Promotion - entgeltliche Einschaltung

Von der Abwesenheit der Kunst des Films

10. August 2012, 18:06

Während seines Aufenthalts als Artist-in-Residence im quartier21 produzierte Daniel Sannwald den experimentellen Kurzfilm "The Absence of Anything"für den "Summer of Fashion". Petra Gschwendtner war bei der Uraufführung dabei.

Daniel ist bekannt für seine surrealistischen Bilderwelten und seine Modefotografien. Umso interessanter ist es, dass er sich nun dem bewegten Bild zugewandt hat und gemeinsam mit dem bekannten Kameramann Gerald Kerkletz einen Kurzfilm gedreht hat.

"The Absence of Anything" ist kein Modefilm, sondern war für Daniel Sannwald vielmehr ein kreatives, künstlerisches Projekt, bei dem er sich austoben konnte. Die Inspiration für den Film war „eine Liebe", so Sannwald kryptisch. Das Team hinter dem Film war riesig und es wurde mit einer hochwertigen RED-Camera gedreht. Der experimentelle Kurzfilm soll zwei junge Männer zeigen, die sich auf eine Reise außerhalb der Grenzen von Raum und Zeit begeben, um die Unvergänglichkeit zu finden. „The Absence of Anything" ist in Kapitel unterteilt, die durch eine Einblendung von Farben gekennzeichnet werden; Farben, die alles und nichts bedeuten können. Die beiden Männer werden nebeneinander inszeniert, weniger miteinander. Die Bilder sind zwar stark, die Kameraeinstellungen teils interessant gewählt, doch es fehlt an Tiefe. Der Film schafft es nicht, zu berühren. Prolog und Epilog wirken, als wären sie mit einer Lochkamera aufgenommen worden. „The Absence of Anything" ist verwirrend und für mich ein bisschen unschlüssig, unfertig und viel zu kurz. Es fehlt an Tiefe, an Gefühlen und ein bisschen auch an Aussage. Schade, man hatte eigentlich mehr erwartet.

„Experimental Films" von Erwin Blumenfeld wirkt im Vergleich stimmiger. Schöne und interessant inszenierte und geschnittene Aufnahmen. Blumenfeld spielt mit Spiegeln, Geometrie, Formen, Zeit und Schnitten. Bezaubernd und verblüffend für die frühe Zeit, in der diese Kurzfilme entstanden.

Der letzte Kurzfilm des Abends war "13 Most Beautiful...Songs for Andy Warhol's Screen Tests", der von Andy Warhol in den USA zwischen 1964 und 1966 gedreht wurde. Lieder der damaligen Zeit mit Screen Tests von Edie Sedgwick und Co. Authentisch, ehrlich und sympathisch.

 

  • Artikelbild
    foto: petra gschwendtner
  • Artikelbild
    foto: petra gschwendtner
  • Artikelbild
    foto: petra gschwendtner
Share if you care.