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Tirols Landeshauptmann Günther Platter (rechts) am 2. Juli vor dem Parlament in Wien.
Innsbruck - Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), appelliert für mehr Anstand in der Politik. Derzeit habe es den Anschein, als ob "sämtliche Dämme des Anstandes und der Vernunft gebrochen" seien, sagte Platter im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA). Vehement sprach sich der Landeschef gegen die Abschaffung der Allgemeinen Wehrpflicht aus. Die Neuwahl des Tiroler Landtages werde "frühestens" im April 2013 stattfinden, sagte er.
Das Image der Politik leide derzeit "sehr stark", nicht nur wegen der Ereignisse in Kärnten, sondern "auch auf Bundesebene". "Es schaut fast so aus, als ob jeder Politiker ein Gauner wäre", meinte Platter. Jene, die Fehlverhalten gezeigt hätten, müssten "Konsequenzen ziehen", verlangte der Tiroler Landeshauptmann. Auch mit einem Eingriffsrecht in Landesparteien könne er in letzter Konsequenz leben, wenn der Selbstreinigungsprozess einer Landesorganisation nicht ausreiche.
Bei der kommenden Landtagswahl will Platter mit der ÖVP "stärker werden". Auf einen genauen Prozentsatz wollte er sich nicht festlegen. 2008 verlor die ÖVP unter Platters Amtsvorgänger Herwig van Staa 9,4 Prozentpunkte und kam auf 40,5 Prozent. Er, Platter, sei für den Urnengang im kommenden Jahr "sehr motiviert". Die Arbeit als Landeshauptmann mache ihm große Freude, "Ziel ist, stärker zu werden", sagte Platter. Die Listenerstellung werde noch vor Weihnachten erfolgen. Es müsse "ein Wechselspiel zwischen Kontinuität und frischem Wind" geben.
Auf Koalitionsvarianten wollte sich Platter nicht einlassen. Es müsse eine "Koalition nach Inhalten" geben. Gesprächsbereitschaft werde es mit allen Parteien geben, die eine entsprechende Legitimation hätten, "ich schließe niemanden aus". Die Aussage der Grünen Spitzenkandidatin, Ingrid Felipe, die dem "System Platter" eine Absage erteilt hatte, würden "viele Grüne" bereits bedauern.
Der frühere Verteidigungsminister Platter sprach sich klar für die Wehrpflicht aus. Im Hinblick auf Katastropheneinsätze seien Grundwehrdiener notwendig. Das Bundesheer dürfe "nicht zerstört oder zerschlagen" werden. Lebensqualität bedeute auch, in Österreich in Extremsituationen Hilfe zu bekommen, die nicht nur von den Freiwilligenorganisationen geleistet werden könne.
Bei der Gesundheitsreform will Platter in seiner Zeit als Landeshauptleutechef eine "15a-Vereinbarung" erreichen. Über Steuerungsmechanismen müsse Kosteneffizienz erzielt werden. Beim Thema Bildung verstehe er die Ablehnung der SPÖ zu Studiengebühren nach wie vor nicht. Sozial gestaffelte Studiengebühren schafften Gerechtigkeit, betonte Platter
In diesem Halbjahr ist Platter auch Vorsitzender der 1972 gegründeten Arbeitsgemeinschaft der Alpenländer (Arge Alp), die im Hinblick auf das immer wieder geforderte "Europa der Regionen" zeitgemäßer denn je sei. Makroregionen seien die Antwort einer Alpenstrategie. Auch bei der Verlagerung des Transitverkehrs müsse man eine Position aller Alpenländer erreichen, die dann auch in Brüssel entsprechend wahrgenommen werde, forderte Platter. (APA, 15.08.2012)
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Vorläufiges Endergebnis: ÖVP 39,6 Prozent (-0,9), SPÖ 13,8 (-1,6), Grüne 12,1 (+1,4), Vorwärts Tirol 9,3 (+9,3), FPÖ 9,6 (-2,8), Liste Fritz 5,6 (-12,7), Gurgiser 4,8 (+4,8), Team Stronach 3,4 (+3,4), Sonstige 1,8 (-1,8) - Analyse-Grafik mit Mandaten und allen Ergebnissen auf Bezirks- und Gemeindeebene
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Schwarz kann nach Tiroler Landtagswahl zwischen Rot, Grün und Blau wählen - Vorwärts Tirol schließt Wahl Platters aus
Streit innerhalb der Liste Vorwärts Tirol verlängert
FPÖ sieht erwartbares Ergebnis
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Der deutsche Satiriker Martin Sonneborn hat eine Partei gegründet. Man könne genug Wähler erreichen, wenn man populistisch und substanzlos agiere, dabei aber sympathisch wirke
"Angesichts der vielen Listen sehr gutes Ergebnis"
Anna Hosp mit einem Comeback mit "Vorwärts Tirol" (46)
ÖVP-Chef erachtet Inhalte als entscheidend
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Platter appeliert für mehr Anstand in der Politik. Sprach es, ging jagen und ließ sich den Hirsch bezahlen.
Hallo Journalismus? Nachfragen, wie ist das mit der bezahlten Jagd? Versteht er das auch Anstand,...
Ich bin so froh in Zeitungen immer problemlos die Presseaussendungen der Parteien ungekürzt lesen zu können, erspart suchen auf den Parteiseiten!
* Sieht er sich selbst als Vorbild für politische Sauberkeit?
* Wie fühlt er sich, wenn er einem Bundesheer das Wort redet, das er aus dem Landesbudget nicht bezahlen muss?
* Warum gibt es bei diesen Schützenverbänden wie im Hintergrund des Fotos keine Frauen zu sehen?
* Hält er es für korrekt einem Kind, das eine Waffe umgehängt hat auch noch die Hand zu schütteln?
* Wäre der Funktion des Landeshauptmannes, der (fast) ausschließlich aus Bundesmitteln sein Salär erhält, nicht mehr Demut und Bescheidenheit von Vorteil, als große Sprüche klopfen?
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