Bücher sind begehrteste Ware im Web

28. Juni 2003, 14:06
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Online-Shopping wird für Kunden aber immer uninteressanter

Bücher sind die am häufigsten verkauften materiellen Güter im Web, das ist das Ergebnis der sechsten Studie zum Internet-Zahlungsverhalten der Verbraucher (IZV6) der Universität Karlsruhe. Demnach haben 79,2 Prozent der Befragten bereits Bücher im Internet bestellt. An zweiter Stelle liegen Musik-CDs und -Kassetten (56,4 Prozent), an dritter Stelle Software auf diversen Datenträgern (51,0 Prozent). Am seltensten werden Unterhaltungselektronik wie zum Beispiel Radio und Fernseher (28,6 Prozent) und digitale Bildentwicklung (13,5 Prozent) im Web geordert.

Software führt bei digitalen Gütern

Bei den Käufen von digitalen Gütern über das Internet liegt Software mit 65,2 Prozent an erster Stelle. Reisen (34,8 Prozent) und Ticketing (32,8 Prozent) folgen dahinter. Die meisten Käufer materieller Güter bezahlten die gekaufte Ware nach Rechnung (44,8 Prozent) oder per Lastschriftabbuchung (40,6 Prozent). Auf am wenigsten Interesse stießen die Zahlungsmethoden per Mobiltelefon (4,1 Prozent) und über vorausbezahlte Systeme (2,7 Prozent). Die meisten Kunden wählten die Zahlungsmethoden nach der Benutzerfreundlichkeit (65,8 Prozent) aus, oder weil viele Online-Shops die jeweilige Methode anbieten (52,2 Prozent).

Downloads dauern zu lange

Auf die Frage, warum sie noch nie digitale Güter über das Internet gekauft haben, antworteten 34,8 Prozent der Befragten, dass ihnen der Download des Gutes zu lange dauern würde. Als weitere Gründe wurden häufig das Nicht-Sehen der Ware (34,0 Prozent) und dass die Güter nicht billiger als sonst angeboten werden (27,8 Prozent) genannt. Würden die Internet-Zahlungsverfahren standardisiert werden, könnten sich 76,4 Prozent der potenziellen Kunden vorstellen, im Web zu kaufen. Lediglich 57,2 Prozent der Online-Käufer fühlen sich sicher, wenn sie im Internet bezahlen.

Die Käufe aus dem Internet haben im Vergleich zum Vorjahr stark abgenommen, so die Studie. Waren es 2002 noch fast 60 Prozent, die das Web in erster Linie zum Einkaufen nutzten, so sind es jetzt nur noch rund 45 Prozent. Für 79,8 Prozent ist die wichtigste Anwendung im Internet die Suche nach Informationen. Nur knapp dahinter liegt Kommunikation über das Web (78,7 Prozent).(pte)

  • Artikelbild
    foto: epa/ahmad yusni
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