Ehemaliger Börsenchef geht mit IT-Firma Pleite

29. Juni 2003, 11:25
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Imo muss für ex-it Konkurs anmelden

Die IT-Firma des ehemaligen Wiener Börsen-Chefs Christian Imo, ex-it, ist in die Pleite geschlittert. Wie das Wirtschaftsblatt berichtet, musste Imo gestern, Donnerstag, den Weg zum Handelsgericht antreten und Konkurs anmelden. Die Verbindlichkeiten des Unternehmens, das sich auf IT-Lösungen für Banken und Börsen spezialisiert hat, belaufen sich laut KSV auf 1,88 Mio. Euro.

"Dieser hat trotz Abnahme der Leistung die Rechnung über 1,4 Mio. Euro nicht gezahlt"

Das Minus resultiert zum Großteil aus einer nicht beglichenen Forderung eines laut Unternehmensangaben Großkunden. "Dieser hat trotz Abnahme der Leistung die Rechnung über 1,4 Mio. Euro nicht gezahlt", sagte ex-it-Chef Imo laut Wirtschaftsblatt. Imo strebt nun einen 20-prozentigen Zwangsausgleich an und will die Firma weiterführen. Vom Konkurs sind insgesamt 62 Gläubiger betroffen.

ex-it wurde zum Jahresende 1998 gegründet und bot E-Finance-Lösungen für Finanzdienstleister und Unternehmen an. Zu ihren Glanzzeiten hatte die Firma weit über 50 Mitarbeiter und wollte an die Börse gehen. ex-it wollte ganz auf Online-Banking setzen, ein Konzept, das aber offensichtlich nicht aufgegangen ist. Zuletzt betrug der Firmenumsatz 4,6 Mio. Euro. Wegen der finanziellen Schwierigkeiten war bereits im Dezember des Vorjahres das Stammkapital um die Hälfte auf 2,5 Mio. Euro herabgesetzt worden.(pte)

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