Polizei tötet Demonstranten in Libreville

16. August 2012, 17:57
  • Ein ausgebranntes Polizeifahrzeug in Libreville.

Opposition beklagt Butalität - Protest gegen Präsident Ali Bongo

Libreville - Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten sind im zentralafrikanischen Gabun nach Angaben der Opposition drei Menschen getötet worden. Die oppositionelle Partei National-Union warf den Sicherheitskräften vor, am Mittwoch mit Brutalität gegen die Teilnehmer eines Protest in der Hauptstadt Libreville vorgegangen zu sein. Die Partei hatte im Zentrum der Stadt zu einer Demonstration gegen den Präsidenten Ali Bongo Ondima aufgerufen, der 2009 nach einer umstrittenen Wahl die Nachfolge seines kurz zuvor verstorbenen Vaters an der Staatsspitze angetreten hatte.

Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, errichteten die Demonstranten Barrikaden, zündeteten Mülltonnen an und setzten mehrere Autos in Brand. Jugendliche warfen mit Steinen und leeren Flaschen auf Polizisten, die mit Tränengas gegen die rund 2000 Demonstranten vorgingen. "Hau ab, Ali", riefen die Protestteilnehmer, die sich mit Parolen für den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten der National-Union André Mba Obame stark machten. Dieser hatte Gabun 2011 verlassen, nachdem er sich selbst zum rechtmäßigen Staatsoberhaupt ernannt hatte. (APA, 16.8.2012)

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1 Posting
Bei der letzten Wahl gewann die Opposition und der gewinner musste sich monatelang in der UNO Mission verstecken.

Frankreich hat, wie in Togo und anderen "ex-"Kolonien, natürlich die Regierungsversion unterstützt, Bongo anerkannt und fleißig Waffen geliefert, um die Demonstrationen nieder zu schießen.

Mal sehen wie anders Hollande sich in dieser Beziehung als Sarkotzy gibt.

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