Dropbox: Ein junges Unternehmen mit alter Hacker-Tradition

  • Viele Entwickler und Marketer wandern von Unternehmen wie Facebook zu Dropbox ab
    foto: dropbox.com

    Viele Entwickler und Marketer wandern von Unternehmen wie Facebook zu Dropbox ab

Als Arbeitgeber ist Dropbox nicht nur beliebt sondern schafft es auch Mitarbeiter zu behalten

Als Dropbox vor Jahren Apples Finder reverse-engineered hat, war sogar Steve Jobs daran interessiert. Einer der letzten Coups des jungen Unternehmens ist der automatische Upload von Fotos und Videos sobald ein Smartphone angesteckt wird. Dinge, die bei Dropbox zufällig entstehen, denn wenn man AllThingsD Glauben schenken darf, hatte Dropbox beispielsweise nie die Absicht Kamera-Uploads durchzuführen. Doch die Nachfrage war groß und so musste eine Lösung her. Den Mitarbeitern wird dort so viel Freiheit gelassen, dass es das Unternehmen zu einem beliebten Arbeitgeber macht.

Zeit für eigenständig entwickelte Lösungen

Reverse Engineering scheint bei Dropbox überhaupt zur Firmenkultur geworden zu sein. Anfangs sei das auch noch einfach gewesen, da das Produkt einfach aufgebaut war und die Menschen mit der Lösung des Online-Speicherplatzes zufrieden waren. "Es gab keine Beschränkungen", meint Dropbox-CEO Drew Houston. Eine Veranstaltung ähnlich des Hackathons bei Facebook dauert bei Dropbox allerdings eine ganze Woche. Man versucht Mitarbeitern Zeit für das Entwickeln eigenständiger und komplexerer Lösungen zu geben. Vielen gefällt das, denn nur wenige Mitarbeiter haben im Laufe der Zeit das Unternehmen verlassen. Einer der ersten hat mittlerweile ein eigenes Start-up gegründet.

Attraktiver Arbeitgeber

Trotz seiner kurzen Existenz hat das Unternehmen bereits einige Traditionen: Regelmäßige Besuche in einer Karaoke-Bar, das Beenden von Meetings mit Sprüchen, die man aus dem Hockey kennt und Whiskey Fridays. Nicht nur damit hat Dropbox relativ wenig Probleme neue Leute zu engagieren: Das Potential des Unternehmens, viel Funding und der aufstrebende Markt lassen Dropbox als Arbeitgeber attraktiv erscheinen. Mitarbeiter wandern sogar von Unternehmen Facebook zu Dropbox ab. 

"Wir haben etwas von allem"

Während der einwöchigen Hack-Week haben die Mitarbeiter Zeit eigene Ideen zu entwickeln und diese dann tatsächlich umzusetzen. Nicht ungewöhnlich für ein junges Tech-Startup. So sind zum Beispiel die 404 Error Seite durch einen talentierten Mitarbeiter entstanden, der die Dropbox-Schachtel gezeichnet hat. Auch die Startseite wurde von einem ehemaligen Facebook-Mitarbeiter überarbeitet. Dropbox-Gründer Houston selbst sagt über das Unternehmen: „Wir haben etwas von allem: Von Googles Analysefähigkeit, von Apples Design und Facebooks Schnelligkeit und Dominanz." (red, derStandard.at, 16.8.2012)

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