn wenn man sein Geld nicht mit Arbeiten verdienen muss, dann kann man sich ja die Gegend nach der guten Aussicht aussuchen!
Und die lächerlichen 17%, die trotz VOLLZEIT-Beschäftigung noch Hartz IV beziehen (müssen), die sollen sich entscheiden - wohnen oder essen!
Man kann nicht alles haben.
Um das Geld, das man braucht, um in München eine 55m²-Wohnung in halbwegs normaler Lage (also nicht direkt 5m neben der Autobahn gelegen) zu kaufen, bekommt man anderswo schon fast ein Haus mit Grundstück. Somit ist Ihre vorgeschlagene Lösung leider keine, die für Menschen mit geringem Einkommen praktikabel ist.
Oder wollen Sie dort wohnen bleiben? Dann nützt es Ihnen nichts, was Sie woanders zahlen, wo eben weniger Menschen wohnen wollen und es deswegen a. Mehr leere Wohnungen gibt und b. Die deswegen such billiger sind.
Mir sind die Zusammenhänge eh klar ;-)
Aber mein Vorposter meinte, dass man Wohnungen kaufen sollte, um so den (hohen) Mieten zu entgehen. - Wobei sich dieses Argument für mich nach "Wenn sie kein Brot haben, sollen sie Kuchen essen!" anhört. Denn wer sich die hohen Mieten nicht leisten kann, kann sich erst recht kein Eigentum leisten ...
Vermutlich an die Faktoren, die das hier ausgelöst haben:
http://derstandard.at/129145477... ar-an-Wert
Und damit letztlich auch die Krise, in der wir uns gerade befinden.
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