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Houston - Die "Pille für den Mann" funktioniert - zumindest bei Mäusen: US-Forscher vom Baylor College of Medicine in Houston haben es geschafft, auf nicht hormonellem Weg die Zahl der Spermien zu reduzieren und ihre Bewegungsfähigkeit einzuschränken. Die Mäuse wurden unfruchtbar, schreiben Entwicklungsbiologe Martin Matzuk und sein Team im Fachblatt Cell.
Sexualtrieb und Hormonwerte würden von der Methode nicht beeinträchtigt, und nach Absetzen der Substanz hätten sich die Spermien wieder ganz normal entwickelt, sagen die Forscher. Auch beim Nachwuchs gab es keine ungewollten Auswirkungen.
Das verwendete Molekül mit der Bezeichnung JQ1 stammt aus der Krebsforschung. Koautor James Bradner vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston fand heraus, dass es das Protein BRDT blockiert, das wichtig für die Spermienentwicklung ist. Da das Molekül aber an mehreren Stellen des Körpers stark eingreife, könne es selbst nicht als Verhütungsmittel herangezogen werden. Es könnte aber dennoch die Grundlage zur Entwicklung einer "Pille für den Mann" sein.
Forscher weltweit sind auf der Suche nach Verhütungsmitteln für Männer, meistens konzentrieren sie sich aber auf hormonelle Wirkstoffe. Das Problem: Im Hoden gibt es eine sogenannte Blut-Hoden-Schranke, die die Medikamente überwinden müssen. Spermien entwickeln sich in speziellen Nischen, wo sie durch Gewebeschichten geschützt sind. Hormone können die Spermienbildung zwar unterbrechen, allerdings traten häufiger als erwartet Nebenwirkungen auf, erklärt Stefan Schlatt vom Universitätsklinikum Münster. Der hormonelle Ansatz einer männlichen Empfängnisverhütung sei also "leider nicht so erfolgreich wie bei der Frau". Die Tests mit Hormonen wurden eingestellt.
Das Molekül JQ1 wurde in den Bauchraum der Mäuse gespritzt und konnte sich von dort den Weg in die entscheidenden Nischen bahnen, um die Reifung der Keimzellen zu unterdrücken, sagt Schlatt. Wie lange es noch dauern wird, bis tatsächlich eine Verhütungstablette für den Mann auf den Markt kommt, bleibe aber weiterhin offen. (dpa, pum/DER STANDARD, 17.8.2012)
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die hormonelle verhuetung bei der frau ist ja deswegen so "erfolgreich" geworden weil man bei den frauen einfach die vielen schaedlichen und unangenehmen nebenwirkungen in kauf genommen hat. den jemand muss ja schliesslich verhueten oder? und da die frau auch das risiko der kindesaustragung traegt, bleibt ihr oft auch nichts uebrig als die pille zu nehmen, wenn sie nicht staendig schwanger werden will (und in einer beziehung lebt wo der partner nicht bereit ist kondom zu benutzen)
ich kenne keinen einzigen man, der bereit waere sich einer derartigen hormonellen bombe in namen der empfaengnisverhuetung zu unterziehen. den fuer die maenner ist ihr organ das heiligtum und da wuerden sie es nicht wagen es auch nur ansatzweise zu gefaehrden.
"wurde in den Bauchraum der Mäuse gespritzt"
Wenn du ein Problem mit Labortieren im Dienste der Wissenschaft und Medizinischen Forschung hast, stell dich zu den PETA-Aktivisten oder ähnlichen Spinnern auf die Marierhilferstrasse.
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