Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 800x532Der gefangene und getötete Tigerpython ist 5,39 Meter lang und 74 Kilogramm schwer.
vergrößern 645x821Im Körper des Reptils waren 87 Eier.
Washington - Wissenschafter haben die bisher größte Python in Florida gefangen. Das Tier ist 5,39 Meter lang und 74 Kilogramm schwer. Es lebte in den Everglades, den Sümpfen des US-Bundesstaates, und wurde nach US-Medienberichten eingeschläfert. "Das Ding ist ein Monstrum, es ist etwa einen Fuß (30,5 cm) breit", zitierte die Universität Florida den Forscher Kenneth Krysko am Montag (Ortszeit). Ein solcher Tigerpython sei in der Lage, alles zu fressen, was er wolle - zum Beispiel Alligatoren. Nun wird das mächtige Reptil genauer erforscht. Dies soll helfen, die Invasion seiner Artgenossen aufzuhalten. Denn die aus Asien importierten Schlangen bedrohen heimische Tierarten.
Die Schlange hatte sich bester Gesundheit erfreut und Nachwuchs erwartet: Im Körper des Reptils waren 87 Eier, berichteten die Wissenschafter. Im Magen fanden sie Federn, die sie nun identifizieren wollen. Die Experten hoffen, mehr über die Fress- und Fortpflanzungsgewohnheiten der Würgeschlangen zu erfahren. Vor allem über die Vermehrung sei bisher nur wenig bekannt, sagte der Biologe Skip Snow vom Everglades National Park. Der Tigerpython sei ein fortpflanzungsfreudiges Reptil und gefährde das Ökosystem.
Die Länge von mehr als fünf Metern sei ein Zeichen, dass diese Schlangen lange in der Wildnis in Florida überleben können, so Krysko. "Nichts kann sie aufhalten, und die einheimische Tierwelt ist in großen Schwierigkeiten." Die Würgeschlangen fressen Vögel, Waschbären, sogar Alligatoren und kleine Hirsche. Krysko: "Eine fünfeinhalb Meter lange Schlange kann alles fressen, was sie will."
Der Tigerpython ist für das Verschwinden von mehr als 90 Prozent einiger Säugetierarten in den Sümpfen Floridas verantwortlich, darunter Luchse und Opossums. Dies stellten Wissenschafter in einer im Februar im Journal "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("Pnas") veröffentlichten Studie fest.
Die Forscher lieferten damals drei Gründe, warum sie die Schlangen für die Tier-Verluste verantwortlich machen: Der Beginn des Rückgangs deckt sich mit dem Zeitpunkt der Einführung der Pythons. Wo die Schlangen schon lange durch den Nationalpark kriechen, sind die Verluste besonders hoch. Und die verschwundenen Tiere sind nachweislich Nahrung der Räuber.
Die Pythons wurden vor etwa drei Jahrzehnten eingeschleppt. Viele wurden als Haustiere gehalten. Ausgesetzte oder versehentlich freigelassene Pythons fanden in den Everglades ein neues Zuhause und vermehrten sich dramatisch. Experten schätzen ihre Zahl nun auf mehr als 10.000. Vor 25 Jahren gab es nur wenige Exemplare, berichtete Krysko. "Nun kann man jeden Tag in den Everglades einen Tigerpython sehen. Wir haben einmal 14 an einem einzigen Tag gefunden."
Florida hat mittlerweile die Haltung und den Transport von Tigerpythons ohne behördliche Genehmigung verboten. Außerdem wurden die Schlangen zum Abschuss freigegeben: In bestimmten Regionen dürfen Menschen die Würgeschlangen jagen.
Eine weitere Verbreitung wird sich aber kaum verhindern lassen, fürchten Experten wie Gordon Rodda von der US-Behörde für Geologie. "Es gibt kein Beispiel dafür, dass eine nicht-einheimische Art wie der Tigerpython von Menschenhand ausgerottet werden konnte", sagte er. (APA, 14.8.2012)
Indirekter Effekt: Grizzlybären verschmähen neue Fischart und konzentrieren sich verstärkt auf junge Wapitis - Dies könnte gesamtes Nahrungsnetz verändern
Die eingewanderte Schwarzmundgrundel hat ihre Nahrung und einen unangenehmen Parasiten mitgebracht
Forscher finden ein formidables Immunsystem vor: "In keinem anderen Tier sind bislang so viele antimikrobiell wirkende Peptide gefunden worden"
Die Tiere dürften in den 90ern als blinde Passagiere in Containern eingeschleppt worden sein
Erneut wurden Larven des Asiatischen Laubholzbockkäfers entdeckt - Die Behörden griffen rigoros durch
Invasive Arten auf Bootsanleger an der US-Küste
In vier Jahren Population auf 250.000 Tiere zurückgegangen - Herden richteten aber immer noch großen Schaden an
Studie zeigt: Pro Person werden im Schnitt 9,5 Pflanzensamen mitgebracht
In Österreich werden die Genetik von Palmen und Methoden zur frühzeitigen Erkennung gefährlicher Schädlinge erforscht
es ist immer witzig zu lesen, eine tierart gefaehrde andere, um dann ein argument zu haben, sie toeten zu duerfen.
nichts hat die umwelt und tierwelt mehr zerstoert, und nichts gefaehrdet sie mehr, als der mensch.
bevor man hier ueberhaupt energien aufwendet, eine schlange zu toeten, sollte man lieber die energien darauf konzentrieren, oekosysteme zu erhalten, und vor rodung zu schuetzen.
aus meiner sicht war es UNRECHT, diese schlange zu toeten.
immer dieser vergleich ist.
manche haben ein grosses auto weil se familie haben und einen grossen hund weil ein hund an sich nun mal keine quietsche ente ist bzw. sein sollte.
abgesehen davon in foren oder anderen plattformen ist so ein groß wie groß ?
Bin zwar weder Veterinär, noch Biologe, schätze aber, dass die Injektion eines Giftes für die Schlange wesentlich schmerzhafter war, als ihr mit einer Machete den Kopf abzuhacken.
Aber "einschläfern" klingt voll lieb. So friedlich.
Und so viel Fleisch wegzuwerfen klingt mir ebensowenig sinnvoll, wo es doch in einigen Ländern eine Delikatesse ist. Eine, die ich bei Gelegenheit definitiv probieren würde.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.