Demonstranten fordern Einstellung von militärischer US-Fernsehshow

14. August 2012, 14:23
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Sender präsentiert bei "Stars Earn Stripes" Kriegsspielchen

New York - Rund 100 Demonstranten haben in New York die Einstellung einer neuen US-Fernsehshow gefordert, in der Prominente und Soldaten in militärischen Übungen gegeneinander antreten. Die Reality-Show "Stars Earn Stripes" wird vom ehemaligen US-General Wesley Clark präsentiert, zu den Teilnehmern zählen der Ehemann der früheren republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, Todd, sowie Muhammad Alis Tochter Leila Ali und die frühere US-Skirennläuferin Picabo Street.

Der Sender NBC beschrieb die Sendung als "actionreichen Wettbewerb zu Ehren der Männer und Frauen, die in unseren Streitkräften dienen". Die Demonstranten in New York warfen dem Sender dagegen am Montag Geschmacklosigkeit vor. Angesichts der Tatsache, dass ihr Sohn an den Kriegen im Irak und in Afghanistan teilgenommen habe und die Spuren seiner Erlebnisse an Leib und Seele trage, empfinde sie die Show als "zutiefst anstößig", sagte Sarah Fuhro von der Gruppe "Military Families Speak Out". Militärische Fernsehspielchen seien "ekelhaft", wenn in echten Kriegen Kinder verletzt und getötet würden.

Sieben Friedensnobelpreisträger, darunter der südafrikanische Bischof Desmond Tutu, forderten NBC in einem offenen Brief ebenfalls zur Einstellung der Show auf. (APA, 14.8.2012)

  • Kriegsaction im Fernsehen.
    foto: derstandard.at/screenshot

    Kriegsaction im Fernsehen.

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