Mehr Schulsport - Pro: Bewegung ist Bildung

16. August 2012, 18:52

Tägliche Bewegung würde die Aufmerksamkeit erhöhen

Äpfel und Birnen, sagt die Unterrichtsministerin. Ihrer Meinung nach hat die olympische Nullnummer gar nichts mit dem Schulsport zu tun. Sie irrt sich und packt ihre Ganztagsschulen-Gebetsmühle aus. In der flächendeckenden Ganztagsschule sollte demnach genug Zeit für körperliche Betätigung sein. Eine Utopie also.

Im Hier und Jetzt beginnen die Probleme schon im (städtischen) Kindergarten. Der hat oft keinen Freibereich, der Park ist weit weg, es dauert, bis die Zwerge angezogen sind, und die Wettervorhersage ist auch nicht günstig. Wer wirklich will, dass sich sein Kind ausreichend bewegt, ist selbst gefordert. Ab auf den Spielplatz, ab ins Schwimmbad, ab ins Auto und durch die halbe Stadt, um den Nachwuchs beim Sport abzuliefern.

Viele Eltern tun sich das nicht an. Deshalb werden die Kinder und wird die Menschheit immer dicker. Zwei Turnstunden pro Woche steuern nicht gegen, sind sportlich wertlos. Tägliche Bewegung, nicht zu Beginn oder Ende des Unterrichts, sondern mittendrin, würde die Aufmerksamkeit der Schüler erhöhen, auch in anderen Gegenständen. Viele Länder legen mehr Wert auf Bewegung, viele Länder liegen in vielen Pisa-Bereichen vorn. Kausaler Zusammenhang? Das wäre ein interessanter Ansatz.

Irgendwann hätte mehr Schulsport auch mehr Talente und Erfolge im Spitzensport zur Folge. Das wäre die Begleiterscheinung - nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Fritz Neumann, DER STANDARD 17.8.2012)

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wenn jemand mit ca. 11-14 jahren keine rolle vorwärts mache kann oder 3 km nicht ohne rasten laufen kann,sollte auch nicht mehr als mit einem genügend benotet werden--auch das kann man üben
bei turnen oder religion gibt es doch nur einser und zweier

Bewegung ist die eine Sache ...

Ich bin auch dafür, dass Schulkinder sich mit Freue am Sport in den Turnstunden verausgaben, aber zwingen kann man sie nicht dazu. Jemand der gerne Sport macht, wird ohnehin mehr als notwendig für sich tun.

Was mir viel wichtiger erscheint ist, dass der Turnunterricht nicht nur weiterhin aus sportlicher Tätigkeit besteht, sondern auch im Punkt Ernährung ausbildet. Auch die Noten für den Unterricht sollten sich demnach aus beidem zusammensetzen.

Die Modelle der Sportschulen haben längst Ernährungswissenschaften als Lerninhalt. Die Vorteile muss man dabei vielleicht gar nicht erwähnen. Warum ziehen die anderen Schulmodelle dabei nicht nach ?

ich bin für mehr mathe & physik...

Am besten ohne Pausen und

bei Versagen gibt´s Karzer?
Das Eine schließt ja das andere nicht aus.

MEHR Schulsport....

da kan.n man nur dafür sein !

mehr Schulsport

wäre wie mehr Englisch um mit den Schülern Vokabeln zu lernen.

G´sunde Menschen sind wichtiger

als Spitzensportler.
Was soll das?
Auch hier wieder die parteipolitisch motivierte aussage über Schmied.

ES IS BLUNZ`N!!!!

Aber der Schluss stimmt: Täglich Bewegung und Sport am besten durch ausgebildete Sportlehrer und Trainer, am besten in Verbindung mit sportmotorischen und spoortmedizischen Tsts. Das wäre das Ideal.

Wird´s nicjt spielen, aber annähern kann man sich.

An den Autor: In den wiener städt. KGs gibt´s laufend Leistungsabfragen durch´s Magistrat. Da werden gezielt Kids mit Defiziten und Talenten gesucht. Das war noch eine Initiative vom Gusenbauer.
Irgendwie scheiter´s offensichtlich auch an der Kommunikation.

Sporterfolge oder Niederlagen sind abgesehen vom Athleten nur was für Fremdstolzierer bzw. Fremdschämer.
Es ist sicher nicht Aufgabe der Politik dieses mangelhaft individualisierte Publikum mittels Zwangsmaßnahmen und Steuergeld zu bedienen.
Wer Sport mag soll Sport betreiben, wer Sport nicht mag soll auch nicht dazu gezwungen werden.

In Latein (1972) mussten wir bei jedem Fehler vor dem offenen Fenster Liegestütze machen. Ich glaub, ich war deshalb so gut in Latein.
Wenn er selbst einen machte, warf er sich zu Boden, machte mit seinen geschätzten 110 kg auf den Boden und schrie, sich selbst bezichtigend: ....du Trottel, du A... etc.)
War lustig anzuschauen, aber OlympiasiegerIn hat er dadurch keinen/e hervorgebracht

Theoretisch hat der Autor recht.

Praktisch sind zu viele Turnlehrer einfach gescheiterte Athleten mit kaputten Gelenken, die sich im "Turnunterricht" mit Zeitung und Thermoskanne in eine Ecke setzen und Dinge von sich geben wie "Tats hoit Fuaßboi spün" oder "Härter wern, Burschn, härter wern".

Das übrigens sowohl im normalen Turnunterricht als auch im Freifach "Haltungsturnen" (LOL).

Dass den Jocks (dumme Sportfreaks) die Tore wurscht waren und statt dessen als Punktestand gezählt wurde, wie oft jemand einen Geek (fette Nichtsportler) durch Balltreffer, Tritte oder Schläge in Gesicht oder Geschlecht zum Heulen bringt, hat den Lehrer anscheinend nicht interessiert: "Härta wern Purschn härta wern". Ein WITZ!

zweischneidig

wir hatten in der schule viel mehr sport, als es heute am lehrplan steht.
das pech dabei war, dass der dazugehörige lehrer ein echtes talent dazu hatte, einem jegliche lust daran zu verderben.
faszit: wir waren im turnunterricht, so hieß das damals noch, "krank" und sind am nachmittag 100km mit dem rad gefahren. einfach, weil's dann spaß gemacht hat.

"Talent...jegliche Lust daran zu verderben"
Hatten das nicht fast alle Lehrer bzw. die Schule insgesamt oder die Kombination aus Lebensalter und Schule oder die Überlastung durch zu viel Lehrstoff? Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber viele Themen, z.B. Geschichte oder Kunst, haben mich erst später wirklich interessiert. Ginge ich heute noch einmal in die Schule, würde ich viele Themen mit anderen Augen sehen und mich mehr dafür interessieren.

Unser Turnprof war da härter.

Der hat sich einen Doppler aus der Tusche geholt, in einem Krügerlglas einen G´spritzten eingeschenkt uns manchaften bilden lassen und einen Ball in die Halle geworfen. Wir durften dann Völkerball spielen.
Wenn man dann bei den "Prüfungen" den Felgeaufschwung nicht geschafft hat, gab´s dann ein "befriedigend".
Stille Post hat er auch gerne gespielt. Am Ende kam immer "Scheisse!" raus.
Sein Fazit: "Egal was man mit euch macht, am Ende kommt doch immer Scheisse raus!" Dshalb durften wir dann immer Völkerball spielen....

Andere Laender machen es vor

Wollen wir wirklich wieder hinterher hinken. Andere Laender machen vor, wie es geht.
In der Frueh, vor Unterrichtsbeginn, in Reih und Glied aufgestellt, dazu vielleicht noch die Schulregeln im Chor singend, welche man im Ethikunterricht erarbeitet hat.
Das staerkt das Gemeinschaftsbewusstsein.

Vielleicht so wie hier: http://www.youtube.com/watch?v=RKXZ8QTLqEM

Aber warum sollten nur Kinder profitieren? Wie waer es, wenn im ganzen Land alle Arbeitgeber verpflichtet wuerden, jeden Tag mit ihren Angestellten zu trainieren. Mit phantastisches Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem:
http://www.youtube.com/watch?v=taHYsmLpWDY

Der Staat kann sich gar nicht in genug Bereiche des Lebens einmischen!
Michael

aber dazu

müssen wir erst endlich diese faulen betonierer los werden! wir brauchen die besten der besten, die das umsetzen!

Sowieso

Ein riguroser Selektionsprozess, der aus dem Lehrerueberschuss, den wir derzeit ja bekanntlich haben, nur die Besten der Besten der Besten aussortiert.
Mit diese 2-4 Personen revolutionieren wir das System.
Michael

...oder holen uns gleich das A-Team ;-)

Ein guter Anfang wäre ..

wenn die Kinder selbst zu Schule gehen würden, anstatt von Haustür zu Haustür gefahren werden.

Selbstverständlich muss man Ihnen den Umgang mit den Verkehrsregeln und den Öffis beibringen. Ab einem Alter von ca. 10 Jahen sollte das auch in der Stadt kein Problem darstellen.

Ab 10 Jahre ?

Sorry, aber bei uns gehen die Kids schon ab der ersten Klasse VS, nach ein paar Wochen...

Und Busse könnens auch benutzen...

Da müsste man bei den Eltern anfangen. Ich hatte Arbeitskollegen, die 250 Meter zum Mittagessen nicht zu Fuß zu gehen bereit waren, sondern partout mit dem Auto fahren mussten ...

Schulsport mit Sportvereinen zusammenlegen

Anscheinend sind viele Sportlehrer nicht in der Lage die Schüler zu motivieren und anscheinend fehlt es viele Schulen an Zeit / Geld / Personal / Räumlichkeit. Wenn es in Österreich tatsächlich so viele Sportvereine zu vernünftigen Preisen gibt, könnte man die doch mit den Schulen kooperieren lassen. Das gibt es bestimmt viele Möglichkeiten.

Lieber die bestehenden Turnstunden vielfältiger gestalten

Ich bin erst nach der Schule sportlich geworden. Bei uns bestand Schulsport hauptsächlich aus kicken. wofür ich kein Talent habe. Nach der Schule bin ich draufgekommen dass es Sportarten gibt für die Talent habe (z.B. fechten, laufen). Heute mach ich sicher 4-5 Stunden Sport pro Woche, mehr als zu meiner Schulzeit.

wennst fechten

kannst, kannst kicken auch

Schulsport hat nichts mit Leistungssport zu tun

Da könnte man auch behaupten, wer viel Mozart auf seinem iPod hört könnte eines Tages Starpianist werden. Leistungssport fängt lange vor und/oder ausserhalb der Schule an. (Zahlungs-)Willige Eltern, eine ideale Infrastruktur an Sportstätten, gut ausgebildete Trainer, gut organisierte Vereine und nicht zuletzt der wirkliche Wille eines Kindes, in seinem Sport zu Wettkämpfen anzutreten und Bestleitungen zu erbringen sind die Faktoren die zumindest einmal die notwendige Basis
für Hochleistungssport bilden. Die Schule kann hier maximal dazu beitragen indem sie Kinder, die Leistungssport betreiben vom normalen Schul(breiten)sport freistellt um diese Zeiten für ernsthaftes Training zu nutzen.

trotzdem brauchst eine

vernuenftige (!) Basisausbildung u. hapert es gewaltig

http://derstandard.at/134374502... der-Praxis

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