Banken geben Jungen keine Kredite

Die Finanzierungssituation ist für zwei Drittel der Jungunternehmer schwierig. Da Banken auslassen, wird nach Alternativen gesucht

Wien - Fast zwei Drittel der Jungunternehmer hadern mit der derzeitigen Finanzierungssituation. Die Chance, in den kommenden Monaten von Banken einen Kredit zu bekommen, beurteilen 19 Prozent als "sehr schlecht" und 45 Prozent als "eher schlecht", geht aus einer Wirtschaftskammer-Befragung unter Jungunternehmern hervor. Negative Auswirkungen werden durch die verschärften Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III) erwartet. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich alternative Finanzierungsquellen.

Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, fordert die Erhöhung des Grenzbetrages für die Prospektpflicht auf 300.000 Euro, den Ausbau bestehender Besicherungsmaßnahmen und die Einführung eines 50.000 Euro-Investitions-Freibetrags sowie der 10.000 Euro-GmbH.

Stimmung zaghaft positiv

Puncto Ertragslage ist bei den Unternehmern nach wie vor vorsichtiger Optimismus angesagt. 45 Prozent erwarten eine konstant bleibende Ertragslage (Jänner 2012: 44 Prozent). 24 Prozent gehen von einer Verbesserung aus (Jänner: 26 Prozent), 25 Prozent (Jänner: 21 Prozent) von einer Verschlechterung. Auch hinsichtlich Investitionstätigkeiten hat sich gegenüber Jänner kaum was verändert. Ein Viertel möchte die Investitionen steigern, 31 Prozent rechnen mit sinkenden Investitionsplänen.

Der Anteil jener, die mit einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung rechnen, ist seit 2008/2009 von 60 auf 33 Prozent gesunken. (APA, 16.8.2012)

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