Moskau: Festnahmen im Fall Rebasso

15. August 2012, 13:59

Russen hatten offenbar echte Pässe bei Mietwagenfirma vorgelegt

Im Fall des entführten Wiener Wirtschaftsanwalts Erich Rebasso sind Dienstagmittag in Moskau zwei Männer verhaftet worden. Die Bundespolizeidirektion Wien bestätigte am Mittwoch Medienberichte, wonach es sich bei den festgenommenen Personen um jene beiden Russen handelte, die in Wien ein Mietauto geliehen hatten, in dem Blutspuren Rebassos gefunden wurden. Sie werden nun verdächtigt, den 48-Jährigen vor zweieinhalb Wochen aus einer Tiefgarage in der Wiener City gekidnappt zu haben.

Vom entführten Wiener fehlt allerdings nach wie vor jede Spur. Der Wagen Rebassos sowie das Auto, das die Täter gemietet hatten, wurden von Überwachungskameras in der Garage erfasst. Der Mercedes war vier Tage später auf einem Parkplatz in Simmering gefunden worden, der Mietwagen wurde retourniert.

Lösegeldforderung eingegangen

Bei der Mietwagenfirma hatten die Täter Kopien ihrer russischen Reisepässe hinterlassen. Beamte des Bundeskriminalamtes seien nach Moskau geschickt worden, um die Echtheit der Pässe zu überprüfen, hieß es in den Zeitungsberichten. Die Pässe stellten sich als echt heraus. Die Ermittlungen konzentrierten sich von Beginn in Richtung Russland, wo der Advokat zahlreiche Klienten hat. Beamte des Bundeskriminalamtes (BK) reisten im Zuge ihrer Ermittlungen daher bereits einmal nach Moskau.

Erst gestern, Dienstag, bestätigte die Polizei einen Bericht der Tageszeitung "Österreich", wonach eine Lösegeldforderung bei der Familie eingegangen sei. Es war von 500.000 Euro die Rede. Ob diese tatsächlich von den Kidnappern stammt, war zunächst unklar, die Ermittler hüllten sich in Schweigen.

Die Forderung sei bereits in den ersten Tagen nach der Entführung eingegangen, sagte ein Polizeisprecher, der keine Details dazu bekanntgab. "Diese Art von Berichterstattung ist geeignet, das Leben eines Entführten ernsthaft zu gefährden", begründete er die bisherige Geheimhaltung durch die Polizei. Die Lösegeldforderung wurde per E-Mail übermittelt. (APA, 15.08.2012)

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Der Polizeipressesprecher sagte

im ORF, dass alles ermittelt und man die beiden Verhafteten verhört, und die Russen dementieren?
I kenn mi net aus.

wie sind die nur auf Russen gekommen - ich versteh das nicht, wurde hier doch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man ja nicht wegen der früheren Geschäfte vorurteilen sollte?

Der Mietwagen war auf dem Garagenvideo, das war also gute Polizeiarbeit.

Und wir haben in Österreich durchaus Politiker, die den Russen für gute Geschäfte am liebsten überall reinkriechen täten. In Kärnten läuft da gerade so ein Prozess wegen "Part of the Game" ....
:-)
In Tirol hat ein gewisser van Staa die streng riechende Milliardärin Elena Baturina ans Heilige Land gezogen
Kitzbühel: Russische VIP-Weihnacht in Tirol
http://diepresse.com/home/lebe... t-in-Tirol

Die Echtheit von Pässen zu überprüfen

dauert 2 Wochen???

Naja, es eilt ja nicht, das Opfer schwebt ja nur möglicherweise in Lebensgefahr, nur nichts überstürzen.

oida, des is die wirklichkeit und net des fernseh'n à la CSI:Miami oda sonst wo

oiso wos soll des, ha ?

100% rot, sollte Ihnen zu denken geben....

.

BITTE melden Sie sich raschestmöglich bei der Polizei. Oberchecker wie Sie werden DRINGEND gebraucht!! Wenn Sie im Amt sind, ist Österreich sicher ruckzuck von allen Kriminellen leergefegt. Düdeldü, Inspektor fitzefatze macht ritzeratze fixefaxe, yey, unser Superman !!

2 Wochen dauerte es vom Bekanntwerden der Entführung bis zu den ersten Festnahmen. In einem anderen Land!

Und wenn die Pässe der einzige Anhaltspunkt gewesen sind, dann sagen Sie mir doch bitte, wie sie es anders - besser - gemacht hätten?

er glaubt, das geht wie beim csi filmchen in 50 minuten.

Horatio, schau oba!

Wo er ist, kann ich ihnen nicht sagen, was er ist, mit ziemlicher Sicherheit: tot.

Und leider habe ich recht behalten.

Das muss nicht sein, denn hier geht es um Geld, und da bringt ihnen ein Toter nichts.

Vorausgesetzt, die Forderung kam von den Entführern.

Wenn man optimistisch ist

dann sind das Dilettanten, und der Fall bald gelöst.

Wenn man pessimistisch ist, wurde die Entführung auf Auftrag durchgeführt, und die Entführer kennen den Auftraggeber gar nicht.

Jedefalls erwartet man sich, dass die Entführer nicht gleich verhaftet werden, sondern zuerst observiert.

Wenn sie nun verhaftet wurden, so scheint es, dass eine bisherige Observation nichts ergeben hat, was für eine Entführung im Auftrag spricht.

Jedenfalls wünsche ich dem Opfer, dass es bald wieder gesund nach Hause kommt.

Echte Pässe?

Äh ... das war nicht sehr clever, um es freundlich zu sagen. Also entweder steht hinter der Entführung ein hochgenialer hollywoodwürdiger Plan ... oder echte geistige Tiefflieger. Ich bin gespannt auf die Auflösung.

..oder die Beiden hatten tatsächlich nicht vor, ein Verbrechen zu begehen.

Echte Pässe heisst nur, das die Pässe echte Dokumente sind, nicht, dass sie auch zu den Kriminellen gehören. Ausserdem, was ist schon ein "echter" Pass, in einem Land, in dem die Korruption blüht.

Fahren zwei Männer auf Urlaub und steigen im Vienna Hilton ab

Sie schauen sich Schönbrunn an, fahren auf den Kahlenberg, setzen sich in einen Heurigen, flanieren zum Stephansdom, kaufen für ihre Frauen zuhause je einen Porzellanlippizaner, rufen ein Taxi, fahren zum Flughafen.
Sagt der eine zum anderen, etwas verärgert: hey, was ist das für ein roter Fleck auf meinem Pass?! Da hat jemand Ketchup draufgepatzt, sicher die dicke Rezeptionistin! Hast Du mal ein Taschentuch?
Klar, sagt der andere.
Sie fliegen zurück nach Moskau.

Währenddessen, weit draußen in Simmering, unweit des Zentralfriedhofs, ....

Ich war heute am Zentralfriedhof unterwegs und musste ständig an J.M. Simmel denken...

Ein Wirtschaftsanwalt, der angeblich nie Geschäfte mit Russen tätigte, Entführer, die mit echten Pässen den Anwalt aller Wahrscheinlichkeit entführt haben...

ein spannender Fall :-)

Unsinn. Er hatte sogar jede Menge russische Klienten, er hat nur behauptet, nichts mit dem Anlagebetrug in Russland zu tun gehabt zu haben. Aber dass hier echte Pässe eingesetzt wurden, könnte schon ein Hinweis auf eine Aktion verzweifelter Betrogener, ohne ausreichend kriminelle Erfahrung, sein.

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