Vitamin D verbessert Strahlentherapie bei Brustkrebs

29. Juni 2003, 16:00
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Laut US-Studie wurden Tumore im Tierversuch auf die halbe Größe reduziert

Hanover - Eine Variante des Vitamins D kann den Erfolg der Strahlentherapie bei Brustkrebs deutlich verbessern. Das haben amerikanische Forscher im Tierversuch gezeigt. Nach Strahlenbehandlung und Einnahme der mit dem Vitamin verwandten Substanz EB1089 war der Tumor bei Mäusen demnach nur noch halb so groß wie nach einer ausschließlichen Bestrahlung.

Die Strahlentherapie ist bei Brustkrebs ein gängiges Verfahren. Doch ihr Erfolg ist nach Angaben der Wissenschafter begrenzt, da es immer wieder resistente Tumorzellen gebe. So sei ein erneutes Ausbrechen der Krankheit programmiert. EB1089 habe aber offenbar die Fähigkeit, resistente Krebszellen auszuschalten.

In großen Mengen giftig

Während das im Körper hergestellte Vitamin D in großen Mengen giftig sei und den Kalziumstoffwechsel sowie die Knochen schädigen könne, sei dies bei EB1089 wegen seiner leicht veränderten Struktur nicht der Fall. "Es ist relativ ungiftig, besonders wenn man es mit einer Chemotherapie und dem damit verbundenen Haarausfall, der Appetitlosigkeit und den anderen Nebenwirkungen vergleicht", sagt Studienleiter Sujatha Sundaram von der Dartmouth Medical School (DMS) im amerikanischen Hanover.

Derzeit wird die Vitamin D-Substanz auch am Menschen getestet. Die Forscher hoffen, dass der Wirkstoff auch in der Behandlung von strahlungsresistenten Gehirn- und Prostatatumoren erfolgreich eingesetzt werden kann. (APA/AP)

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