Bures sieht Regierung in nächste Krise schlittern

29. Juni 2003, 13:30
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SPÖ-Bundesgeschäftsführerin schüttelt den Kopf über "leidige Machtkämpfe"

Wien - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures sieht die "leidigen Machtkämpfe" innerhalb der FPÖ keineswegs als beendet an. Die Freiheitlichen und damit die gesamte Regierung schlittere im Augenblick schon wieder in die nächste Krise, meinte sie am Sonntag in einer Aussendung.

"Theater wird von vorne losgehen"

"Wie es aussieht soll Herbert Haupt noch die Wahlniederlagen in Oberösterreich und Tirol verantworten und spätestens dann geht das Theater wieder von vorne los." ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel solle sich also nicht zu früh freuen. Er werde die Rechnung dafür, dass er aus reinem Machtkalkül wieder eine Koalition mit der maroden FPÖ eingegangen ist, wohl wissend, dass mit ihr keine stabile Regierung machbar ist, noch vorgelegt bekommen. Der frühere Wiener ÖVP-Obmann Bernhard Görg werde 100prozentig recht behalten. Er hat der Regierung vor wenigen Tagen "ein ganz mickriges Weiterwurschteln auf niedrigstem Niveau" vorausgesagt, so Bures.

Zumutung

Für die Bevölkerung sei dieses Polittheater aber eine Zumutung und es sei letztlich egal, ob nun Haider oder Haupt an der Spitze der maroden FPÖ stehe. "Aus Gründen des Machterhalts ist die FPÖ zum willfährigen Erfüllungsgehilfen der ÖVP geworden und offensichtlich jederzeit bereit, die falsche Politik der ÖVP mitzutragen. Das habe sich bei den Abfangjägern und letztlich auch bei der Pensionsreform gezeigt. Haider sei hier "um keinen Deut glaubwürdiger" als Haupt, sagte Bures. (APA)

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