Mehr als eine Milliarde Tabaktote im 21. Jahrhundert befürchtet

17. August 2012, 14:07
  • Immer mehr Menschen in einkommensschwachen Ländern rauchen.
    foto: reuters/beawiharta

    Immer mehr Menschen in einkommensschwachen Ländern rauchen.

Die Hälfte aller Männer in einkommensschwachen Ländern raucht - Immer mehr Frauen rauchen immer früher

"Die Ergebnisse sind unglaublich. Sie zeigen, dass Tabakkonsum ein weltweites Problem ist." Mit diesen Worten kommentiert der US-amerikanische Universitätsprofessor Gary Giovino die Ergebnisse seiner neuen Studie, in der er Rauchgewohnheiten in einkommensschwachen Ländern untersucht hat. Er spricht von einer "Tabak-Epidemie": Beinahe die Hälfte aller Männer in diesen Ländern raucht und kaut oder schnupft Tabak. Bei Frauen sieht die Situation nur auf den ersten Blick besser aus: Insgesamt rauchen rund 12 Prozent der Frauen in den untersuchten Ländern - und sie fangen immer früher damit an.

Düstere Zukunftsperspektiven

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass der Tabakkonsum bereits sechs Millionen Menschen jährlich tötet. Darunter sind mehr als 600.000 Passivraucher. Wenn es so weitergeht, wie bisher, dann werden 2030 laut WHO bereits acht Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Insgesamt könnte es dann im 21. Jahrhundert mehr als eine Milliarde Tabaktote geben.

Laut Gary Giovino, der am Institut für Sozial- und Präventivmedizin an der Universität von Buffalo unterrichtet, handelt es sich bei seiner Untersuchung um die bisher größte jemals durchgeführte Tabakkonsum-Studie. 14 Länder, darunter China, Indien,  Bangladesch, Mexiko, die Philippinen, Thailand, die Türkei, die Ukraine, Uruguay und Vietnam, wurden zwischen 2008 und 2010 miteinander verglichen.

Raucherland China

Die Ergebnisse: Die größte Rauchernation der Welt ist China mit geschätzten 301 Millionen Tabakkonsumenten. Auf dem zweiten Platz liegt Indien mit fast 275 Millionen Rauchern, Tabakschnupfern oder -kauern. Mit 64 Prozent raucht ein Großteil der Tabakkonsumenten, wobei das Schnupfen oder Kauen von Tabak in einigen Ländern, wie zum Beispiel Bangladesch, weit verbreitet ist.

Die Studie zeigt, dass es große Unterschiede zwischen Ländern und Geschlechtern gibt: So rauchen in Brasilien 22 Prozent der Männer, während in Russland mehr als 60 Prozent der Männer zum Glimmstängel greifen. Auch die Raucherquoten bei den Frauen unterscheiden sich: Während in Ägypten nur 0,5 Prozent der weiblichen Bevölkerung rauchen, geben fast 25 Prozent der Polinnen an, Raucherinnen zu sein.

Mehr Raucherinnen nach der Revolution

Weil die Zahlen aber zwischen 2008 und 2010 erhoben wurden, ist es wahrscheinlich, dass sich diese Zahlen mittlerweile verändert haben: Laut WHO-Experten eroberte die Tabakindustrie in Ägypten nach der Revolution und dem Aufheben der strengen Anti-Rauch-Gesetze von Hosni Mubarak den Markt. Auch in Osteuropa und China ist die Tabakindustrie am Vormarsch: Die Werbeindustrie konzentriert sich dabei auf junge Menschen und besonders Frauen. Ein Resultat davon könnte sein, dass in den untersuchten Ländern Frauen immer früher zu rauchen beginnen.

Neue Gesetze in Industrieländern

Die Regierungen in ärmeren Ländern haben oft nicht die Mittel, die Ausbreitung von Tabakkonsum zu bekämpfen. Anders sieht die Situation in den Industrieländern aus: Erst diese Woche wurde in Australien unter Protest der Tabakriesen ein neues Gesetz verabschiedet. Ab Dezember schauen in "Down Under" alle Zigarettenschachteln gleich aus: Sie werden keine Markenlogos mehr aufweisen und mit abschreckenden Fotos versehen. Länder wie Großbritannien, Neuseeland, Indien, Kanada und Norwegen könnten sich Australien schon bald zum Vorbild nehmen.

Wenig Bewusstsein in Österreich

In Österreich hat die abschreckende Wirkung der auf die Zigarettenpackungen aufgedruckten Warnhinweise bisher wenig Erfolg. Besonders Österreichs Jugend gehört beim Rauchen zum traurigen europäischen Spitzenfeld - in kaum einem anderen Land Europas greifen so viele junge Menschen zum Glimmstängel. Abschreckende Bilder auf den Packungen abzudrucken, ist bei uns aber noch nicht im Gespräch. Der Wiener Motivforscher Michael Praschl zweifelt in einer Aussendung auch an deren Sinnhaftigkeit, denn: "Ist nicht gerade die Gefährlichkeit des Rauchens ein wesentlicher Bestandteil des 'coolen' Images des Rauchens bei Jugendlichen?" (Reuters/Franziska Zoidl, derStandard.at, 17.8.2012)

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Am 21. 2. 1943...

...fielen in den Schlachten von Rschew, Ostfront, 27.000 sowjetische Soldaten.
In diesen Schlachten kamen keine Zigaretten, sondern schwere Artillerie, Panzer, Schlachtflugzeuge, mot. Infanterie, usw. zum Einsatz.

27.000 Gefallene entspricht der lt. Bericht tgl. Todesrate an jedem Tag des 21. Jahrhunderts durch Tabak.
Wie lange noch solche Geschichten?

ACHTUNG!!!!!!!!

Zigaretten sind gleich wie Drogen..... also vorsicht! Ps: jemand in der Schtraßenbahn hat meiner Tochter Drogen angeboten

Warum ist die Prognose düster?

Das Hauptproblem unserer Gesellschaft ist die Überbevölkerung, also wenn mehr sterben ist mehr Platz. Die düstere Prognose ist, wir leben immer gesünder und werden immer älter. Das kann keiner mehr zahlen und der Planet geht vor die Hunde.
Also, alles was die Bevölkeungszahl global reduziert würde ich fördern. Heute scheint das ziel ja zu sein, möglichst lange zu leben, egal ob Platz ist oder nicht.

die reichen nehmen den armen das geld weg (siehe: einkommensschere)

also sind reiche menschen daran schuld das arme eben rauchen. vorschlag: nehmen sie (raucherlobby) doch den reichen menschen das geld weg und geben sie dies den armen....somit generieren sie nichtraucher und können in ihren kampf gegen das rauchen punkte gewinnen...teilen sie ihren besitz einfach mit ärmlicheren nachbarn...oder ist ihnen ihr kampf gegen das rauchen doch nicht so viel wert?

Die Nachricht, dass man in einem Abteil eines Zuges Suchtgift konsumieren darf

ist wohl wahnsinnig wichtig für gewisse Mitbürger...

Recht wird vom Volk gemacht, nicht herbeigeredet

Suchtgift sind Substanzen, die dem Suchtmittelgesetz unterliegen. "Nikotin" fällt nicht darunter.

Lesen Sie nach:

http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeF... r=10011040

Sucht bleibt Sucht

und Gift bleibt Gift.
Da gibt es nichts zu deuteln...

da interpretierst du eine argumentation in meinen post

die nicht wirklich vorhanden ist

natürlich braucht man keine drogen um sein leben zu geniessen, das behaupte ich auch nicht

trotzdem sollte jeder tun und lassen können was er will solange er niemand anderen damit belästigt. wenn das nicht gegeben ist leidet die lebensqualität durch eingeschränkte freiheit sehr wohl...

solange er niemand anderen damit belästigt.

Bingo!

Daher: Nichtraucherschutz!

wie wahr...

"Laut Siegfried Königshofer vom UVS sei das Problem, dass es keine klare Regelung gibt, die das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln untersagt. „Wenn der Gesetzgeber das gewollt hätte, hätte er das klarer formulieren müssen.“
(Zitat Ende)

Danke, Frau Kdolsky!

"Alkohol und Nikotin

machen die halbe Menschheit hin
jedoch nach gutem, alten Brauch
stirbt die andere Hälfte auch!"

E. Roth

Ihr dämliches Gedicht stammt - glaube ich - nicht von Eugen Roth.

Es ist eher volks-dümmlich.
Sie haben es wahrscheinlich verwechselt mit dem Gedicht "Holde Täuschung" von Eugen Roth. Aber das hat einen anderen Tenor. Bitte selbst googeln.

Ist von Eugen Roth!

Und dämlich ist es auch nicht, sondern zutreffend!

Versuchen Sie es nochmals mit dem Googlen.

Sie schaffen es noch...

Im Gegensatz zu Dir habe ich den Band zu Hause im Bücherregal!

Na dann lesen Sie einmal darin.

Das Gedicht, das Sie vielleicht meinen, heißt "Holde Täuschung". Es geht ganz anders. Und ja, dieses ist wirklich von Eugen Roth. Das von Ihnen zitierte nicht. So schaut's aus...

Daran hast jetzt 3 Tage herumgeforscht, nur damit du recht hast. Armer Irrer.

Es ist wirklich verwunderlich wie Rauchen verteidigt - oder gar durch Pseudo Studien schön geredet werden

Ja, Rauchen kann zu allem möglichen führen, und dieses Risiko von Krankheiten und Todesfällen könnte gemindert werden. Und doch wird es verteidigt, es ist ja "die Freiheit der Menschen zu tun, was sie wollen", "Es kann nicht bewiesen werden, dass Rauchen tatsächlich zu Krebs und sonstigem führt", und wer sagt das? Die Raucher beten es nur nach, die Raucherindustrie aber gibt die Parolen heraus, über verschiedene Kanäle, um den Zweifel an den Ursachen zu schüren, Rauch / Inhaltsstoffe.

Damit ist die Industrie nicht allein, und die Verteidiger sind Legion, seit Jahrzehnten. Wer sich umbringen will soll rauchen. Nur Verteidigen, sollte doch den Vertretern der Tabakindustrie, unter dem Deckmantel der Pseudostudien überlassen bleiben.

@Keyser Ja, Rauchen wird verteidigt. Warum?

Versetzen Sie sich doch in die Psyche eines Rauchers. Er kommt nicht los von dem Gift. Hat es vielleicht schon hundertmal versucht.
Was bleibt dem armen Teufel anderes übrig als Gründe zu suchen, warum das Rauchen gar nicht so schlimm sei. Und dass es andere Dinge gibt, die auch gefährlich sind.
Der arme Tropf baut sich also eine Scheinwelt auf. Und da das Rauchen auf Dauer auch die Denkfähigkeit reduziert, fällt ihm das mit der Zeit immer leichter...

So bleibt eben alles beim alten - wie schon seit Jahrzehnten (wenn nicht Jahrhunderten)

In den Kommentaren bildet sich das ganze auch schön ab, es wird verteidigt, und Vergleiche zu Kriegen werden gezogen - nur um eigentlich zu sagen: Kriege, Umweltkatastrophen, oder gar das Urbane Leben der Neuzeit wären Ursachen für Krankheiten - nur nicht der Faktor: Zigarette. Alle die etwas anderes behaupten, sind militante Nichtraucher, und es funktioniert. Die Argumentation kann entfallen, denn nur eine Seite kann Recht haben, nur welche?

Zweifel kann es nur pro Zigarette geben, bloß nicht gegen selbige, sonst wäre die Industrie gar noch in Gefahr. Und die Industrie weiß, dass der Preis für eine Packung nie hoch genug sein wird, um Menschen davon abzuhalten. Und schon garnicht die gesundheitlichen Folgen.

Wichtig wäre

Die Quelle von Informationen zu beachten, wenn eine "Studie" besagt, es gäbe zahlreiche Faktoren für Krankheiten - nur nicht der Tabak. Der ist unschädlich, und wurde Zuweilen auch als gut und gesund verkauft, wovon aber abgerückt wurde.

Es ist erstaunlich zu erfahren, wer hinter den "Studien" steht, die einzig und allein von der Industrie gekauft wurden. Echte Studien können so ganz leicht totgeschwiegen, oder als falsch bezeichnet werden, aus diesen und jenen Gründen.

Es klappt nicht nur beim Thema Rauchen ganz gut, auch beim Klimawandel, bei Monsanto, bei Aspirin, und sonstigem. Das einzige was bei allem leidet, ist die Glaubwürdigkeit, echter Studien - und diese als solche zu erkennen.

Die Dummen sind die Konsumenten.

Und?

Es gibt eh schon viel zu viele Menschen auf der Erde.

Eine Milliarde Tote.

Verglichen mit dieser Opferzahl nehmen sich die Kriege des vorigen Jahrhunderts aus wie Raufereien, bei denen sich jemand weh getan hat...

habe mir das mal angesehen:

der WK II hatte eine höhere Todesrate (Tote aktiv- + Passivopfer pro jahr) als der tabakrauch, alle anderen Kriege liegen deutlich darunter, auch der WK I

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