Fall Rebasso: DNA-Test bestätigte Identität der Leiche

17. August 2012, 08:59
  • Die Leiche des Anwalts wurde am Donnerstag in einem Waldstück entdeckt.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Die Leiche des Anwalts wurde am Donnerstag in einem Waldstück entdeckt.

  • Der DNA-Test brachte Gewissheit.

Keine deutlichen Anzeichen von Gewalteinwirkung

Wien - Die am Donnerstag in einem Waldstück bei Königstetten (NÖ) gefundene Leiche ist laut Polizei jene des entführten Wiener Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso. Durch einen DNA-Abgleich habe man die Identität des Toten eindeutig feststellen können.

Es seien keine deutlichen Anzeichen einer Gewalteinwirkung feststellbar gewesen. "Aufgrund der Beschaffenheit des Körpers kann man davon ausgehen, dass der Todeszeitpunkt schon geraume Zeit zurück liegt", hieß es am Freitag.

Ein Jäger entdeckte den Toten am Donnerstag in einem Erdhügel nahe der Straße und alarmierte die Polizei. Die Identität des Toten war unklar. Die Polizei ging allerdings bereits am Donnerstag davon aus, dass es sich bei der Leiche um Erich Rebasso handelt. Ein Indiz dafür war laut Polizei-Sprecher Roman Hahslinger, dass der Mietwagen, in dem der 48-Jährige aus einer Innenstadtgarage entführt worden war, nur eine geringe Strecke zurückgelegt hat: Von dort bis zur Dopplerhütte, die an der Wiener Stadtgrenze liegt, sind es nur rund 25 Kilometer. (APA, red, 17.8.2012)

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Ein Anwalt

wird zwangsläufig zum Mittäter. Sobald er einen "Schuldigen" verteidigt was sein Beruf ist, wird er, zumindest moralisch, auch mitschuldig. Ich kenne nur einen langjährigen Anwalt gut und der hat den Glauben an Gerechtigkeit völlig verloren.

Da gibt es sehr wohl Unterschiede.

Man kann jemanden verteidigen, ohne dem Klienten unlautere Mittel zu empfehlen.

Im gegenständlichen Fall ging es auch nicht um Verteidigung in einem Strafverfahren, es ging - soweit ich das in den Medien las - um die rechtliche Beratung einer Firma, die Leute betrog.

Da ist der Punkt, wo der eine Anwalt sagt, "das mach ich nicht", und der andere "Geld stinkt nicht".

Bestimmt gibt

es Unterschiede. Erfahrungsgemäß orientiert sich die Majoriät am nicht stinkenden Geld.

In diesem Fall kennen wir die Fakten wohl alle nicht wirklich.

Löschverhalten des Standard ist einfach nur noch zum Kopfschütteln. Ich bin aufgrund diverser Erfahrungen ja schon lange eine Befürworterin des Forenschließens im Fall von Todesfällen - angesichts dessen fand ich es als zwar nicht die beste, aber immerhin die zweitbeste Lösung, dass der Standard in solchen Fällen nun die Postings vorab händisch prüft. Dafür habe ich jedes Verständnis, und wenn die Postings mit 2 Tage Verzögerung erscheinen.
Im Fall Rebasso ist mein Posting anstandslos irgendwann erschienen, war über zig Stunden online, und nun ist es plötzlich weg - nicht mal in der Liste meiner eigenen Postings scheint es noch auf.
An und für sich wäre es mir egal, hätte es nicht System: Postings, in denen Gutes über R. stand, sind weg!

der "Kurier" ist schneller:

Rebassos Todesursache: Erwürgt oder erdrosselt
"Stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Hals", so lautet die von der Gerichtsmedizin bekanntgegebene Todesursache des Wiener Anwalts Erich Rebasso.

So schreibts der "Kurier" heute.

Dass ein Rechtsanwalt nicht den Hintergrund einer Firma, die an seiner Büroadresse residiert, kennt, ist - ohne über einen Toten Böses sagen zu wollen -

mehr als unwahrscheinlich.

Auch wenn Anwälte normalerweise nicht an Klientenfirmen beteiligt sind besteht ein gewisser moralischer Anspruch gegen Menschen im allgemeinen, dem leider sehr viele Anwälte bei der Wahl ihrer Klienten und im Zuge ihrer Beratungstätigkeit nicht gerecht werden.

Ich kenne sehr integere Anwälte, die ich ausdrücklich ausklammern möchte, aber leider ist das absolut nicht die Norm.

Die Zeiten, in denen die Rechtsanwaltskammer die Integrität ihrer Mitglieder kontrolliert hat, sind leider Vergangenheit. Ich habe beispielsweise nirgendwo lesen können, dass sich die RAK in der Sache Graf um die angemaßte "Rechtsanwalts"Tätigkeit gekümmert hat, obwohl das eigentlich ihre Aufgabe wäre.

wg. Graf hat das wohl den Grund,

daß sich eine Kammer gar nicht um ein Nichtmitglied kümmern kann!
Und, wie Graf behauptet, habe er nie diesen Berufstitel geführt, sei ihm lediglich auf einer Wahlliste zugeschrieben worden. Ob da die Kammer alleine schon wegen Mißbrauches einer gesetzlich relevanten Berufsbezeichnung einschreiten hätte müssen weiß ich nicht - womöglich hat sie das auch gar nicht erfahren.

Und die Errichtung einer Stifung ist nicht an den RA-Beruf gebunden mW.

Kennen Sie den Ausdruck "Winkelschreiberei"?

Die RAK ist sehr wohl verpflichtet, einzuschreiten, wenn jemand Tätigkeiten anbietet, die Rechtsanwälten vorbehalten sind.

Ja, eh.

Aber das wurde Graf nie vorgeworfen.

Und als was würden Sie die Rechtsberatung hinsichtlich der Stiftung deuten?

Wenn das Herr Meier von nebenan ohne Rechtsanwaltsprüfung macht bekommt er eine Unterlassungsklage mit Kosten, die sich gewaschen haben.

Aber ich nehme an wenn man nicht hinsehen möchte dann sieht man eben nicht hin.

Graf ist unbestrittenermaßen ausgebildeter Jurist.

Das, was Du ansprichst, ist nicht an eien besonderen Berufsstatus gebunden. Das kann auch jeder Steuerberater, das muß kein Rechtsanwalt sein. Ich kenne eine nFall im Bekanntenkreis, da hat sich einer, der Verwaltungsjurist von Beruf war (aber aus einer vermögenden Familie kommt und geerbt hat) die Stiftungs selbst eingerichtet.

Der Rechtsanwalt ist ein Beruf, der nach strukturierter Ausbildung eine definierte Vertretung vor Gericht etc. ausübt.

Die Vorwürfe, die Du hier erhebst, wurden niemals ausgesprochen, also ist das nicht der Kritikpunkt an Graf, weil ich kann mir nicht vorstellen, daß das die Grünen etc. übersehen hätten.

Der Jusabschluss ist bloß ein Teil der Ausbildung von Rechtsanwälten, und das mit gutem Grund.

nein, das ist falsch.

Ein abgeschlossenes Jusstudium ist ein abgeschlossenes Jusstudium. Damit kann man vielfältige Berufslaufbahnen ergreifen.
In den meisten davon sind irgendwann Zusatzprüfungen nötig.
Aber als Justitiar eines Betriebes, als Uni-Assistent oder als Politiker kannst Jurist sein mit dem Studienabschluß alleine.

Und weshalb legte Herr Graf dann die Rechtsanwaltsprüfung, mit der er rechtsberaten dürfte, nicht ab?

Einige Jährchen Konzipientenzeit dürfte er ja absolviert haben, daran kann es nicht liegen.

(Übrigens lächelt man in der Branche meist über Leute, die ab einem gewissen Alter noch immer Konzipient sind)

Ich halte den Graf durchaus für belächelnswert, was seine berufliche Laufbahn betrifft.

Für weniger belächelnswert halte ich seine politische Einstellung. Krumme/abgebrochene Berufskarrieren findet man unter Berufspolitikern oft. Ist also kein Alleinstellungsmerkmal vom Graf.

NOCH EINMAL: die Kritik an Graf im Fall der Stiftung bezieht sich seitens aller relevanten Stimmen, auch der politischen Gegner, lediglich darauf, daß er die Besitzerin schlecht beraten hätte, sein politisches Amt ausgenutzt hätte, seiner Familie wirtschaftliche Vorteile zu Lasten der Stifterin zugeschanzt hätte. Wovon allerdings nach staatsanwaltlicher Befragung der Stifterin wenig übrig geblienen sein dürfte, soweit man hört, aber der Fall ist nicht abgeschlossen.
Von Winkelschreiberei war keine Rede. Das scheint ein Göschl-Phantom zu sein.

Es ist zu befürchten,

dass auf die österreichische Polizei wieder einmal (internationaler) Druck ausgeübt werden wird und der oder die Mörder nie gefunden werden.

sie haben sie bereits gefunden; und zwar in Rekordzeit!

Man kann die Polizei vielleicht in vielen Bereichen kritisieren, bei Kapitalverbechen liegt die Aufklärungsquote jedoch bei 99%. Und in den meisten Fällen extrem rasch.
In diesem Fall hat sie perfekt gearbeitet.

Wenn Sie hier "wieder einmal" erwähnen, habe Sie sicherlich stichhaltige Beweise bzw. Quellen zu vergangenen Fällen, oder? Ansonsten ist Ihre Anmerkung hier entbehrlich.

Weit eher ist zu befürchten, dass ein Troll wiedermal einen Holler postet...

Hoffe nur, dass man auch die Hintermänner dieser schrecklichen Gewalttat fassen kann.

wenn die beiden Festgenommenen tatsächlich zu den Geschädigten zählen,

dann wird es wohl - siehe auch die Gschichten über die website etc. - eine Menge ideeller, aber recht distanter Beitragstäter geben, aber irgendwie schaut das nicht nach dem mächtigen großen Bösen im Hintergrund aus.

Und das ist ein Grund zum Rotstricheln?

weiß nicht,

für mich nicht.

Frage

War die Leiche nicht mehr erkennbar, dass eine DNA analyse notwendig war oder ist das ein Standardvorgang?

Danke

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