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Santiago - Chilenische Schüler haben am Dienstag aus Protest gegen die Bildungspolitik Schulen besetzt und den Verkehr in Santiago blockiert. Mehrere Schulen wurden von Bereitschaftspolizisten geräumt. Mindestens sieben Schulen der Hauptstadt blieben aber besetzt. Der Bürgermeister von Santiago, Pablo Zalaquett, drohte demonstrierenden Schülern die Aufkündigung ihrer Stipendien an. Andere Bürgermeister kritisierten das als Machtmissbrauch.
Bildungsminister Harald Beyer dagegen unterstützte Zalaquett: "Ich denke, es ist vernünftig, dass ein Bürgermeister mit begrenzten Mitteln diese für Schüler verwendet, die sich ihrer Schulausbildung verpflichtet zeigen."
Ein Jahr nach einer ersten Protestwelle gegen eine Bildungsreform beklagen sich in Chile immer noch viele Schüler und Eltern über ungleiche Bildungschancen. Öffentliche Schulen seien immer noch schlecht ausgestattet, Privatschulen und -Universitäten für viele unbezahlbar. Beyer lehnt Forderungen nach freier Schulbildung ab.
Während der Pinochet-Diktatur war das Schulsystem privatisiert worden. Die Regierung will umgerechnet 810 Millionen Euro für Bildung einsetzen, den Schülern ist das zu wenig.
Vor einer Woche war es bei Studentenprotesten in Santiago de Chile zu Ausschreitungen gekommen. Bereitschaftspolizisten gingen mit Wasserwerfern gegen Tausende Demonstranten vor. Einige vermummte Gruppen setzten drei Stadtbusse in Brand. 75 Personen wurden nach amtlichen Angaben festgenommen und 49 Polizisten verletzt. (APA, 15.8.2012)
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Dass in Chile vieles nicht passt, ist wohl den meisten klar, genau so, wie dass die sozialen Klüfte nicht kleiner werden.
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