Eurobanken leiden unter faulen Krediten in Billionenhöhe

15. August 2012, 17:59

Viele Verbraucher und Unternehmen können in der Krise ihre Schulden nicht begleichen

Frankfurt - Erst Staatsanleihen, jetzt faule Kredite: Die Krise hält Europas Banken fest im Griff. In den Bilanzen der Institute schlummern einer Studie zufolge notleidende Kredite im Rekordvolumen von mehr als einer Billion Euro. Denn viele Verbraucher, Häuslbauer und Unternehmen - insbesondere in den südeuropäischen Krisenstaaten - können ihre Darlehen nicht mehr zurückzahlen.

Nach Berechnungen des Wirtschaftsprüfers PricewaterhouseCoopers (PwC) standen Ende 2011 Verbindlichkeiten, die von den Schuldnern nicht fristgerecht getilgt wurden, im Nominalwert von rund 1,05 Billionen Euro in den Büchern. Das waren fast neun Prozent mehr als 2010. Von 2008 bis 2011 habe sich das Volumen praktisch verdoppelt. Vor allem die Banken in den Euro-Krisenländern Griechenland und Spanien hatten mehr Problemkredite in den Bilanzen.

Kriselt die Wirtschaft, wird weniger getilgt

Deutsche und britische Institute trotzten dem Trend. Das Volumen blieb mit 196 Milliarden Euro beziehungsweise 172 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gegenüber 2010 konstant. In Griechenland stieg der Nominalwert der faulen Kredite hingegen um fast 50 Prozent auf 40 Milliarden Euro, in Spanien um 23 Prozent auf 136 Milliarden Euro und in Italien um 37 Prozent auf 107 Milliarden Euro.

"Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung in Südeuropa hat im vergangenen Jahr erwartungsgemäß zu mehr Zahlungsausfällen von Kreditschuldnern geführt", erklärte PwC-Experte Markus Burghardt. Zwar sei das Volumen der notleidenden Verbindlichkeiten insgesamt nicht mehr so stark gestiegen wie in den Vorjahren. Doch zeigt ein Vergleich mit dem Jahr 2008 - dem Höhepunkt der Finanzkrise nach der Lehman-Pleite - wie groß das Problem ist. Damals hatten Europas Geldhäuser Problemkredite im Volumen von gut 500 Milliarden Euro in den Büchern stehen.

Schleppender Abbau notleidender Verbindlichkeiten

Ein weiteres Problem: Der Abbau der notleidenden Verbindlichkeiten geht den Angaben zufolge nur schleppend voran. Die Institute fänden nach wie vor nur wenige Käufer für ihre Kreditportfolien. Banken müssen für Kreditausfälle Risikovorsorge bilden, was das Ergebnis schmälert. Der Wirtschaftsprüfer wertete die Geschäftsberichte der Banken sowie Daten verschiedener Notenbanken aus. Erfasst wurde den Angaben zufolge der gesamte Bankensektor.

Neben den Problemkrediten schlummern in den Bilanzen europäischer Banken auch immer noch Staatsanleihen aus südeuropäischen Euro-Krisenstaaten in Milliardenhöhe. Zwar haben die Institute ihr Engagement deutlich verringert, doch lassen sich Bonds mit sehr langen Laufzeiten Experten zufolge nicht so leicht verkaufen. "Die Banken, die ihre Position schnell mindern wollen, können das meist nur mit deutlichen Abschlägen", sagte Branchenexperte Dirk Müller-Tronnier von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young dem "Handelsblatt".

Griechenland rennt gegen Deutschland an

Die schlechte Wirtschaftsentwicklung ist es auch, die Athen Sorgen macht. Premier Antonis Samaras will mehr Zeit für die Sanierung der maroden Staatsfinanzen, auch um die Wirtschaft nicht abzuwürgen. Merkel pochte jedoch postwendend darauf, dass Griechenland seine Zusagen einhält. (APA/Reuters, derStandard.at, 15.8.2012)

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Blösinn! Nict die Euro-Banken, sondern die bestimmmter Länder!

Wie bitte?
Was tun die?
Leiden?
Muß eh der Steuerzahler alles berappen.
Aber die leiden.
Ich glaubs ja nicht...

Liebe Leute, "Notleidende Kredite" gibt es nicht

Da ein Kredit in seinem innersten Wesen eine Buchungszeile ist und durch diese Buchungszeile der Kredit entsteht, kann es nur

NOTLEIDENDE BUCHUNGSZEILEN

geben, und die gibt es nicht, da sie ausgebucht werden können.

Sobald genügend von UNS FI-Gläubigen dies verstehen ist die Krise beendet und kann ein sinnvolles Geldsystem kommen, zinsfrei und mit BEDINGUNGSLOSEM GRUNDEINKOMMEN.

PS: keep swinging ... .. .
"Money" - Liza Minnelli, Joel Grey
http://www.youtube.com/watch?v=rkRIbUT6u7Q

Für Buchungszeilen ohne jeden Bezug zu irgendwas sonst würde aber keiner arbeiten. Ich denke, Ihr Verständnis vom Bankwesen ist noch verrückter als es das Bankwesen selbst schon ist.

Verrückt?
Der Kredit wird mit einem Buchungssatz erschaffen, bei jedem Default dann ausgebucht. (siehe Südamerikanische Defaults). Beim Ausbuchen verliert niemand etwas, ausser einer Buchungszeile, weil mehr war niemals da.

So funktioniert das System.

Oder glauben sie daran, dass "Geld" in diesen Riesenmengen gedruckt wird?

Der IWF bucht gegen die EZB, diese hebelt x 10 oder mehr.
Die EZB bucht gegen Geschäftsbank. Diese hebelt 10x oder mehr.
Nun leiht die Geschäfsbank dem Staat das "Buch-Geld" gegen Zins. So entsteht Staatsschuld.

Weniger verrückt: WIR machen UNSER Geld als Staat selber? Und die ZINSI war einmal.

Oder?

Unfassbar, schwer zu glauben, aber genau so ist es, Franz_Josef. Banken verleihen niemals Geld und vergeben auch keine Darlehen. Niemals!

-
Eine Unterschrift am Kreditvertrag und die Summe wird als Giral- oder Buchgeld in den Computer getippt. Jede de-regulierte Sparkasse kann -ohne staatl. Kontrolle- beliebige Geldmengen (Limit ist die Bonität der Kunden) als Kredit erschaffen.

Die Kreditschulden der Privathaushalte/Unternehmen sind von 1,6 Bio in 1983 um jährlich 7,6% auf 11,2 Bio in 2012 (115% vom EuroBIP) angewachsen. Die Zinslastgrenze wurde überschritten. Weil aber Wirtschafts- ohne Schuldenwachstum nicht möglich ist, wird das Zinsgeldmonster mit organisierter "Bankenrettung" (erzwungene Staatsschulden-Expansion) gefüttert. Und dann ...?

Das Kredit-Geldsystem bricht wie jedes Schneeballsystem zusammen, wenn keine neuen Mitspieler (Schuldner) mehr gefunden werden.

Absolut richtig erkannt.

Ein "Gneißer"...

Überraschung!

In einem System, wo so gut wie alles Geld nur dadurch entsteht, dass sich jemand verschuldet, und die Zinsen für diese Schulden daher immer nur durch neue, noch höhere Schulden bezahlt werden können, kommt zwangsläufig irgendwann der Punkt, an dem die ganze Welt so tief verschuldet ist, das eine weitere Ausweitung der Gesamtverschuldung schwierig bis unmöglich wird. Dann kommt der Nachschub an "frischem Geld" ins Stocken (die gefürchtete Kreditklemme), und damit auch die Tilgung von Altschulden. Ein solches System "retten" zu wollen gleicht dem Versuch ein schwarzes Loch zu sättigen indem man zusätzliche Materie heinein schießt. Unsere Politmarionetten versuchen es trotzdem. Blödheit, Ignoranz, oder bewusstes Handeln?

ich tippe auf bewußtes handeln. mittel zum zweck sozusagen.

"In einem System, wo so gut wie alles Geld nur dadurch entsteht, dass sich jemand verschuldet"

So gut wie alles? Gibt es denn sonst noch was? Welches Geld entsteht denn, auch nur in ganz kleinen Mengen, ohne dass sich jemand bei der Geldschöpfung verschuldet?

(Spielgeld und Co gilt nicht. Nur gesetzlich zulässige Zahlungsmittel)

Meine Beobachtung: Alles Geld (zu 100%) entsteht nur durch Verschuldung.

Nicht ganz. Schauen SIe mal hier im Kapitel "Bargeld":

http://de.wikipedia.org/wiki/Geld... C3%B6pfung

Bei der "Bargeldschöpfung" verschuldet sich die Geschäftsbank bei der Zentralbank

Zitat: "Das vom Bankenpublikum bei den Geschäftsbanken angeforderte Bargeld wird von der Zentralbank in Form von Geldscheinen abgegeben, die die Geschäftsbanken bei der Zentralbank zu Lasten ihrer Guthaben an Zentralbankgeld beziehen können. Banknoten sind also sichtbar gemachtes Zentralbankgeld."

Es gibt da einige Alternativen die jedoch verglichen mit dem Rest einen verschwindend kleinen Anteil ausmachen.
Die sind zulässig.
Gesetzliche Zahlungsmittel sind die nicht. Ist aber ingesamt der Großteil nicht. Niemand kann mich zwingen Buchgeld über ein Konto anzunehmen.

Auch wenn man Buchhgeld und Co als "quasi gesetzliches Zahlungsmittel" ansieht:

Welches dieser "Buchgelder" wird nicht durch Verschuldung geschöpft? Auch wenn es noch so kleinen Geldmengen sein mögen, bitte konkretes Beispiel.

Zwang zum Buchgeld bei Lohnzahlungen und Steuer

Löhne dürfen nicht mehr bar ausgezahlt werden, wenn ich mich nicht irre.
Obwohl "Geld" das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist, wurden die Unternehmen gezwungen, Buchgeld (Überweisung) statt des gesetzlichen Zahlungsmittels (Bargeld) zu verwenden.

Auch beim Finanzamt dürfen sie Ihre Steuerschuld nicht bar begleichen, versuchen sies, wenn sies nicht glauben.
Gehen sie zu ihrem Finanzamt mit Bargeld und versuchen sie ihre Steuerschud mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel Bargeld zu begleichen. Geht nicht. Zwang zum Buchgeld auch hier.

Aber auch größere Einkäufe sind mit Bargeld leider schon ein Problem

Kaufen Sie mal z.B. Gold im Wert über 15.000.- Euro und zahlen in bar. Bargeld ist ansich das einzige zulässige gesetzliche Zahlungsmittel, wird aber verweigert.

Aha. Muss ich glatt mal probieren.

Selber Schuld,....

das jetzige System passt halt mehr zur Eigenschaft des Menschen, Gier.
Und wenn Gier im Spiel ist, braucht es auch nicht mehr Rational zu sein.
Daher war der Kapitalismus so erfolgreich, und keiner hat sich gewehrt.
Ich möcht jetzt nicht sagen, dass der Kommunismus toll war, ich denke die meisten wissen was passierte.

Es gäbe jedoch tolle alternativen, wie unser Geldsystem funktionieren könnte, ohne ständig Blasen zu erzeugen.

Unglaublich Reich zu werden, ist in diesem System halt dann nicht mehr so einfach.
Oder kann mir jemand erklären, warum jemand 1Mrd. oder mehr Geld braucht?

Bankster ab ins Gefängnis!

Ich bin auch dafür, dass wir einmal unsere Bankster zur Verantwortung ziehen. Rainer Sommer berichtet in seinem Beitrag vom 16.08.2012 auf http://www.eu-infothek.com/article/b... gefaengnis über einen aufschlussreichen Artikel von Giancarlo Spagnolo - erschienen auf VoxEU. Die Lösung: Drastische Gefängnisstrafen für unsere Problembanker! Einfach den bequemen Link auf der Website der EU-INFOTHEK benutzen und bei VoxEU im Original nachlesen!

Wie viele Nullen hat eigentlich eine Fantastillarde?

Die einzige Null hier bist du.

es gibt

aber ein vielfaches an sparguthaben...

Richtig!

Dafür laufen die Vorbereitungen für massive Enteignungsaktionen.

Kreditanfrage über 8.- bis 10.000 Euro u. a. bei der RAIFFEISENBANK

Kreditberater: "Ja, wenn Sie von uns einen Kredit wollen müssen Sie zu uns das Girokonto verlagern (das war die wichtigste Sicherheit! [über andere haben wir nicht gesprochen!]). Kurzum nach einigem Blabla sagte ich dem Bankberater: "Sie sind nicht in der Lage das von mir zu verlangen bin aufgestanden und gegangen".

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