Verwirrung um Festnahme von Bin-Laden-Stellvertreter

28. Juni 2003, 12:55
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Iran verhandelt über Auslieferung von El-Kaida-Mitgliedern - Angeblich auch ein Sohn Bin Ladens und Sprecher des Netzwerks, Abu Ghaith verhaftet

Teheran - Der Iran führt nach Angaben aus Diplomatenkreisen geheime Verhandlungen mit Ägypten, Kuwait und Saudiarabien über die Auslieferung mehrerer hochrangiger Mitglieder des Terrornetzwerkes El Kaida.

Die Auslieferung der von den USA gesuchten Mitglieder der Organisation von Osama bin Laden werde El Kaida einen schweren Schlag versetzen, verlautete am Samstag aus den Kreisen in Teheran. Da die Verhandlungen "sehr delikat" seien, gebe es bisher keine offiziellen Angaben über die Identität der Festgenommenen, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP.

Auch Bin Ladens ältester Sohn Saad soll darunter sein

Bei den El-Kaida-Mitgliedern handelt es sich dem Vernehmen nach um den Ägypter Saif al Adel, der nach dem mutmaßlichen Tod des El-Kaida-Militärchefs Mohammed Atef in Afghanistan zur neuen Nummer Drei des Terrornetzwerkes aufgestiegen sein soll. Unter den Festgenommenen sollen auch Bin Ladens ältester Sohn Saad und El-Kaida-Sprecher Sulaiman Abu Ghaith sein.

Keine Informationen zu Bin-Laden-Stellvertreter

Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Satellitensender Al Arabiya hatte am Freitag unter Berufung auf "westliche Diplomatenkreise" berichtet, unter den Iran Festgenommenen sei auch Bin Ladens rechte Hand Aiman el Sawahiri. US-Außenminister Colin Powell erklärte jedoch am Freitag in Washington, er habe keine Informationen über die Festnahme des als El-Kaida-Stellvertreter geltenden ägyptischen Arztes. Der Iran bestritt am Freitag ebenfalls die Meldungen über die Festnahme Sawahiris. (APA)

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    Aiman el Sawahiri, Stellvertreter von Terroristenführer Osama bin Laden

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