USA schmieden Allianz gegen Raketenexport aus Iran und Nordkorea

29. Juni 2003, 12:21
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Pjöngjang gegen Debatte über Atomprogramm im UNO-Sicherheitsrat

Tokio/Seoul - Die Vereinigten Staaten schmieden derzeit einem Pressebericht zufolge eine internationale Allianz, mit der die Ausfuhr von Raketen und möglichen Massenvernichtungswaffen aus Nordkorea und dem Iran erschwert werden soll. Vorrangiges Ziel der von den USA gemeinsam mit Japan und Australien geführten Koalition sei es, die Kontrollen von Schiffen und Flugzeugen zu verstärken, berichtete die japanische Zeitung "Asahi Shimbun" am Sonntag unter Berufung auf einen US-Regierungsmitarbeiter.

Acht weitere Länder, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich, hätten ihre Hilfe zugesagt. Vertreter des Blocks wollen sich dem Bericht zufolge am 9. und 10. Juli in Australien treffen.

Nordkorea lehnt Diskussion in Streitfrage ab

In der Debatte um sein Atomprogramm lehnte Nordkorea eine Diskussion der Streitfrage im UNO-Sicherheitsrat erneut ab. In einem bereits vergangene Woche abgesandten Brief an den derzeitigen Ratspräsidenten Sergej Lawrow verurteilte der nordkoreanische Außenminister Paek Nam Sun entsprechende diplomatische Bemühungen Washingtons. Der UNO-Sicherheitsrat dürfe nicht als Deckmantel für "Unilateralismus und eine Politik des Drucks" dienen, schrieb Pjöngjangs Chefdiplomat laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Nordkorea sei zu Gesprächen auf bilateraler und multilateraler Ebene bereit. (APA/AFP)

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