Twin City Liner: Strandung durch Software-Fehler

Wien Holding: "Die Software wurde komplett neu eingespielt"

Der Twin City Liner, der Wien mit Bratislava auf dem Wasserweg verbindet, ist am späten Donnerstagnachmittag gestrandet. Zwei Passagiere wurden dabei leicht verletzt.  Mittlerweile ist die Unfallursache geklärt: "Grund für den Vorfall war ein Softwarefehler, der zum Abschalten der beiden Turbinen geführt hat", so die zuständige Wien Holding in einer Presseaussendung am Freitag. Welcher Art der Fehler genau war, wurde allerdings nicht gesagt.

Durchgecheckt

Das Schiff, das bei dem Ausritt völlig unbeschädigt geblieben ist und aus eigener Kraft zur Schiffstation am Schwedenplatz zurückkehren konnte, wurde noch in den Nachtstunden von der Schiffsbautechnischen Versuchsanstalt durchgecheckt.

Die Software wurde nun komplett neu eingespielt

Im Normalfall würde auf einer geraden Strecke das Schiff problemlos auf den Wellen dahingleiten und langsam stoppen. Nachdem sich das Schiff allerdings in der Kurve des Donaukanals befunden hat, ist es am Ufer ruckartig gestrandet - mit ähnlichen Auswirkungen, wie sie bei einer Notbremsung in einem Bus oder der Straßenbahn auftreten. Der Twin City Liner ist seit dem Jahr 2006 auf der Donau unterwegs. Ein solcher Softwarefehler ist zum ersten Mal in diesen sieben Jahren aufgetreten, so die Aussendung. Die Software wurde nun komplett neu eingespielt und das Schiff in der Nacht nochmals auf Herz und Nieren geprüft. Ab sofort ist es wieder im Einsatz und pendelt bereits wieder zwischen Wien und Bratislava. (red, 17.08. 2012)

Share if you care