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Brasilia - Dass in Brasilien nun abermals ein Baustopp gegen das Wasserkraft-Projekt Belo Monte (Amazonas-Gebiet) verhängt hat, lässt den steirischen Anlagenbauer nicht um seine Aufträge an dem Megaprojekt bangen. Bei derartigen Großprojekten seien Verzögerungen nichts Unübliches, hieß es am Donnerstag von Andritz. Andritz gehe davon aus, dass das Projekt weiter laufe.
Die brasilianische Justiz hat gegen das umstrittene Wasserkraftwerk-Projekt Belo Monte im Amazonas-Gebiet erneut einen Baustopp verhängt. Das Gericht gab der Klage des Bundesstaates Pará Recht, nach der es Unregelmäßigkeiten bei der Baugenehmigung des Kongresses an das Unternehmen Norte Energia gegeben habe. Die Parlamentarier hätten den Standpunkt der durch den Bau des drittgrößten Wasserkraftwerks der Welt betroffenen Volksgruppen vor der Verabschiedung der Baugenehmigung 2005 anhören müssen, befand das Gericht. Folglich müsse das Projekt neu genehmigt werden. Das Unternehmen kann vor dem Obersten Gerichtshof aber Berufung einlegen.
Umweltgruppen, auch aus Österreich, haben den neuerlichen Baustopp begrüßt. Gegen das Projekt gibt es in Brasilien heftige Proteste von Umweltschützern. Kritiker fürchten, dass durch das Wasserkraftwerk Zehntausende Menschen umgesiedelt werden müssen. Die Regierung bezeichnet das geplante Werk am Xingu-Fluss als notwendig für die Energiesicherung. Ein erster gerichtlicher Baustopp wurde im September 2011 nach drei Monaten aufgehoben.
Auf beiden Seiten des Konflikts spielen österreichische Akteure eine wichtige Rolle. Der Vorarlberger Geistliche und Träger des Alternativen Nobelpreises Erwin Kräutler ist Bischof der Diözese Xingu, wo der umstrittene Staudamm gebaut werden soll. Er kämpft dort seit Jahren für die Erhaltung des Regenwaldes und die Rechte der indigenen Bevölkerung.
Die steirische Andritz AG ist wiederum mit einer Auftragshöhe von etwa 330 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt und liefert Turbinen und Generatoren. Grüne und Greenpeace hatten das Engagement des österreichischen Unternehmens mehrfach kritisiert und dessen Ausstieg gefordert.
Andritz meldete am Donnerstag, dass der Finanzinvestor Capital Group seinen über diverse Fonds gehaltenen Anteil am 10. August geringfügig von 5,01 auf 4,99 Prozent reduziert hat. Dabei handle es sich um Portfolioanpassungen, die im August üblich seien, hieß es. (APA, 16.8.2012)
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Was ist die Alternative?
-Ein Damm an einem anderen Fluss? - führt zu den gleichen Protesten
-ein AKW - führt zu Protesten - kostet mehr.
-Solaranlage - führt zu Protesten weil irrgendwo eine extrem große Fläche (um den Staudamm zu ersetzen) gerodet werden muss - vielleicht sogar Urwald gerodet werden muss.
-kein Kraftwerk - führt in 5 Jahren zu Protesten weil Wirtschaft und Industrie stagniert und dann leben wieder alle auf der Straße, dafür aber musste der Kokabauer nicht umziehen. yeeha
also was ist die Alternative? Eure Meinung?
Andritz sorgt u.a. dafuer dass sich die Leute in den Industrielaendern mit weissem Klopapier den Arsch wischen koennen und nicht zu, Gott bewahre, etwa garstig grauem nur ein bischen weissem Recyclingpapier greifen muessen. Dabei gehen sie bewiesenermassen ueber Leichen in den Laendern wo sie ihre Papiermuehlen und Kraftwerke hinverkaufen. Schmiergeld, Umweltzerstoerung, Dumpingloehne, Vertreibung der Indigenen, wenns nicht gehen wollen dann kommt es schon auch mal zu Morden, damit hat man natuerlich offiziell nichts zu tun. Verbrecher denen der Prozess gemacht gehoert.
Wäre ich einer der betroffenen Anrainer würde ich mich darauf konzentrieren eine angemessene Entschädigung zu erhalten, anstatt das ganze Land für meinen kleinen Acker (welcher ebenfalls dem Urwald durch Rodung abgerungen wurde) in Geiselhaft zu nehmen.
Aber das machen Ökos ja am liebsten, anderen ihre fortschrittsfeindliche Sichtweise aufs Auge drücken. WIR haben schließlich genug Strom, nicht wahr?
Nein, sie sollen auf Strom verzichten. Die weltgewandten Öko-Aktivisten aus Mitteleuropa leben ja schon mit allen Annehmlichkeiten und betreiben ihren Aktivismus nur um auf der nächsten Cocktailparty erzählen zu können, welches "Land sie schon wieder kennengelernt haben" (Natürlich alles auf Kosten naiver Spender). Dort sind natürlich alle Menschen viel netter als in Österreich und wenn mal was schief läuft, sind die bösen westlichen Konzerne Schuld.
geht es in der Causa Belo-Monte-Kraftwerk um derartig viel Geld, dass sie sich verzweifelt daran festklammern.
Ganz ehrlich, würde jemand fordern: wir müssen nur etwa 100 Amazonas Indianer erschießen und etwa 10000 Wildtiere abmurksen um ganz schnell die Baugenehmigung zu erhalten, die Verantwortlichen Leader der beteiligten Unternehmen hätten nicht die Moral um zu sagen : NEIN, keinesfalls, das geht zu weit!!
Schöne neue Welt, schöne neue Wirtschaft, geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut (was für ein Nonsens)
dessen wesentlicher Geschäftszweig Kraftwerksbau ist, kann entweder Kraftwerke bauen oder - Sie erraten es sicher - zusperren. Es ist wahrlich nicht die Aufgabe von Andritz, sich für den Stopp des Projekts stark zu machen. Das liegt in der Verantwortung anderer Stellen. Der Brasilianische Staat zum Beispiel, die Gerichte, oder meinetwegen das Brasilianische Volk aus Solidarität mit den "Kraftwerksopfern".
und Sie meinen im Ernst, dass die Herrschaften von Andritz nicht ein bissl behilflich wären bei der Beschaffung diverser Genehmigungen, bzw. bei der Unterdrückung von Gegenmeinungen???
Mal was von Schmiergeldern gehört?? Und die Kassen sind voll.
Moral? leider nein!
Und dafür sollten wir uns alle schämen und Andritz boykottieren, wenn die das ned bald ändern (bei dem Türkischen Stauprojekt läufts genauso)
Nur mammon zählt??? Dann noch viel Spass im Geierleben
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