"XCOM: Enemy Unknown": Rundenweise die Welt vor Aliens retten

16. August 2012, 14:23
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Der GameStandard hat Firaxis Neuauflage des Strategie-Hits angespielt.

Bis auf die Zähne bewaffnete Soldaten? Check! Fiese Aliens, die die Menschheit bedrohen? Check! Und dennoch wollen sich die Veteranen von Firaxis ("Civilization") mit der Neuauflage von "XCOM" nicht in die Flut von 0815-Shootern einreihen. Mit "XCOM: Enemy Unknown" haben die Schöpfer ein klassisch rundenbasiertes Strategiespiel im Sinn, bei dem man eine vierköpfige Truppe von Eliteeinheiten mit der Rettung der Welt betraut. Auf der Gamescom ließ Herausgeber 2K Games sowohl den Einzelspieler- als auch den Mehrspielermodus anspielen.

Fehler mit Konsequenzen

Dem Storyboard nach haben Außerirdische die Erde überrannt und verbreiten Angst und Schrecken in den Straßen. Die letzte Hoffnung ist das Geheimprojekt XCOM bei dem unter der Anleitung führender Wissenschaftler Supersoldaten für den Kampf gezüchtet werden. Mit einem Squad von vier frei wählbaren Mitstreitern macht man sich so auf, um rund um den Globus die Bedrohung aus dem All zu verjagen. Und dies nach den Gesetzten eines Rundenstrategiespiels.

So darf der Spieler mit jedem seiner Mannen immer einen Zug machen, eine Aktion setzen oder einen Angriff durchziehen, bevor der Gegner an der Reihe ist. Das bedingt taktisches Vorgehen, denn, so die Entwickler, kann jeder der Soldaten sterben und ist dann für immer verloren. Mit ihm gehen auch sämtliche Erfahrungspunkte und Fortschritte flöten und ein Rookie tritt an seine Stelle.

Entwicklung im Hintergrund

Während taktische Feldzüge die Action-Komponente bilden, muss im Hintergrund, in der XCOM-Zentrale, fleißig geforscht werden, um die Krieger an der Front mit den neuesten Waffen und Gadgets auszustatten. Die Forschungszweige bauen aufeinander auf und schließen einander teilweise aus. Dadurch ist man gezwungen, sich für eine Spielweise zu entscheiden und erhält Anreize, die Kampagne wiederholt zu erleben.

Gemeinsam bis zum Schluss

Der Mehrspielermodus ändert nichts am Rundensystem, und erlaubt es, seine Squads frei zusammenzustellen. Wichtig ist, dass man lernt, sich den Gegnern anzupassen und seine Squadmitglieder gezielt nach ihren Fähigkeiten auszuwählen. Die stärksten und ausdauerndsten Kämpfer mögen zwar dicke Fäuste haben, können aber mentalen Angriffen nicht standhalten.

Um Chancengleichheit zu gewährleisten, erhält jeder Spieler vor Partiebeginn 10.000 Spielpunkte, die frei für Waffen und Technologien ausgegeben werden können. Dann kann das Match auch schon starten, wer zuletzt noch steht, gewinnt.

Mit Köpfchen

Es spielt sich wie eine Runde Speed-Schach. Jeder Zug muss im Multiplayer innerhalb von 90 Sekunden erfolgen, was einen unter Zugzwang versetzt. Das Schöne am Spielprinzip: Taktik und Anpassungsfähigkeit gewinnen über Geschwindigkeit und Spielroutine.

"XCOM: Enemy Unknown" erscheint am 12. Oktober für PC, PS3 und Xbox 360. (Zsolt Wilhelm aus Köln, derStandard.at, 16.8.2012)

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    foto: 2k games
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