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Das Treffen der Länder der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Mekka bringt offen zutage, was die OIC und andere islamische Institutionen nach außen hin bestreiten: die Gespaltenheit der Muslime in Sunniten und Schiiten, die fast so alt ist wie der Islam selbst. Natürlich wird Syrien nicht aus der OIC ausgeschlossen, weil es von Alawiten - für die meisten Sunniten im besten Fall so etwas wie minderwertige Schiiten - regiert und in den Abgrund gerissen wird. Aber das Treffen zeigt klar, dass die politische Trennlinie zwischen den Positionen zu Syrien entlang der religiösen läuft.
Die saudi-arabischen Medien sind offener als ihre Führer: Dort wird nicht bestritten, dass es in Syrien - und mit der Schwächung der Hisbollah im Libanon - darum geht, wieder eine Zacke in den "schiitischen Halbmond" zu schlagen, der mit dem Sturz Saddam Husseins und der Befreiung der irakischen Schiiten seine perfekte Form erhielt.
Auch der Iran sieht sich ja klar auf Syriens Seite, wenngleich das rein politisch, als "Widerstand" gegen westliche Hegemonialpläne, deren Verkörperung Israel darstellt, formuliert wird. Und weil sie nicht zugeben können, dass sie für den Großteil der sunnitischen arabischen Welt immer religiöse Underdogs waren und bleiben werden, schreiben die Iraner auch die aktuelle Verschärfung der sunnitisch-schiitischen Spaltung einer westlichen Verschwörung gegen die Muslime zu. (DER STANDARD, 16.8.2012)
In absehbarer Zeit wird niemand mehr Kontrolle über das gesamte Land ausüben können
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... mit Fr. Harrer. Lustig ist das von ihr erwähnte Detail: ..."als "Widerstand" gegen westliche Hegemonialpläne, deren Verkörperung Israel darstellt...". Hier sehen wir die Dummheit der Mullahs im Iran. Israel ist völlig skeptisch was den arabischen Frühling betrifft. Sie glauben nicht, dass dadurch Friede und Demokratie und Aufklärung in die arabischen Länder kommt. Man fürchtet das Gegenteil. In Tunesien, Lybien und Ägypten haben die Israelis ein Beispiel dafür, wohin der "Frühling" führt. Eher in einen Fundi-Winter. Da müsste der Iran mehr auf Europa zeigen, nicht auf Israel. Europa ist wie immer so naiv zu glauben, dass es zu einem positiven Erwachen in Syrien kommen wird. Ich sage: Die extremen Gruppierungen werden an Macht gewinnen.
Weil die dasselbe Militärregime haben , das in den 90er-Jahren etwas Ähnliches gegen das eigene Volk veranstaltet hatte. Das algerische Regime hat von Assad, der Vater (Massaker Hama 1982), viel gelernt, sie waren auch Experten im Foltern, Infiltrieren von Islamisten u.A. damit sie Anschläge und Massaker ausüben.
Allerding herrscht in Algerien viel mehr Freiheit, der Staatspräsident ist kein Heiligtum wie in Syrien, und kann ruhig kritisiert werden oder in Karikatur erscheinen.
Nach dem Sturz Assads, bleibt Algerien das einzige Militärregime unter arabischen Länder. Das ist natürlich beunruhigend für dieses Regime das dann vielleicht mit einer Revolution in Algerien rechnen muss...
Beträchtlich ruhiger wird es, wenn mit dem Iran und Saudi-Arabien die beiden größten Unruhestifter endlich aus dem Verkehr gezogen werden.
Und die Sunniten müssen endlich begreifen, daß langfristig nichts um die Gleichberechtigung der Schiiten herumführt. Hoffentlich, bevor es einen neuen Dreissigjährigen Krieg gegeben haben wird.
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