Couchtisch "wahrscheinlich" nächste Woche verfügbar

5. September 2012, 16:59
  • Ikea-Service Warenverfügbarkeit: "Der Artikel ist wahrscheinlich wieder erhältlich am ...", heißt es von Tag zu Tag.
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    Ikea-Service Warenverfügbarkeit: "Der Artikel ist wahrscheinlich wieder erhältlich am ...", heißt es von Tag zu Tag.

  • Kein Grund für uns, auf Verdacht eine Fahrt nach Vösendorf zu unternehmen. Der Gedanke, vielleicht doch mit der Sitzgarnitur der Erbtante vorlieb nehmen zu müssen, macht sich breit.
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    Kein Grund für uns, auf Verdacht eine Fahrt nach Vösendorf zu unternehmen. Der Gedanke, vielleicht doch mit der Sitzgarnitur der Erbtante vorlieb nehmen zu müssen, macht sich breit.

Zeit, Energie und Nerven muss man für den Erwerb eines Couchtisches in schwedischem Design aufwenden

Es ist Ende Juli. Wir brauchen einen neuen Couchtisch und entdecken ihn im Ikea-Katalog. "Stockholm" heißt er und ist in goldbraunem Eichenfurnier gehalten.

Also fahren wir nach Vösendorf und besichtigen den "Stockholm" vor Ort. Die Mitarbeiterin am Informationsschalter prüft die Verfügbarkeit, druckt ein Infoblatt aus und erklärt uns, in welchem Regal in der Selbstbedienungshalle wir den Tisch abholen können. Unten gähnende Leere im Regalfach. Wir reihen uns in eine lange Schlange am Infostand ein. Nach 15 Minuten informiert ein Ikea-Mitarbeiter: "Ich muss dich leider enttäuschen, der Tisch ist derzeit nicht verfügbar. Die gute Nachricht: Du bekommst ihn wahrscheinlich Ende kommender Woche."

Wahrscheinlich - ein unheilschwangeres Wort. "Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit?", lautet unsere Frage. "Kann ich leider nicht sagen", muss uns der Mitarbeiter enttäuschen. Ob man den Tisch reservieren könne? "Leider nein, das ist bei uns nicht möglich", informiert er, denn "unser Contact Center kann leider keine Artikel aus den Einrichtungshäusern für dich reservieren", so lauten die Ikea-Statuten. Akzeptiert, aber ob wir dann den Tisch jetzt gleich kaufen und ihn nächste Woche abholen können? "Das ist leider auch nicht möglich", meint der Mitarbeiter und verweist auf das Service der Warenverfügbarkeit auf der Ikea-Webseite.

In der ersten Augustwoche erfahren wir online: "Stockholm" ist "nicht verfügbar bei IKEA Wien-Vösendorf". In der zweiten und dritten Augustwoche ist täglich ein Exemplar "wahrscheinlich verfügbar". Weshalb wir an einem Abend kurz vor Kassenschluss telefonisch bei Ikea anfragen, ob wir am nächsten Morgen den Tisch erwerben könnten. Man verweist auf die Verfügbarkeitsabfrage auf der Webseite. Über den Ikea-Onlineshop ist das Objekt der Begierde übrigens gar nicht zu bekommen.

"Das Diagramm zeigt die voraussichtliche Warenverfügbarkeit der gesuchten Produkte an. Die Balken zeigen Hochrechnungen basierend auf den Verkaufszahlen in deinem Ikea-Einrichtungshaus an. Der Bestand datiert sich alle 30 Minuten auf", heißt es auf der Webseite." Kein Grund für uns, auf Verdacht eine neuerliche Fahrt nach Vösendorf zu unternehmen. Kein "Stockholm" zur Sitzgarnitur. Vielleicht gibt es den "Stockholm" in Wirklichkeit gar nicht?

Dann, eines Tages Ende August, sollen bei Ikea Nord ganze vier Stück lagernd sein. Und, noch besser: Das riskante "wahrscheinlich" auf der Warenverfügbarkeitsseite ist einem beruhigenden "voraussichtlich" gewichen. Eine halbe Stunde später ist auch schon ein Exemplar verkauft. Also kurz entschlossen mitten am Tag freigenommen, ins Auto gesetzt, zu Ikea Nord gefahren und einen der drei letzten Tische erworben. Anders wäre es auch nicht möglich gewesen. Die große Freude am Neuerwerb kann durchaus auf den menschheitsgeschichtlich dokumentierten Jagdinstinkt zurückzuführen sein. Letzten Endes gilt jedoch: viel Zeit, viel Energie und viele Zeilen für ein Stück furniertes schwedisches Design. (red, derStandard.at, 5.9.2012)

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Für das gleiche Geld ...

.. kriegt man ein skandinavisches 50er-Jahre Original aus massivem Teakholz. Fats unkaputtbar und man kann es weiterverkaufen, meist für mehr Geld.

Für Ikea-Möbel sollte die inkludierte Entsorgungsgebühr Vorschrift sein.

tb;dr

(too bad, didn't read)

Wer bei IKEA kauft,

hat es wahrlich nicht anders verdient. Denn wie man in einem Geschäft behandelt wird, sagt sehr viel über die typische Kundschaft aus.

schon mal daran gedacht, dass sich nicht jeder italienische desingermöbel leisten kann und vielleicht auch deshalb zu ikea geht?

Gute Möbel sind günstig zu haben,

schauen Sie doch mal auf willhaben nach!

Was uns heute als "Designermöbel" verkauft wird, ist der selbe Schrott wie bei allen Möbelhäusern, nur eben teurer und gestylter.

Individualisten und Kenner setzen auf Stile, die wahrhaft klassisch sind, aber eben nicht trendy. Denn Trends vergehen schnell, aber auf Klassiker kommt man immer wieder zurück!

hat da IKEA auf ein

"Ich bin Journalist, tut was ich sage oder ich schreibe darüber" nicht reagiert und jetzt wird frustriert ein Artikel veröffentlicht, weil man mal wie ein 08/15-Bürger behandelt wurde?

für alle dies hier zerreißt; DAS IST EIN BLOG TEXT, kein Artikel ;) bleibt natürlich trotzdem höchst entbehrlich...

Einkaufen bei IKEA

Also hinein ins Auto und ab nach Vösendorf.
Gattin schon schwer nervös, da auf IKEA-Entzug.
Wir kurven rum, finden einen Parkplatz und los geht's. Rein ins Vergnügen, neue Designs erkennen und freudlos erkennen, dass da eigentlich nichts wirklich neu oder anders ist als wie beim letzten Mal.
Trotzdem, IKEA!
Also in den Shop für Kleinteile, Gläser und sonstigen Kram.
Irgendetwas findet Frau immer.
Das was man will ist nicht da, es ist nur da was da ist.
Egal, rein ins Einkaufswagerl damit!
Anstellen an der Kassa, nein - lieber "Selfservice".
Alles in Papiersackerl, danach in den Kofferrraum und ab nach Hause.
Uff!
Zuhause mal alles auspacken, zusammenbauen, ärgern und fluchen - aber egal - ist IKEA!
Frau muss neuen Katolog 2013 aufschlagen!!

Bitte nächstes Mal die Geschichte "Wie ich beim Baumarkt eine Stunde vorm Schraubenregal stand und die richtigen Schrauben aussuchte" erzählen.

Aber das hätte ich gerne aus der Sicht der Frau.
Die hätt wahrscheinlich in der Zwischenzeit den halben Gartencenter leergekauft und findet sie nach einer Stunde noch immer unschlüssig vorm gleichen Regal.

Nö, so ein Baumarkt ist nicht wirklich spannend.
Artet immer in Arbeit aus, also lieber nicht dort hin.

Vielleicht erzählen sie dann ihre Erfahrungen beim Markenschuhekauf nach dem Motto: "Wie ich damals den Ministerrabatt eingefordert habe"?

Verehrte Lilly Rush, so etwas wie einen Rabatt bei einem Schuhkauf einfordern ist etwas für zweifelhafte Charaktere, das hab ich nicht nötig.

Die Prekariatsjournalistin ist wahrscheinlich aus der Generation:

"Ich will alles und das sofort."

Und wenn das Geld nicht reicht, schreib ich halt einen Artikel drüber.

Jede Woche ein Anruf und sich nach ca. 3 Wochen freuen, dass er doch schon da ist - ist besser als die Alternative der anderen Möbelhäuser mit Wartezeiten von 6-8 Wochen.

Oder gehns mal zu einem Tischler und lassens etwas anfertigen. Die Wartezeit drückt sich dann in Monaten aus.

Sie müssen von IKEA direkt sein, jede Wette!

ihre sorgen möchten wir haben

konnte mann/frau nicht sehen wo er sonst noch verfügbar war - dern hinweis des service mitarbeiters war ohnehin darauf abgestellt.

Naja, dann gehn's halt zum Leiner oder Lutz, da heisst's dann grundsätzlich "6 Wochen Lieferzeit".

Besser?

Es gibt aber kein Geld für diesen Beitrag...Oder ?

der tisch am foto wär doch viel schöner gewesen als das grindige "stockholm"-design.

bitteschön

die erbtantengarnitur würd ich ihnen schon abnehmen...

grenzgenial -

dem red(aktör) ist nichts zu schwör.

Der Artikel ist qualitativ auf dem gleichen Niveau wie der Couchtisch.

also Braunkack?

gibt es nur ein "möbelhaus"?

Schüler machen Zeitung?

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