Deutsche Studie: 79 Prozent der Studierenden schummelt

Jeder Fünfte hat schon einmal ein Plagiat abgegeben - 94 Prozent der Plagiate bleiben unentdeckt

Schummeln, Plagiieren und Fälschen an Universitäten sind in den letzten Jahren nicht zuletzt durch die öffentlich gewordenen Plagiatsfälle von Politikern ein Dauerthema. Eine deutsche Studie hat nun erhoben, wie weit verbreitetet Schummeln an den deutschen Hochschulen ist. 79 Prozent aller Studierenden haben innerhalb eines Semesters mindestens einmal geschummelt, knapp 20 Prozent haben zumindest einmal ein Plagiat abgegeben. Das berichtet das Magazin "ZEIT Campus", dem die Studie vorliegt. 

Meist bleibt das Plagiieren ohne Konsequenzen, 94 Prozent der Plagiate bleiben unentdeckt. Fast ein Drittel der Naturwissenschaftler und Mediziner fälscht oder erfindet Messergebnisse, 37 Prozent aller befragten Studierenden schreiben Prüfungen vom Sitznachbarn ab. Besonders hoch ist die Zahl bei Medizinern. Hier schielen zwei Drittel auf den Prüfungsbogen des Sitznachbarn.

Die Studie wurde zwischen 2009 und 2012 von Soziologen der Universität Bielefeld und der Universität Würzburg durchgeführt, in mehreren Wellen wurden 2.000 bis 6.000 Studierende und 1.400 Dozenten befragt. (red, derStandard.at, 14.8.2012)

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