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Manila - Wenige Tage nach den verheerenden Überschwemmungen auf den Philippinen hat ein Tropensturm dem Land weitere Fluten und Erdrutsche gebracht. Mindestens vier Menschen starben nach Behördenangaben am Mittwoch, nachdem "Kai-tak" in der Nacht die Hauptinsel Luzon erreicht hatte. Die Behörden riefen Bewohner tief gelegener Gebiete auf, sich auf eine Flucht vor den Wassermassen vorzubereiten.
"Kai-tak" brachte vor allem dem ländlichen Nordosten der Hauptinsel Luzon Starkregen und löste zahlreiche Erdrutsche aus. Zwei Männer erstickten, als ein Erdrutsch in dem Goldgräberort Baguio einen Tunnel verschüttete. Zwei weitere Menschen ertranken laut Behörden bei den Überschwemmungen.
Auch in der Hauptstadt Manila, das noch unter den Folgen schwerer Überschwemmungen mit fast 100 Toten in der vergangenen Woche leidet, gingen erneut sintflutartige Regenfälle nieder. In Teilen der Stadt wurden die Schulen geschlossen, Flüge am Flughafen von Manila waren verspätet.
Am schwersten von dem neuen Unwetter betroffen waren vier landwirtschaftlich geprägte Ortschaften im Norden Luzons. Das Wasser stand dort teils schulterhoch, wie Melchito Castro, Chef des örtlichen Katastrophenschutzes, berichtete. Zudem machten Erdrutsche in der Gegend eine Schnellstraße teilweise unpassierbar.
Infolge der Überschwemmungen in der vergangenen Woche, die zeitweise 80 Prozent der Stadtfläche Manilas betrafen, kamen bisher fast hundert Menschen ums Leben. Mehr als 334.000 Menschen wurden in Notlagern untergebracht. Insgesamt sind rund 3,4 Millionen Menschen von den Fluten betroffen. (APA, 15.8.2012)
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