Tigerpythons bedrohen Ökosystem der Everglades

14. August 2012, 14:36
  • Der gefangene und getötete Tigerpython ist 5,39 Meter lang und 74 Kilogramm schwer.
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    foto: university of florida, kristen grace/ap/dapd

    Der gefangene und getötete Tigerpython ist 5,39 Meter lang und 74 Kilogramm schwer.

  • Im 
Körper des Reptils waren 87 Eier.
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    foto: university of florida, kristen grace/ap/dapd

    Im Körper des Reptils waren 87 Eier.

Nun wurde in Florida die bisher größte Python gefangen - Forscher erhoffen sich Erkenntnisse über die Fress- und Fortpflanzungsgewohnheiten der Würgeschlangen

Washington - Wissenschafter haben die bisher größte Python in Florida gefangen. Das Tier ist 5,39 Meter lang und 74 Kilogramm schwer. Es lebte in den Everglades, den Sümpfen des US-Bundesstaates, und wurde nach US-Medienberichten eingeschläfert. "Das Ding ist ein Monstrum, es ist etwa einen Fuß (30,5 cm) breit", zitierte die Universität Florida den Forscher Kenneth Krysko am Montag (Ortszeit). Ein solcher Tigerpython sei in der Lage, alles zu fressen, was er wolle - zum Beispiel Alligatoren. Nun wird das mächtige Reptil genauer erforscht. Dies soll helfen, die Invasion seiner Artgenossen aufzuhalten. Denn die aus Asien importierten Schlangen bedrohen heimische Tierarten.

Die Schlange hatte sich bester Gesundheit erfreut und Nachwuchs erwartet: Im Körper des Reptils waren 87 Eier, berichteten die Wissenschafter. Im Magen fanden sie Federn, die sie nun identifizieren wollen. Die Experten hoffen, mehr über die Fress- und Fortpflanzungsgewohnheiten der Würgeschlangen zu erfahren. Vor allem über die Vermehrung sei bisher nur wenig bekannt, sagte der Biologe Skip Snow vom Everglades National Park. Der Tigerpython sei ein fortpflanzungsfreudiges Reptil und gefährde das Ökosystem.

Bedrohung für das Ökosystem

Die Länge von mehr als fünf Metern sei ein Zeichen, dass diese Schlangen lange in der Wildnis in Florida überleben können, so Krysko. "Nichts kann sie aufhalten, und die einheimische Tierwelt ist in großen Schwierigkeiten." Die Würgeschlangen fressen Vögel, Waschbären, sogar Alligatoren und kleine Hirsche. Krysko: "Eine fünfeinhalb Meter lange Schlange kann alles fressen, was sie will."

Der Tigerpython ist für das Verschwinden von mehr als 90 Prozent einiger Säugetierarten in den Sümpfen Floridas verantwortlich, darunter Luchse und Opossums. Dies stellten Wissenschafter in einer im Februar im Journal "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("Pnas") veröffentlichten Studie fest.

Die Forscher lieferten damals drei Gründe, warum sie die Schlangen für die Tier-Verluste verantwortlich machen: Der Beginn des Rückgangs deckt sich mit dem Zeitpunkt der Einführung der Pythons. Wo die Schlangen schon lange durch den Nationalpark kriechen, sind die Verluste besonders hoch. Und die verschwundenen Tiere sind nachweislich Nahrung der Räuber.

Einschleppung

Die Pythons wurden vor etwa drei Jahrzehnten eingeschleppt. Viele wurden als Haustiere gehalten. Ausgesetzte oder versehentlich freigelassene Pythons fanden in den Everglades ein neues Zuhause und vermehrten sich dramatisch. Experten schätzen ihre Zahl nun auf mehr als 10.000. Vor 25 Jahren gab es nur wenige Exemplare, berichtete Krysko. "Nun kann man jeden Tag in den Everglades einen Tigerpython sehen. Wir haben einmal 14 an einem einzigen Tag gefunden."

Florida hat mittlerweile die Haltung und den Transport von Tigerpythons ohne behördliche Genehmigung verboten. Außerdem wurden die Schlangen zum Abschuss freigegeben: In bestimmten Regionen dürfen Menschen die Würgeschlangen jagen.

Eine weitere Verbreitung wird sich aber kaum verhindern lassen, fürchten Experten wie Gordon Rodda von der US-Behörde für Geologie. "Es gibt kein Beispiel dafür, dass eine nicht-einheimische Art wie der Tigerpython von Menschenhand ausgerottet werden konnte", sagte er. (APA, 14.8.2012)

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Ideen zur Ausrottung

Man muss sie nur auf den Speiseplan von Restaurants bringen, dann ist ihr Schicksal besiegelt.

Oder pulverisieren und als Potenzmittel vermarkten...

lg mensch

gefaehrdung

es ist immer witzig zu lesen, eine tierart gefaehrde andere, um dann ein argument zu haben, sie toeten zu duerfen.

nichts hat die umwelt und tierwelt mehr zerstoert, und nichts gefaehrdet sie mehr, als der mensch.

bevor man hier ueberhaupt energien aufwendet, eine schlange zu toeten, sollte man lieber die energien darauf konzentrieren, oekosysteme zu erhalten, und vor rodung zu schuetzen.

aus meiner sicht war es UNRECHT, diese schlange zu toeten.

Es war immerhin eine justizförmige Hinrichtung mit Giftspritze.

menschen haben ja diese schlangen dorthingebracht.
nachdem die jetzt bereits dort sind hilfts den viechern nichtmehr wenn man alle menschen tötet, also vielleicht doch besser die schlangen entfernen.

entfernen ist nicht töten.

Alligatoren und Pythonen können einenader gegenseitig fressen.

Das hängt nur davon ab, welche von denen den besseren Griff erlangt.

infach eine abschussprämie aussetzen

bei der waffendichte in den usa sollte es nur kurze zeit dauern bis die letzte schlange das zeitliche segnet.

Menschen bedrohen so ziemlich jedes Ökosystem

sicher nur eine frage der zeit bis ein mensch
gefressen wird. z.b. baby aus dem kinderwagen.

Schon passiert...auch größere Menschen.

nach kärnten schicken ...

Man könnte doch Python Steaks draus machen - schmeckt vielleicht ganz gut; am besten man bewirbt diese Tiere als Delikatesse...

Pythonsushi public machen. Die Japaner erledigen dann den Rest ;)

Demnächst beim Hofer im Tiefkühlfach.

...

<itüpfelreit>
is eine pythonschlange sowas ähnliches wie ein schimpansenaffe?
</itüpfelreit>

derStandard.at/Wissenschaft
06
16.8.2012, 11:41
grins

Menschenmenschen bevorzugen trotzdem Phythons statt Pythonschlangen ;-) wurde geändert.
beste Grüße

ok,

nach wiki lesen geht das grad noch durch, wenns so gemeint war...

Ich verstehe erstens schon nicht, warum man sich eine Python als Haustier halten würde. Aber noch weniger verstehe ich, wie man eine aussetzen kann. Wenn man nur eine Minute nachdenkt, könnte man drauf kommen, dass es eine blöde Idee ist.

Eine große Schlange macht den Besitzer größer.

So wie bei den Hunden und den Autos.

was für ein schwachsinn

immer dieser vergleich ist.

manche haben ein grosses auto weil se familie haben und einen grossen hund weil ein hund an sich nun mal keine quietsche ente ist bzw. sein sollte.

abgesehen davon in foren oder anderen plattformen ist so ein groß wie groß ?

Ein Python wird in einer großen Familie mit einem großen Hund vielleicht auch besonders groß...

mit groß meinte er stark.

mit einem VW-bus bist noch kein held auf unseren strassen...

Bin zwar weder Veterinär, noch Biologe, schätze aber, dass die Injektion eines Giftes für die Schlange wesentlich schmerzhafter war, als ihr mit einer Machete den Kopf abzuhacken.

Aber "einschläfern" klingt voll lieb. So friedlich.

Und so viel Fleisch wegzuwerfen klingt mir ebensowenig sinnvoll, wo es doch in einigen Ländern eine Delikatesse ist. Eine, die ich bei Gelegenheit definitiv probieren würde.

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