Boykott in der spanischen Liga verhindert

Späte Ankickzeiten gelten vorerst nur für zwei Runden - 13 Vereine rebellieren gegen Cash-Maschinen Barcelona und Real

Madrid - Die Gefahr eines Boykotts in der spanischen Fußball-Liga zum Saisonbeginn ist gebannt. "Die Bewerbsspiele am kommenden Wochenende werden stattfinden", versicherte der Präsident der Profi-Liga (LFP), Jose Luis Astiazaran, am Dienstag nach einem Treffen der Vereinspräsidenten in Madrid. 13 Vereine der Primera Division hatten mit einem Boykott gedroht, weil sie sich bei der Verteilung der Fernsehgelder und bei der Festsetzung der Ankickzeiten benachteiligt fühlten.

Die Proteste der "rebellierenden" Clubs hatten sich unter anderem dagegen gerichtet, dass mehrere Spiele erst um 23.00 Uhr beginnen sollen und damit nach Mitternacht zu Ende gehen werden. "Diese Regelung gilt nur für die ersten zwei Runden. Danach werden wir wieder zu den üblichen Anstoßzeiten zurückkehren", kündigte LFP-Chef Astiazaran nun an.

Schlacht um TV-Millionen

Die Vereinspräsidenten fassten keine konkreten Beschlüsse, kamen aber überein, weitere Verhandlungen zu führen. Der Unmut der 13 unzufriedenen Clubs richtete sich unter anderem gegen die ungleiche Verteilung der Fernsehgelder. Die Spitzenvereine Real Madrid und FC Barcelona erhalten fast die Hälfte des gesamten Kuchens. "Wir sind 13 Clubs und werden weiter darum kämpfen, unsere Ziele zu erreichen", sagte der Präsident von Atletico Madrid, Enrique Cerezo, der als einer der Anführer der Revolte gilt.

Die 13 Vereine hatten auch Klarheit darüber verlangt, welche TV-Sender in der kommenden Saison die Übertragungsrechte für die Spiele besitzen. Die Situation ist verworren, weil die TV-Anbieter Mediapro und Canal+ einander die Rechte streitig machen. Astiazaran äußerte die Hoffnung, dass die Medienkonzerne rasch eine Einigung fänden. Der Staatssekretär für Sport, Miguel Cardenal, der bei dem Treffen als Vermittler eine maßgebliche Rolle gespielt hatte, sagte: "Bis zur Beilegung des Konflikts um die TV-Rechte liegt noch ein weiter Weg vor uns." (APA, 14.8.2012)

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20 Postings
Die spanischen Klubs haben eh "nur" 3,5 Mrd. Euro Schulden ...

... siehe http://www.90minuten.at/index.php... o-schulden

Es fällt mir schwer euch ernst zu nehmen, wenn ihr ständig nur Artikel von anderen Seiten kopiert. Ist euch vermutlich egal und ist halt die CI von 90 Minuten. Es wird nur dann äusserst lächerlich, wenn ihr ständig von "Qualitätsjournalismus" fasselt.

Lg, Reisswolf / Wien.

Die Arbeit stammt nicht von einem Journalisten. Wer lesen kann und vor allem will, ist im Vorteil.

Wie bitte?

Ich wünsche den 13 viel Erfolg. Wäre interessant was aus Barcelona und Real wird, wenn die anderen Klubs sich zu einem Streit entscheiden würden.
Eventuell Gastteilnahmen von Real in die portugisische Liga und Barcelona in die französische Liga, wären sicher unterhaltsam. :)

Die Grossen verdienen mehr vom Fernsehgeld weil sie ka mehr Interesse erregen. Und warum das? Weil sie die teureren Teams haben. Und die haben sie, weil sie mehr Geld bekommen. Also ein perfekt kreisfoermiges Argument.

Gehen die Leute wirklich gerne bis 1 Uhr nachts in Stadion in Spanien?

Denke schon. Denn so um die Zeit beginnt ja das Abendessen.

Ich geh meistens zwischen 22 und 23 Uhr Abendessen.
Jedoch um 23 Uhr ein Fussballspiel zu starten ist schon ein wenig Spät.
Zum Glück hat Spanien nur diese Sorgen:)

Spanien ist das westlichste Land in der Mitteleuropäischen Zeitzone.

Wenn die bis 1 Uhr spielen könnte das anderswo für Mitternacht durchgehen.
Deswegen fangen sie auch später an zu arbeiten, nicht weil sie faul sind sondern weil die Sonne eben erst "später" aufgeht.

Portugal nicht vergessen, das ist noch ein bissi westlicher

nachdenken, Change

Ist ja immer wieder amüsant, wie unsere Austro-Spanier diesen Themen gekonnt ausweichen. 4 Stunden online. Kein Kommentar. Aber wenn dann der 35-Mio-Bankspieler das entscheidende Tor gegen die 10-Euro-Truppe aus Vigo macht, ja, dann sind sie wieder ganz euphorisch und müssen es die Welt wissen lassen, mit welchen Kunststücken ihr spanisches Daseinssurrogat die Welt wieder verzaubert hat.

Man wünscht es sich wirklich, dass die 13 da oben mal ernst machen. Wobei ich nicht weiß, was Atletico eigentlich will. Die sind doch Teil der TV-Abzocker und haben auch noch über 200 Mio Steuerschulden? Passt eh.

Wir austro spanier haben dieses thema in den letzten kahren zigfach kommentiert/diskutiert und es gibt dazu einen breiten konsens. Ich sehe keinen grund euch piefkes den sachverhalt bei jedem artikel erneut darzulegen - ihr verstehts es eh ned und fragt beim nächsten artikel wieder nach.

Hahaha, wie kann man nur so einen Bockmist verzapfen?

Werter Senner!

Auch mir geht diese TV-Gelder Ausschüttung in der PD ziemlich auf den Keks. RM und FCB argumentieren ja mit ihren riesigen Werbewert, den sie jeweils haben, was auch irgendwie stimmt. Nur steht es nicht im Verhältnis und ist gelinde gesagt wettbewerbsverzerrend. Wenn sie zB einen Modus über die Ausschüttung abgestuft nach einem zB Fünfjahresclubranking machen würden, könnten wahrscheinlich die "restlichen" Clubs gut damit leben. Ich denke schon, dass dann der FCB und RM "Haare" lassen müssten, was dem Konkurrenzkampf innerhalb der PD sehr gut tun würde.

Noch was: ich sitze nicht dauernd vor dem PC und warte auf einen Artikel von der PD. Auch fühle ich mich, wie viele andere auch, nicht verpflichtet, jeden Artikel zu ko

"Die sind doch Teil der TV-Abzocker und haben auch noch über 200 Mio Steuerschulden?"

Was wiederum direkt für die Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich ist, wie letztens so scharfsinnig festgestellt hast.

Ansonsten kenn i mi nimma aus, mal schreibt man zuviel zu dem Thema, dann weicht man irgendwas immer wieder aus, da soll einer mitkommen! Ich hoff aber du bist konsequent und schaust keine Spiele der PD an und begnügst dich mit dem Kick den deine nationalen Vereine und natürlich deine Sauberbayern abliefern, aber das hast sicher immer schon so gemacht...

?

das ist ja wirklich unerhoert dass die "sauberbayern" ihre steuern bezahlen! was bilden die sich eigentlich ein?

Ein Kommentar.

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