Dax schließt leichter

15. August 2012, 18:31

Schwindende Hoffnungen auf konjunkturelle Unterstützung durch Notenbanken belasten

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Mittwoch leichter aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 27,59 Punkte (minus 0,40 Prozent) auf 6.946,80 Einheiten. Der TecDAX erhöhte sich hingegen moderat um 1,05 Punkte oder 0,13 Prozent auf 779,31 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 23,28 Punkte oder 0,21 Prozent auf 11.026,22 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.555,54 Einheiten und einem Minus von 12,60 Zählern oder 0,35 Prozent. Der C-DAX verlor 2,25 Punkte oder 0,37 Prozent auf 613,21 Zähler.

Schwindende Hoffnungen auf eine baldige weitere Unterstützung der Konjunktur durch die Notenbanken haben den DAX belastet. "Dass die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank, wenn notwendig, Stimuli abfeuern werden, ist klar", sagte ein Stratege. "Aber die Investoren fragen sich derzeit, wie bald das sein wird, und neigen daher eher zu Gewinnmitnahmen." Darüber hinaus blieben einige Börsen in Europa wegen des Feiertages Maria Himmelfahrt geschlossen und dies könnte die ohnehin schon niedrigen Handelsumsätze an diesem Mittwoch noch einmal nach unten gedrückt haben, meinte eine Händlerin.

ThyssenKrupp Flop, Merck Top

Die Anteilsscheine von ThyssenKrupp fielen im insgesamt recht ruhigen Handel um 2,32 Prozent auf 15,765 Euro und waren damit schwächster DAX-Wert. Die Papiere des Stahlherstellers Salzgitter büßten im MDax 4,04 Prozent ein. Beide Werte litten unter Aussagen des weltgrößten brasilianischen Eisenerzlieferanten Vale, der davon ausgeht, dass die goldenen Zeiten des chinesischen Wachstums vorbei sind. Das hatte bereits die Stahlwerte in Asien belastet.

Die Aktien des Pharma- und Chemieunternehmens Merck legten nach einem Anstieg am Dienstag von etwas mehr als 4 Prozent um weitere 0,67 Prozent zu. Nach starken Quartalszahlen und leicht angehobenen Jahresprognosen hatten sie nun von mehreren positiven Studien profitiert.

Im MDax verloren die Aktien von Rheinmetall 3,25 Prozent und litten unter einem Pressebericht, dass die Bundeswehr wieder Wartung und Reparatur der Heeres-Fahrzeugflotte vollständig selbst übernehmen wolle. Vor sieben Jahren war dieser Teil in die dafür neu gegründete HIL Heeresinstandsetzungslogistik ausgegliedert worden. An ihr hält der Bund seitdem 49 Prozent, die restlichen 51 Prozent befinden sich in den Händen dreier deutscher Rüstungsfirmen, darunter Rheinmetall. (APA, 15.8.2012)

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