Chef der Proton-Raketenfabrik zurückgetreten

Nach Pannenserie im russischen Raumfahrtprogramm

Moskau - Der Chef des auf den Bau von Proton-Trägerraketen spezialisierten Chrunitschew-Zentrums ist zurückgetreten. Wladimir Nesterow, Generaldirektor des Moskauer Raketenherstellers, reichte sein Kündigungsschreiben am Dienstag ein, wie die Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Mittwoch unter Berufung auf Regierungsquellen meldete. Demnach hatte es zuvor eine Sitzung gegeben, auf der Ministerpräsident Dmitri Medwedew Verantwortliche der Raumfahrtbranche rügte und sein Stellvertreter Dmitri Rogosin Nesterow heftig kritisierte.

Anfang August war eine Trägerrakete Proton-M dabei gescheitert, zwei Kommunikationssatelliten auf ihre Umlaufbahn zu bringen. Ende Juli war der russische Raumfrachter "Progress" bei einem Test für ein neuartiges Andockmanöver an die Internationale Raumstation (ISS) gescheitert. Ein zweiter Versuch wenige Tage später klappte dann problemlos. Im vergangenen Jahr hatte eine Pannenserie im russischen Raumfahrtprogramm für einige Aufregung gesorgt. Nach dem fehlgeschlagenen Start eines russischen Telekommunikationssatelliten hatte Russland im August 2011 den Einsatz seiner Proton-M-Trägerraketen vorübergehend ausgesetzt. (APA, 15.8.2012)

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