AK: Hohe Preisunterschiede bei Konzert-Tickets im Internet

Konsumentenschützer raten, neben Bearbeitungs- auch die Versandkosten zu beachten

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich haben erhebliche Preis-Unterschiede für Online-Kartenbestellungen festgestellt. Die Differenz betrug bis zu 24 Euro pro Ticket, teilten sie in einer Presseaussendung am Mittwoch mit. Sie raten nicht nur auf die verlangten Bearbeitungsgebühren, sondern auch die Versandkosten zu achten. 

Konzerte und Musicals

Erhoben wurden die Preise für Sitz- beziehungsweise Stehplatzkarten in verschiedenen Kategorien für bevorstehende Termine des Musicals "Elisabeth" im Raimundtheater sowie für Konzerte von Justin Bieber und Lionel Richie jeweils in der Stadthalle in Wien. 

Zusätzliche Auftragsgebühr

Die Kosten für einen Stehplatz beim Auftritt von Justin Bieber variieren von 65 bis 89 Euro. Es gibt Anbieter, die eine zusätzliche Auftragsgebühr von zwei Euro verlangen, andere kassieren zehn Euro Buchungspauschale pro Auftrag. 

Risiko durch Versand

Alle Online-Tickethändler bieten einen Versand der Tickets an. Dafür werden von 90 Cent bis 6,95 Euro in Rechnung gestellt. Bestenfalls gibt es die Möglichkeit, sich nach dem Bestellvorgang die Karten daheim selbst auszudrucken. Manche Anbieter versenden die Karten erst kurz vor der Veranstaltung. Im Fall eines Konkurses des Kartenbüros besteht das Risiko keine Tickets zu erhalten. 

Rücktrittsrecht ausgeschlossen

Für im Internet bestellte Karten ist das Rücktrittsrecht ausgeschlossen, sie können daher nicht zurückgegeben werden. Einige Büros bieten Stornoversicherungen an. Die Konsumentenschützer raten zudem, nur bei anerkannten Kartenbüros zu ordern. Hinter äußerst günstigen Angeboten würden oft Betrüger stecken, bei denen die Besteller trotz erfolgter Bezahlung gar keine Tickets erhalten. (APA, 15.8.2012)

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5 Postings
DANKE liebe AK, ihr edlen Retter der arbeitenden Konsumenten!

Wir warten schon mit bis an die Reißfestigkeit gespannten Nerven auf die heurigen Maroni- und Punschtestberichte, der AK-Wien.

90 Euro fürs Herumstehen?? Jetzt versteh ich, warum der Bieberjunge mit einem Lambo durch die Gegend fährt.

Popmusiker

verkaufen ihren Scheiß doch immer am teuersten. Da kriegste bessere und längere Bands/Musiker etc. schon für nen guten 30er.

Es ist eine Frechheit, welche Zusatzkosten oeticket verrechnet: der Versand kostet immens viel und selbst wenn man es sich in einem oeticket-Shop abholt, kommen - glaube ich - 1,50 Euro "Bearbeitungsgebühr" dazu.

Ich mache es nun meistens so, dass ich die Tickets dort bestelle, wo sie stattfinden. Tickets im WUK z.B. sind bedeutend billiger als die völlig identen Tickets bei oeticket.

noch faszinierender finde ich auch die 2,- bearbeitungsgebühr fürs selber ausdrucken, die verrechnet werden, und den zores den ich dadurch bei bisher 2 gelegenheiten (cirque de soleil, urban art forms) mit ungeschultem personal hatte, die mit dem ausdruck nichts anfangen konnten - auch hier zeigt sich das akuelle sittenbild: möglichst viele leistungen (personaleinsatz und materialkosten) an den kunden abschieben, trotzdem abcashen - capitalism at its worst!

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