Spittaler Vizebürgermeister und vier Gemeinderäte folgen Stronach

16. August 2012, 12:34

Zahlreiche Absagen - Spittal: Vizebürgermeister, vier Gemeinderäte und fünf Ersatzgemeinderäte aus SPÖ ausgetreten - Köfer will nicht in gleicher Partei wie Werner Königshofer sein

Wien/Brüssel - Nach Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer, wechselt nun auch sein Vize Harmut Prasch von der SPÖ zu Stronachs Partei. Das berichtet meinbezirk.at. Im Gespräch mit derStandard.at sagte Köfer, dass neben Prasch auch vier SP-Gemeinderäte und fünf Ersatzgemeinderäte zu Stronach wechseln wollen. Namen wollte er keine nennen. Morgen, Freitag, werde er Frank Stronach nach Spittal an der Drau kommen, um mit ihm Details zu besprechen.

Zu allen weiteren Personalgerüchten wollte Köfer nicht kommentieren. Nur mit einem Parteikollegen wie dem aus der FPÖ ausgeschlossenen Werner Königshofer könne er sich nicht anfreunden: "Ich möchte keinen Tag in der gleichen Partei sein, wie Königshofer", so der Spittaler Bürgermeister.

Eine Kandidatur der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (ÖVP) für Frank Stronach steht nicht zur Debatte. Entsprechende mediale Spekulationen wies ein Sprecher Klasnics am Donnerstag gegenüber der APA zurück. Ebenfalls kein Interesse an Stronachs politischem Projekt hat der parteilosen Europaabgeordneten Martin Ehrenhauser. Ausgeschlossen hatte einen Wechsel auch schon der ebenfalls in der Gerüchte-Börse gehandelte stellvertretende BZÖ-Klubobmann Peter Westenthaler.

"Nicht von Interesse"

Klasnic sei nicht gefragt worden, stehe für eine Kandidatur auch nicht zur Verfügung, sagte deren Sprecher am Donnerstag gegenüber der APA. Ehrenhauser sagte gegenüber der APA, Stronachs Projekt sei für ihn "sicher nicht von Interesse". Österreich brauche zwar eine neue politische Bewegung, diese sollte aber eher von unten wachsen wie etwa die Piratenpartei in Deutschland, sagte Ehrenhauser. Stronach verfolge als Unternehmer und Milliardär auch Partikularinteressen. Dies widerspreche einer am Gemeinwohl orientierten Politik, so Ehrenhauser.

Westenthaler, der bereits für Stronachs Firma Magna gearbeitet hatte, hatte bereits am Mittwoch zu den "falschen Spekulationen" erklärt, er sei mit Stronach "seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden" und habe "großen Respekt vor seinen Leistungen und Verdiensten". Er habe aber "schon mehrmals betont, dass ich nicht für eine neue Partei kandidieren werde, da meine Lebensplanung dies nicht vorsieht."

Steuerflüchtling im Steuerparadies Schweiz

Kritik an Stronach übte am Donnerstag auchOberösterreichs SPÖ-Landesparteichef Josef Ackerl. "Leute wie Stronach, einer, der bei uns keine Steuern zahlt und primär an sein eigenes Geschäft denkt, die sind keine Rettung", so der SP-Landeschef in den "Oberösterreichischen Nachrichten".

(mte/APA, 16.8.2012)

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Ehrenhauser dementiert?

Ihm gefallen die Piraten einfach besser, die er sich darum gerne "angeln" will. Dann kann er, wie bei der Liste Martin bereits vorgemacht, mit den Demontageversuchen der wirklich engagierten Listenkollegen beginnen. Dem Gönner und Vertrauten in den Rücken gefallen, zur Wahl nichts beigetragen auch bisher außer heißer Luft nichts produziert und vom eigentlich gewählten Listenzweiten Sabitzer das Mandat übernommen. Einfach ehrlich - einfach Ehrenhauser! Er belügt euch nicht!

was ist bloß mit der spittaler spö los?

ist das eine spittaler eigenheit oder steckt da mehr dahinter?

und was sagt Sp-kaiser zu diesem spö-exodus?

und wie sehr fühlen sich durchschnitts-spö-politiker in kärnten sozialdemokratischen Werten verpflichtet?

kurz: der derzeitige zuspruch für die spö ist nicht in stein gemeißelt, dass muss erst bis zur nächsten wahl gehalten werden. A bisserl mehr engagement für die spö wird schon nötig sein.

UPPS.......ist der Stroni jetzt schon Bürgermeister?

wow, in spital muss eine

punschkrapfenfabrik sein.
ein pendler und seine eh so terrischen .... ;-)

jetzt zeigt sich einmal mehr,daß die övp die einzige seriöse partei in österreich ist.

verantwortungsbewußtsein gepaart mit wirtschaftskompetenz.
da können sich alle anderen parteien wirklich eine scheibe abschneiden.

leider hat ein klitzkleiner kärntner provinzclown das image der övp etwas beschädigt.
trotzdem,die österreicher haben erkannt,daß rot/grün brandgefährlich ist.
auch die rechtsaussen parteien sind nicht das gelbe vom ei.
so bleibt dem vernunftsbetonten wähler 2013 nur eine möglichkeit. ÖVP.

forza övp.weiter so.

Bruhahahaha!

Immer wieder nett, Ihre satirischen Betrachtungen :-)

ich weiß jetzt

nicht recht - meinen sie das ernst oder ist's Satire ?
wenn's zweiteres ist, soll's gut sein; hingegen wenn's ersteres ist....... nein, kann ich nicht glauben.

Strasser ist kein Kaerntner!
Ja stimmt: die Kabinette unter ÖVP Führung haben einiges fuer sich erwirtschaftet. Wird auch alles verantwortungsbewusst aufgearbeitet werden.

Der Stronach kauft sich die Politiker jetzt schon im Dutzend

wahrscheinlich sind sie dann billiger.

Auffallend ist, dass es schon wieder Kärntner Politiker sind, die nur ein Leiberl ausziehen müssen und schon kommt ein anders farbiges hervor.

Ich will die Namen wissen

Sofort.

Na mit der Walli wird der Herr Stronach auch nichts reißen

Ansonsten schön, wenn es die SP zerbröselt.

Die SPÖ wird ihre Dümmsten los. Ist doch nicht so schlecht.

es gehen doch nur die, die eh keiner braucht.
Die haben doch nur die monatliche Rente kassiert, auf unsere Kosten.

Zerbroeseln wird's vorvallem FPÖ und ÖVP...

"Die SPÖ <zerbröselt< "? Nur weil einige...

...aus Spital die Seite wechseln.
Träumen Sie oft fxucht?

Wo sind die Zeiten her

wo die nationalen Sozialdemokraten Wagner und Simma über 50% der Stimmen hatten? Und die Landes SP war ja in den letzen Jahren so wunderbar geschlossen. Vielleicht solltens wirklich einmal den Karawankenbär als Spitzenkandidat aufstellen.

Die Arroganz und Überheblichkleit der Wiener Bonzen werden sich von jetzt in der SP bitter rächen, denn ab jetzt haben die "Provinzler" jemanden der ihnen zuhört.

hjah, und er wird sie genauso verarschen wie der haider zuvor... schoen wenn man nichts dazulernt, nicht wahr?

ob man jetzt von stronach verarscht wird oder von Faymann und seinen Clans ist dann auch schon wurscht.

"Er ist der Messias!

Ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt."

Rote und Blaue schlüpfen reihenweise unter die Fittiche des Milliardärs

In Anbetracht der Politiker, die für Stronach (Magna) tätig sind oder waren
FPÖ
Peter Westenthaler
Mathias Reichhold
Karl-Heinz Grasser
Waltraud Dietrich (neu)

SPÖ
Franz Vranitzky
Rudolf Streicher
Andreas Rudas
Gerhard Köfer (Stron. seit gestern)
Harmut Prasch (seit heute + 4 SP-Gemeinderäte)
usw.

kann man annehmen, dass die Sympathien dieses Industriellen eher national-sozial sind. (auch wenn der Standard in seinem Schwarzweissdenken gerne einen Schwarzen dabeihaben möchte)

Bloß dass die betreffenden Personen weder den nationalen Flügel der FPÖ noch den sozialen Flügel der SPÖ repräsentierten. Aber so ein Detail entgeht jemandem, der so bunt denkt wie Sie, wohl zwangsläufig.

Wow, Spittal schon zu guten Teilen in Stronachs Hand.

Das malerische Bezirksstädtchen in einem abgelegenen Winkel des failed-state Kärnten ist zwar nicht gerade der Hot Spot, an dem das politische Leben tobt.

Aber als Ausgedinge für den rasch senilisierenden alten Zausel samt seinem Kuriositätenkabinett aus prinzipienlosen Wendehälsen ist es sicher ein passender Ort.

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