Neue EU-Zigaretten­packungen in Österreich frühestens 2014

17. August 2012, 13:57

Tabakproduktrichtlinie aus dem Jahr 2001 derzeit in Überarbeitung - Kombination aus Text- und Bildwarnhinweisen am wahrscheinlichsten

Wien - EU-weit einheitliche Zigarettenverpackungen - das ist die Zielvorgabe für die in Überarbeitung befindliche Tabakproduktrichtlinie aus dem Jahr 2001. Derzeit handhaben es die Länder unterschiedlich: Die einen versuchen Rauchern mit Schockbildern den Konsum zu trüben, die anderen - so auch Österreich - schrecken mit Textwarnungen an der Packung ab. Womit man die Zahl - vor allem der jugendlichen - Raucher tatsächlich drücken kann, darüber scheiden sich die Geister. Fix ist, auch in Österreich soll es neue Packungen geben. Am wahrscheinlichsten ist eine Kombination aus Bild- und Textwarnung. Damit zu rechnen ist frühestens 2014.

Tabakindustrie sieht Markenwert gefährdet

Die Diskussion ist heiß: Einheitspackungen mit abschreckenden Bildern und Texten sollen den Tabakkonsum besonders von Jugendlichen reduzieren. Gleichzeitig sieht die Tabakindustrie dadurch den Wert ihrer Marken gefährdet.

Die für die Richtlinie zuständige Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher (SANCO) der Europäischen Kommission hat eine Online-Konsultation durchgeführt. Mehr als 85.000 Vorschläge sind zum Thema Zigarettenverpackungen eingelangt. Derzeit werden Folgenabschätzungen gemacht und die rechtlichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen geprüft, sagte der zuständige Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium, Franz Pietsch, zur APA. Der Endbericht wird dann an alle Generaldirektionen der Kommission für weitere Stellungnahmen geschickt. "Dann erst befassen sich Parlament und Rat damit", meinte Pietsch.

Einigung frühestens im Laufe des nächsten Jahres

Je nachdem, wie lange das dauert, sei frühestens im Laufe des nächsten Jahres mit einer Einigung zu rechnen. Wird eine neue EU-Richtlinie beschlossen, haben die Mitgliedsstaaten in der Regel meistens zwei Jahre Zeit, diese in nationales Recht umzusetzen. Für Österreich heißt das, dass frühestens 2014 mit neuen Zigarettenverpackungen gerechnet werden kann.

Laut dem österreichischen Experten ist eine Kombination von Bild und Text am wahrscheinlichsten. Bei der Bildauswahl wolle man hierzulande weniger auf Schockbilder mit z.B. Raucherbeinen setzen, sondern auf subtile Weise - z.B. durch das Bild einer Schwangeren - Emotionen hervorrufen und Bewusstsein bilden, sich selbst und das Ungeborene zu schützen.

Einer internationalen Studie zufolge soll eine Dreier-Kombination aus Bild, Text und einer sogenannten "Quit-Hotline", wo Ausstiegshilfe angeboten wird, am nachhaltigsten wirken, sagte Pietsch. Die Erfahrungen stammen aus Interviews mit ehemaligen Rauchern. (APA, 17.8.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2
Versicherungen erfolgreich

Einen größeren Blödsinn gibt es nicht. Es werden Alu -und sonstige Hüllen überall verkauft werden, na ja, zum Denken sind die Entscheider anscheinend nicht fähig.

In ihrer unendlichen und tiefen Weisheit verbieten sie dann vielleicht als Nächstes "jede wie immer geartete aus Festen stoffen bestehende Entität, die geeignet ist Tabak-Warnhinweise zu überdecken". D.h. in Zukunft dürfen quaderförmige Zigarettenpackungsüberdeckungstaugliche Fabrikate nur mehr mit geschwärzten Lungen verkauft werden. Gilt dann auch für die Dixie-Zuckerl-Kartons.

Abschreckend gekennzeichnet müssen werden: ...

... Atomkraftwerke, Dieselfahrzeuge, Beninfahrzeuge, Flugzeuge, Kunststoffverpackungen, ... eigentlich jeder Einzelne dieser Mist- und Schrottgesellschaft.

Durchaus OK wenn man das mit Tabakprodukten auch macht. Eigentlich sollte man das Giftzeugs nur dann aushändigen, wenn die Leute vorher eine Einwilligung unterzeichnen.

na dann werden die kiddis damit anfangen, shock-bilderchen zu sammeln

"he hast du vielleicht die aufgeschnittene Raucherlunge?"
"nein, aber das raucherbein"
"tausch ma?"

ich find das einfach ne scheiß idee. will doch nicht so grausliche bilder auf der packung haben. einfach unnötig!

Das werden wir sehen, es schadet nicht, nur Raucher finden das problematisch.

Das ist ja der Sinn dahinter. Dass man diese Bilder nicht drauf haben will. Geschockt ist. Aufhört zu rauchen!

ich werde bestimmt nicht aufhören. ich find dann nur die regelung abartig.

Mir wurscht, da ich Nichtraucher bin :P

Und warum werden bei...

...Tankstellen, ned Fotos von hungernden, leidenden und toten Kriegsopfern - nach jedem Liter - an der Zapfsäule eingeblendet? Oder auf Fischdosen, Tsunamileichen in Fischernetzen wegen "Eroberung der Regenwälder" auf Grund von Biospritfeldern?
Oder in Atomkraftwerkländern alle Elektrogeräte mit Bildern von "Marslandschaften mit toten Geiern" dekoriert? Do geb´s auch noch was zum Thema:
Massentierhaltung mit zu viel Antibiotika, Monokulturen wegen zu hohen Pommes Frittes-Bedarf! Jeweils Text: "Aber der Rubel/Dollar etc. der rollt und rollt..."

Sie haben völlig Recht ...

Aber das Rauchen kann auch dadurch nicht schöngeredet werden - es ist völlig sinnlos.

> für NiCHTRAUCHER hat der staat kein interesse <

es wird sich nie und nimmer etwas ändern in Österreich. solange der staat 1,2-1,5 milliarden € an steuern einnimmt (3.grösste einnahmequelle) wird sich "NiX" ändern ! es ist sehr,sehr traurig,dass man den NiCHTRAUCHER nirgends schützt.je ärmer desto mehr wird geraucht,gilt auch für Österreich !

Wenn 1,5 Milliarden die drittgrößte Einnahmequelle wär, wär Österreich ziemlich arm. Die Tabaksteuer macht ca. 2 Prozent der Steuern aus.

es wäre doch so einfach....

...kostenlose ausstiegshilfen für alle raucher dafür 40 euro für eine packung (zweckgebunden für die ausstiegshilfe) ... dann gibts bald weniger raucher ....

was eher hilft wäre die abschaffung der monopolstellung tabak austria.

die verhindern auch dass man überall e-zigaretten mit nikotin finden kann

rauchen wird immer teurer wieder werden die armen abgezockt.

KEINER wird gezwungen Tabakprodukte zu kaufen

Die Süchtigen glauben nur, dass man diesen Giftmüll inhalieren muß.

die leute WERDEN GEZWUNGEN tabakprodukte zu kaufen.

während die armen schlechten zugang zu gutem cannabis haben, koksen die reichen ungeniert weiter.

braucht man doch nur schauen, wieviele kiffer in amerikanischen gefängnissen sitzen und wieviele kokser (natürlich im passenden verhältnis zum konsumverhalten).

ein einzige diskriminierung.

Wer sich das Luxusgut Tabak leisten kann (mit all seinen Folgen), der ist nicht arm.

lol realitätsverweierung oder "friss doch kuchen wenn kein brot hast" mensch? Tatsache ist dass eben genau die nix haben gern rauchen oder sollte ich sagen tabak genießen, davon abgesehen ist der tabak so schädlich weil er chemisch behandelt wurde und so gezüchtet in Amerika.

Tabak würde heutzutage als neues Produkt

auf Grund der karzinogenen Inhaltsstoffe niemals eine Zulassung erhalten
Es wird Zeit, dass der Handel mit lebensbedrohlichen Produkten zumindest erschwert wird. Mit dem heutigen Wissensstand müsste der Tabak schon längst ganz aus dem Verkehr gezogen werden, denn alles Andere ist reine Augenauswischerei!

Autofahren könnte tödlich enden.

sollte diese gefahr auch gebannt werden?

Die ist sehr effektiv gesenkt worden. Durch solche freiheitsberaubenden Fürchterlichkeiten wie die Gurtenpflicht.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.