Röntgen bei Kreuzschmerzen nur bedingt sinnvoll

28. Juni 2003, 11:00
posten

Beschwerden an der Lendenwirbelsäule stehen mit per Röntgen nachgewiesenen Wirbelverschiebungen in Zusammenhang

Jena - Bei Kreuzschmerzen haben Röntgenuntersuchungen nur begrenzte Aussagekraft. Nicht zwangsläufig stehen Beschwerden an der Lendenwirbelsäule mit per Röntgen nachgewiesenen Wirbelverschiebungen oder degenerativen Veränderungen im Zusammenhang, wie Radiologen der Universität Jena berichten.

Sie schließen nicht aus, dass bei Kreuzschmerzen künftig herkömmliche Röntgenaufnahmen durch die Magnetresonanz-Tomographie ersetzt und somit Strahlenbelastung und Kosten gesenkt werden können.

Ausmaß der Wirbelverschiebungen mit Spezialmethode bestimmt

Die Wissenschafter hatten bei 45 Rückenpatienten die empfohlenen Röntgenaufnahmen angefertigt und das Ausmaß der Wirbelverschiebungen mit einer Spezialmethode bestimmt. Die Patienten mussten zugleich die Schmerzintensität auf einer Skala angeben.

Bei vierzig Prozent der Testpersonen entdeckten die Mediziner Veränderungen im Randbereich der Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule. Die wichtigste Erkenntnis war aber: Die Veränderungen wiesen keinerlei Zusammenhang zur Schmerzintensität auf. (APA/AP)

Share if you care.