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Die Leiche wurde in einem Waldstück in Königstetten gefunden.
Eine DNA-Prüfung soll Gewissheit bringen.
vergrößern 496x1239Die Chronik des Entführungsfalls.
Wien - Einem Jäger soll ein Erdhügel in einem Waldstück zwischen Königstetten und Neuwaldegg im Bezirk Tulln aufgefallen sein. Unter kleinen Baumstümpfen und Erde fand er Donnerstagvormittag in einem seichten Loch eine Leiche. Der Tote dürfte Wirtschaftsanwalt Erich Rebasso sein. "Es deutet alles darauf hin, dass es sich um Rebasso handelt", sagte Chefinspektor Roman Hahslinger zum Standard. Gewissheit soll ein DNA-Abgleich bringen, dessen Ergebnis für heute, Freitag, erwartet wurde.
Der Tote soll in etwa 50 Metern Entfernung zur Straße, die zur Dopplerhütte führt, vergraben gewesen sein. Der Verwesungszustand weise darauf hin, dass Rebasso zeitnah zu seiner Entführung getötet wurde, hieß es aus Polizeikreisen. Zunächst gab es laut Hahslinger keinen äußerlichen Hinweis auf die Todesursache.
Der 48 Jahre alte Jurist war seit 27. Juli abgängig. Er soll in einer Tiefgarage am Georg-Coch-Platz in der Wiener Innenstadt überwältigt und entführt worden sein, als er sich gerade auf den Weg zu einem Auswärtstermin ins südliche Niederösterreich machen wollte. Auf Überwachungsbildern ist zu sehen, wie ein fremder Mann zunächst mit Rebassos Mercedes und dann ein weiterer Mann mit einem Mietwagen aus der Garage fährt.
Der Mercedes wurde vier Tage später gefunden, der Mietwagen wurde der Leihfirma zurückgebracht. In beiden Fahrzeugen fand man Blut des Advokaten.
Als dringend tatverdächtig gelten zwei Russen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, die vergangenen Dienstag in Moskau verhaftet worden sind. Sie waren bisher nicht geständig. Am Donnerstag sollte über die beiden U-Haft verhängt werden. Ein Auslieferungsantrag nach Österreich sei noch nicht gestellt worden.
Keine Auslieferung
Allerdings: Russlands Verfassung verbietet die Auslieferung russischer Staatsbürger an fremde Staaten. Auf diesen Passus hat sich Moskau schon früher berufen, etwa beim Skandal um die Polonium-Vergiftung des Ex-KGB-Agenten Alexander Litwinenko in London. Scotland Yard verdächtigt in dem Fall den russischen Geschäftsmann Andrej Lugowoi, doch Russland weigert sich, ihn auszuliefern. Inzwischen ist Lugowoi übrigens Duma-Abgeordneter für die LDPR.
Die beiden Verdächtigen im Fall Rebasso hatten für das Mietauto Ausweise hinterlegt, anhand derer sie in Russland ausgeforscht werden konnten. Mitarbeiter des Landeskriminalamtes Wien und des Bundeskriminalamtes hatten die beiden in Moskau tagelang observiert, schließlich wurden sie verhaftet. Inzwischen sind die österreichischen Beamten wieder nach Österreich zurückgekehrt.
Die Ermittler gingen von Beginn an davon aus, dass sich die Hintergründe der Tat in Russland abgespielt haben, da das Opfer dort zahlreiche Klienten hatte. Sein Name fiel vor Jahren in einem Fall um einen Anlegerbetrug in Russland, wo Privatanleger um hohe Geldsummen geprellt wurden. Nach seiner Selbstanzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien wurde festgestellt, dass sein Name allerdings missbräuchlich verwendet worden ist. Dennoch sollen mehrere Forderungs- und Drohschreiben in der Kanzlei des Wirtschaftsanwaltes eingegangen sein. (ab, fern, spri, DER STANDARD, 17.8.2012)
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Der Jurist starb demnach durch Ersticken
Über die beiden in dieser Woche in Moskau festgenommenen Verdächtigen wurde am Freitag die Untersuchungshaft verhängt
Obduktionsergebnis veröffentlicht - Leiche in der Nähe des Wohnortes gefunden
Der Auslieferungsantrag wurde noch nicht gestellt
Nicht die "Russen-Mafia", sondern zwei inzwischen verhaftete Betrogene sind die Hauptverdächtigen im "Fall Rebasso"
Russen hatten offenbar echte Pässe bei Mietwagenfirma vorgelegt
Die Forderung sei bereits in den ersten Tagen nach der Entführung eingegangen, sagte die Polizei
Jahrelang waren die russischen Paten in Österreich kein Thema mehr. Doch die Entführung des Anwaltes Erich Rebasso erinnert an den langen Arm der Ostmafia, die in den 90er-Jahren die Unterwelt aufmischte und sogar Auftragsmorde ausführen ließ
Die vielen Mafia-Clans sind in Russland eng mit Politik und Wirtschaft verbunden
Fahrzeug des Wiener Wirtschaftsanwalts nach Untersuchung wieder der Familie ausgehändigt - Videoaufnahmen aus Tiefgarage mit schlechter Bildqualität
Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen Anwalt auf dem Weg zu seinem Auto, am Steuer jedoch einen Unbekannten
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Rebasso war ein kluger Kopf, der sich sehr gut in Russland ausgekannt hat. Deswegen war im mit Sicherheit klar, dass er sich, wenn er dort gutes Geld verdienen will, die Finger schmutzig wird machen müssen. Auch war ihm wohl klar, dass er dann tagtäglich mit Verbrechern zu tun hat und selbst auch zu einem wird. Man kann sich halt nicht waschen und dabei nicht nass werden. Alle RussInnen die ich kenne, und das ist eine sehr große Zahl, wissen das, und es ist immer ein Thema, ob man versucht "reich" zu werden oder sich lieber aus dem ganzen Spielchen raushält.
Rebsasso hat sich fürs Geldverdienen entschieden und die Rechnung präsentiert bekommen. Leider hat er dabei nicht an seine Familie gedacht.
bei Nachrichten wie diesen weiß man wieder, woher Filmemacher ihren Stoff nehmen. Traurig, eine andere Welt, deren Existenz einen wieder daran erinnert, dass nicht alles eitel Wonne ist und es größere Probleme gibt als den Schmafu, der bei uns oft die Blätter füllt.
hat fast immer aerger, die leute leben mental in der steinernen zeit, im uebrigen sind die festgenommenen leute mit sicherheit nur die ausfuehrer eines auftrags. wenn der auftraggeber genuegend geld und einfluss hat geschieht dem sowieso nichts. russland ist kein rechtsstaat sieht man doch jeden tag, neueste version> pussy riots.
als ich erstmalig in den Nachrichten hörte, dass dieser Anwalt entführt wurde und er in irgendwelche zwielichtigen Geschäfte mit und in Russland verwickelt war, habe ich noch zu meiner Frau gesagt: "glaub kaum, dass er das überlebt" :-(
Mein aufrichtiges Beileid der Familie von Hrn. Rebasso und allen Angehörigen
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