Ski alpin: Giger erwartet harte Saison

30. Juni 2003, 11:55
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"Miller und die Schweizer sind uns ganz dicht an den Fersen" - Eberharter gibt Entscheidung über Zukunft am 9. Juli bekannt

Bad Waltersdorf - Die kommende alpine Ski-Saison 2003/2004 hat weder eine WM, noch Olympische Winterspiele zu bieten. ÖSV-Herren-Chef Toni Giger blickt dennoch einem äußerst schwierigen Ski-Jahr entgegen. "Bode Miller und die Schweizer sind uns ganz dicht an den Fersen", erklärte Giger im Rahmen des Konditions-Trainingslagers im steirischen Bad Waltersdorf. Die Ziele stehen für den 40-Jährigen aber dennoch bereits vier Monate vor Saisonstart Ende Oktober in Sölden fest: "Wir wollen den Nationencup, den Gesamt-Weltcup sowie so viele Disziplinen-Wertungen wie möglich gewinnen."

Giger freut sich auf Maier

In seiner ersten vollen Saison nach dem fatalen Motorrad-Unfall im August 2001 soll auch Hermann Maier wieder für Furore sorgen. Giger traut dem Salzburger aber nicht nur auf der Piste, sondern auch am nächsten Samstag bei seinem Tour-de-France-Start Einiges zu. "Er bereitet sich wirklich ernsthaft darauf vor. Ich erwarte mir Einiges, es wird auf jeden Fall ein hoch interessanter Vergleich", so Giger.

Die Maier-Performance auf Schnee kann Giger derzeit nur schwer einschätzen. "Er braucht zunächst einmal viele Schneetage. Die große Frage ist, ob er in allen drei Disziplinen wieder so stabil und konstant wird, wie er das einmal war", meinte der Herren-Boss, der aber bereits mit dem sensationellen Comeback-Sieg Maiers im Super G von Kitzbühel Ende Jänner 2003 viel Freude hatte. Schließlich brachte dieser Giger auf Grund einer Wette ("Maier wird wieder ein Rennen gewinnen") mit einem guten Freund nach Maiers Unfall eine Magnum-Flasche Wein ein.

Eberharter lüftet Zukunftspläne in Wien

Ob auch Stephan Eberharter wieder Weltcup-Rennen gewinnen wird, entscheidet sich erst am 9. Juli, wenn der Tiroler in Wien seine weiteren Planungen bekannt geben wird. Ob mit oder ohne Eberharter, Giger hat bezüglich der alt bekannten Startplatz-Probleme bereits jetzt kleinere Kopfschmerzen. Eines steht für Giger jedoch nicht zuletzt auf Grund der Gründung der Trainingsgruppe "WC 4" für die Allrounder fest: "Die Leute, die für den Gesamt-Weltcup in Frage kommen, werden auf jeden Fall einen Bonus bekommen."

Giger ist sich jedoch bewusst, dass er wieder einmal vor einigen verzwickten Entscheidungen steht. "Eine Win-Win-Situation wird es für mich wohl nicht werden", meinte Giger, der am Samstag sein "Team-Blau" zum Sieg im "Gaudi-Triathlon" der Ski-Herren mit den Disziplinen "Sautrog"-Regatta (am Stausee Rauchwart), Hindernis-Schwimmen sowie Schlauchbootrennen (beide im Freibad Güssing) führte.

Knauß will noch länger dabei bleiben

Im Rahmen des "Triathlons", bei dem sich die Ski-Stars wagemutig aus einem Bundesheer-Hubschrauber ins kühle Nass warfen, enthüllte auch Routinier Hans Knauß, dass der 32-jährige Jung-Vater noch einige Saisonen weitermachen will: "Angesichts der Pensionsreform bleibt einem ja nichts Anderes übrig." (APA)

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ÖSV

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    ÖSV-Cheftrainer Toni Giger

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