Eigentums-Preise steigen weiter

16. August 2012, 18:10
  • Die Traumimmobilie "Häuschen im Grünen".
    foto: lutz stallknecht / pixelio.de

    Die Traumimmobilie "Häuschen im Grünen".

Hohe Nachfrage treibt Preise für deutsches Wohneigentum weiter an - Käufer machen immer mehr Abstriche von ihren Wünschen

Die hohe Nachfrage nach Eigentum treibt die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland weiter in die Höhe. Der vom Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) am Donnerstag veröffentlichte Preisindex für selbstgenutztes Wohneigentum kletterte im zweiten Quartal auf 113,5 Punkte - ein Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres legte der Index moderat um 1,3 Prozent zu.

Nach Angaben des Verbands ist das Wachstum Ausdruck der konjunkturellen Entwicklung: Niedrige Zinsen ermutigten gerade junge Familien, mit Wohneigentum in ihre Altersvorsorge zu investieren.

Mehr und mehr Abstriche

Gleichzeitig sind offenbar immer mehr deutsche Wohnungssuchende dazu bereit, Abstriche zu machen, was die Ausstattung der gewünschten Wohnung betrifft. Wie die deutsche "Immobilien-Zeitung" unter Berufung auf eine Online-Umfrage berichtet, hielt etwa eine "problematische Nachbarschaft" im Jahr 2010 noch zwei Drittel der Wohnungssuchenden vom Kauf einer Immobilie ab. Heute lässt dies nur noch knapp die Hälfte davor zurückschrecken. Nichtsdestotrotz sei das immer noch der Hauptgrund für eine nicht zu Stande kommende Transaktion - vor dem fehlenden Garten und dem nicht vorhandenen Pkw-Stellplatz. (red, derStandard.at, 16.8.2012)

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Ja, da geht die Inflationsangst um. Und es gibt genug Leute, die genug Geld haben. Is weiter nicht tragisch, schlimm wirds erst, wenn die Anlage Gewinn bringen soll, den dann Leute zu zahlen hätten, die jetzt schon kein Geld fürs Eigenthum haben, weil sich andere zu viel vom Kuchen genommen haben...

Bis die Zinsen wieder steigen

Bis die Zinsen wieder steigen. Jetzt kaufen viele Leute aufgrund von niedrigen Verzinsung. Denn Wohnung und Häuser haben eine Wertkurve wie langläufige Anleihen oder eine unendlich lange Anleihe mit fester Relation zu Verzinsung. Wenn die Zinsen niedrig sind, steigen ihre Kurse und umgekehrt. Aber irgendwann steigen auch die Zinsen (wenn die Wirtschaft anspringt, warum nicht?) dann treten zwei Effekte ein:
(1) Die Wertkurven der Wohnung werden fallen und (2) viele Leute die größeren Kredite zur finanzierung ihre Wohnungen haben, werden nicht in der Lage die Rückzahlung zu bedienen, so werden Wohnungen verstärkt auf dem Markt versteigert werden.

Der Zeitpunkt, an dem die Zinsen wieder steigen, könnte auch jener sein, an dem die Inflation erst so richtig los geht. Und die Zinsen werden, wie schon jetzt, auch dann deutlich hinterherhinken. Darüber hinaus bin ich ziemlich überzeugt davon, dass das Vertrauen in den Euro in weiten Kreisen der Bevölkerung nachhaltig zerstört ist und sich nicht von einem Tag auf den anderen wiedeerherstellen lassen wird.

Unwahrscheinlich. Es ist kaum ein Anstieg bei den Wohnkrediten zu verzeichnen. Der Anstieg geht stark auf Invests zurück.

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